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Neubau: Anstieg erwartet

Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien spiegelt sich in einer vermehrten Neubauaktivität wider, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die Bauwirtschaft ist auch für 2016 zuversichtlich.

Baustelle

(München, 20.04.2016) Seit die Nachfrage nach Häusern und Eigentumswohnungen vor allem in Ballungsgebieten stark gestiegen ist, kann auch die Bauwirtschaft eine spürbare Belebung des Geschäfts verzeichnen. Konkrete Zahlen dazu veröffentlichte nun das Statistische Bundesamt. Demzufolge ist im Januar dieses Jahres die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6.700 auf 26.300 Genehmigungen gestiegen - das entspricht einem Zuwachs von 34,5 Prozent.

Zwar ist ein Teil des Wachstums auf die Errichtung von Unterkünften für Flüchtlinge zurückzuführen, was sich in der um gut 46 Prozent gestiegenen Zahl der Genehmigungen für Wohnheime erkennen lässt. Doch die vermehrte Neubautätigkeit zieht sich durch alle Segmente des Wohnungsbaus. Einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnen Einfamilienhäuser, bei denen 35 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Januar 2015 erteilt wurden. Aber auch Zweifamilienhäuser konnten um 24 Prozent und Mehrfamilienhäuser sogar um 28 Prozent zulegen.

Eine höhere Zahl an Baugenehmigungen in einem Januar sei zuletzt im Jahr 2006 erreicht worden, berichten die Statistiker des Bundes. Vor diesem Hintergrund erwartet die Bauwirtschaft in Deutschland ein gutes Geschäftsjahr. "Wir blicken zuversichtlich auf das Baujahr 2016," betont Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), in seinem Jahresausblick. Für 2016 erwartet der Verband ein Umsatzwachstum von fünf Prozent im Wohnungsbau. Insgesamt rechnet der ZDB damit, dass in diesem Jahr knapp 290.000 Wohnungen neu auf den Markt gebracht werden.


Redaktion: Britta Barlage