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Neubau: Marktanreizprogramm macht Wärmepumpen attraktiver

Trotz einer Absatzdelle aufgrund des niedrigen Ölpreises bleiben Wärmepumpen auf dem Vormarsch. Das zeigt sowohl eine Marktstudie als auch die Absatzstatistik des Verbands der Wärmepumpenhersteller.

Baustelle aus Entfernung

(München, 26.02.2016) Bei Neubauten wird die Gewinnung von Heizenergie über Erd- oder Luftwärmepumpen immer beliebter. Das zeigt eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult, in der die im Jahr 2014 fertiggstellten Neubauten auf die darin vorhandene Heizungstechnologie untersucht wurden.

Zwar ist in jedem zweiten der mehr als 100.000 neuen Wohngebäude eine Gasheizung installiert. Doch mit einem Anteil von 31,8 Prozent belegen Wärmepumpen bereits den zweiten Rang bei den verwendeten Energieträgern. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Luft-Wärmepumpen, die der Umgebungsluft Wärmeenergie entziehen und diese für die Heizung nutzbar machen. Jedes vierte Wohnhaus nutzt diese Technologie. Dahinter kommen Geothermie-Wärmepumpen, die mit gut 8.800 installierten Anlagen weiter verbreitet sind als Holzheizungen, von denen 6.000 in neue Wohnhäuser eingebaut wurden.

Im vergangenen Jahr war angesichts des anhaltend niedrigen Ölpreises beim Absatz von Wärmepumpen eine leichte Delle zu verzeichnen. Dies zeigt die Statistik des Bundesverbands Wärmepumpe. Geothermie-Wärmepumpen mussten im Gesamtjahr einen Absatzrückgang um acht Prozent hinnehmen, während der Verkauf von Luft-Wärmepumpen leicht zulegen konnte.

Allerdings zeigt der Trend nach einem schwachen ersten Quartal des Vorjahres wieder nach oben. Grund dafür ist das seit Ostern 2015 geltende Marktanreizprogramm, das mit deutlich verbesserten Fördersätzen den Erwerb einer Wärmepumpe für Bauherren attraktiver macht. Im Rahmen dieses Programms zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse bei der Installation von Heizungswärmepumpen. Bei Bestandsimmobilien werden neue Luft-Wärmepumpen mit bis zu 40 Euro pro Kilowatt Leistung, mindestens jedoch 1.300 Euro bezuschusst. Bei der Umstellung auf Erdwärmepumpen inklusive neuer Bohrung liegt die Mindestförderung bei 4.500 Euro. Im Rahmen der Innovationsförderung ist es auch möglich, Zuschüsse für Wärmepumpen in Neubauten oder erhöhte Förderbeträge bei der Bestandsumstellung zu erhalten, wenn die Anlagen besonders energieeffizient sind.

In der Folge stieg der Absatz von Heizungswärmepumpen im letzten Quartal 2015 wieder um 5 Prozent an, berichtet Verbandsgeschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski: "Der unterjährige Anstieg der Absatzzahlen beweist die Marktbelebung durch das Marktanreizprogramm."


Redaktion: Britta Barlage