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Nach EZB-Entscheid: Günstige Zinsen zum Fest

Mit ihrer heutigen Entscheidung setzt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Geldpolitik fort. Bei Immobilienkrediten erwarten Experten kurzfristig weiter günstige Zinsen.

Skyline Frankfurt

(München, 03.12.2015) In ihrer heutigen Sitzung haben die Währungshüter beschlossen, den Einlagezins von minus 0,2 Prozent auf minus 0,3 Prozent zu senken und das Ankaufprogramm für Staatsanleihen oder Bonds zu lockern. Der Leitzins wurde erwartungsgemäß nicht angetastet und bleibt weiterhin bei 0,05 Prozent.

Die EZB war in den vergangenen Wochen zunehmend unter Zugzwang geraten, denn weder in Sachen Inflation noch in puncto Arbeitsmarktzahlen hat sich im Euroraum in den vergangenen Monaten eine deutliche Trendwende abgezeichnet. Eine solche Trendwende halten die im Rahmen des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragten Bankexperten hingegen in den USA für immer wahrscheinlicher. "Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der Notenbanken und der Divergenz. Während die EZB ihre Geldpolitik noch einmal weiter lockern wird, sieht es in den USA ganz nach einer ersten Zinserhöhung aus. Da dieser Trend aber mittlerweile schon stark von den Märkten eingepreist wird, sollte sich an den Kapitalmarktzinsen wenig verändern", schätzt ein Experte der ING-DiBa die aktuelle Lage ein.

Dies zeigt auch die DGZF-Rendite für zehnjährige Pfandbriefe, die seit Längerem eine stabile Seitwärtsbewegung zeigt und sich auf einem anhaltend niedrigen Niveau bewegt. Das anhaltende Niedrigzinsniveau sowie die starke Nachfrage nach sicheren deutschen Staatsanleihen und Pfandbriefen führen zu niedrigen Pfandbriefrenditen. Diese Entwicklung beschert Immobilieninteressenten weiterhin niedrige Zinsen. Anfang Dezember liegen die Bestkonditionen für zehnjährige Darlehen oft bei unter 1,6 Prozent, bei Bestanbietern sogar unter 1,5 Prozent. Im Rahmen des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers gaben die Experten allerdings an, mittel- bis langfristig mit einem Zinsanstieg zu rechnen.


Redaktion: Franziska Buß