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Nerven bewahren nach Zinsanstieg bei Immobilienkrediten

Nachdem die Zinsen für Immobilienkredite Anfang Mai binnen weniger Tage um mehr als 0,5 Prozentpunkte gestiegen waren, haben sich die Konditionen im Monatsverlauf eingependelt. Trotz des Zinsanstiegs bleiben die Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer sehr gut.

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(München, 03.06.2015) Aktuell verlangen die meisten Kreditinstitute für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung um 1,7 Prozent. Mit ihrer heutigen Entscheidung belässt es die EZB beim historisch niedrigen Leitzins, sie setzt ihre Niedrigzinspolitik und den Ankauf von Staatsanleihen fort. "Vor diesem Hintergrund ist kurzfristig mit gleichbleibenden Zinsen zu rechnen, wobei es zu Schwankungen kommen kann. Wenn mittel- bis langfristig die Konjunktur anzieht und die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen nachlässt, sind steigende Zinsen für Immobilienkredite zu erwarten," erläutert Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG im aktuellen Interhyp-Zinsbericht.

Der wichtigste Expertenrat angesichts der aktuell etwas schwankenden Zinsen lautet sicher: Ruhe bewahren. Natürlich ist ein Zinsanstieg von 0,5 Prozentpunkten binnen weniger Tage ärgerlich und bedeutet auf zehn Jahre gerechnet mehrere tausend Euro Zinskosten zusätzlich. Ob ein Haus- oder Wohnungskauf auf Dauer jedoch teuer oder günstig ist, hängt nicht nur von den Konditionen ab, zu denen ein Darlehen aufgenommen wird. Wichtig ist, dass Sie sich als Immobilieninteressent nicht unter Druck setzen lassen und nur eine Immobilie erwerben, die wirklich Ihren Anforderungen entspricht. In Anbetracht der in Deutschland hohen Kaufnebenkosten, die für Makler, Notar und Grunderwerb anfallen, ist es wichtig die Immobilie sorgfältig auszuwählen, um Fehlkäufe zu vermeiden. Wer ein solides Objekt gefunden hat, sollte anschließend die Finanzierung genau an seine Anforderungen anpassen. Je nach aktueller und zukünftiger Einkommenssituation oder der Familienplanung ist es möglich, das Darlehen durch Sondertilgungsoptionen oder Optionen zum Tilgungssatzwechsel an die individuelle Situation anzupassen.

Regelmäßige, kostenlose Informationen zur Zinsentwicklung bieten zum Beispiel die Newsletter von Interhyp.

Redaktion: Patrizia Difonzo