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Nach EZB-Entscheid: Vorerst kein Zinsanstieg beim Baugeld

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf historisch niedrigem Niveau belassen. Die Bauzinsen waren schon im Vorfeld der Entscheidung günstig und werden Expertenschätzungen zufolge auch im Herbst für günstige Bedingungen für Immobilienkäufer sorgen.

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(München, 26.10.2015) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer geldpolitischen Sitzung am vergangenen Donnerstag die Märkte auf eine mögliche Ausweitung des Anleihekaufprogramms eingestimmt und entschieden, die Leitzinsen auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,05 Prozent zu belassen. Die Zinsen für Immobilienkredite stehen nicht in direktem und unmittelbarem Zusammenhang mit der Leitzins-Entscheidung der EZB, denn sie orientieren sich an den Renditen für langfristige Anleihen und Pfandbriefe. Die Politik der Zentralbanken wirkt sich allerdings mittelbar auch auf die Kapitalmärkte aus.

Die DGZF-Rendite für zehnjährige Pfandbriefe, die auch als Referenz für Baugeldkonditionen gleicher Laufzeit gelten, lag schon in der Woche vor der EZB-Entscheidung auf dem derzeitigen, sehr niedrigen Niveau von rund 0,8 Prozent. Bankexperten erwarten für den Herbst angesichts des schleppenden Wirtschaftsaufschwungs weiterhin niedrige Pfandbriefrenditen und günstige Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer. Mit höheren Konditionen müssen Kreditnehmer vor allem dann rechnen, wenn die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank eine deutliche und dauerhafte Wirkung zeigen. Auch eine Änderung der Zinspolitik in den USA könnte mittelfristig wieder zu steigenden Zinsen für Immobilienkredite führen.


Redaktion: Franziska Buß