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Nachfrageüberhang treibt Immobilienpreise

Die Immobilienpreise werden weiter steigen, da das Wohnungsangebot im Verhältnis zur Nachfrage knapp bleibt, erwarten Immobilienexperten.

Auch in B-Städten - hier Münster - erwarten Experten weitere Steigerungen der Immobilienpreise.

Auch in B-Städten - hier Münster - erwarten Experten weitere Steigerungen der Immobilienpreise.

(München, 14.07.2016) Immobilienpreise im Aufwind: In ihrem aktuellen Marktausblick zur Baufinanzierung befassten sich die Analysten von Deutsche Bank Research nicht nur mit der Zinsentwicklung, sondern auch mit dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage am deutschen Haus- und Wohnungsmarkt. Festzustellen sei, dass sich der Nachfrageüberhang zuletzt weiter ausgeweitet habe, berichten die Immobilienanalysten. So seien zwar im vergangenen Jahr bundesweit 247.700 Wohnungen fertiggestellt worden, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von einem Prozent entspreche. Doch angesichts des jährlichen Neubaubedarfs von 400.000 Wohneinheiten habe sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage weiter vergrößert.

Obwohl für das laufende Jahr ein weiteres Wachstum bei der Neubautätigkeit erwartet wird, dürfte sich nach Ansicht von Deutsche Bank Research der Überhang bei der Nachfrage weiter vergrößern. Das werde sich auch auf die Immobilienpreise auswirken: Sowohl in den Metropolen als auch in den so genannten B-Städten, zu denen unter anderem Bochum, Dresden, Hannover, Münster und Karlsruhe zählen, rechnen die Immobilienexperten von Deutsche Bank Research für dieses Jahr mit einem Anstieg der Wohnungspreise von 7,5 Prozent. Im Schnitt liegt die prognostizierte Steigerung der Immobilienpreise für Deutschland bei 6 Prozent.

Nach Recherchen des bundesweit tätigen Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber führt das knapper werdende Angebot am Wohnungsmarkt sogar dazu, dass trotz steigender Immobilienpreise das Transaktionsvolumen im Bereich der institutionellen Wohninvestments rückläufig ist. So habe im Zeitraum von Januar bis Ende Juni 2016 das Transaktionsvolumen am deutschen Wohninvestmentmarkt bei 4,61 Milliarden Euro gelegen, berichtet das Maklerunternehmen. Damit sei das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig. "Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir daher nur noch mit einem Transaktionsvolumen von bis zu maximal 10 Milliarden Euro", so Ulrich Jacke, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH.


Redaktion: Thomas Hammer