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Neubau: Mehr Baugenehmigungen in 2016

Das Statistische Bundesamt meldet mehr Baugenehmigungen im ersten Quartal des Jahres. Auch über neue Aufträge kann die Bauwirtschaft nicht klagen. Experten halten es für möglich, dass 2016 eine neue Rekordmarke geknackt wird.

Baustelle Haus

(München, 27.05.2016) Die Bauwirtschaft verzeichnet aufgrund der hohen Nachfrage nach Häusern und Wohnungen eine spürbare Belebung des Geschäfts. Konkrete Zahlen dazu veröffentlichte kürzlich das Statistische Bundesamt. So wurden im ersten Vierteljahr 2016 insgesamt 84.800 Wohnungen genehmigt - das sind knapp 20.000 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen als im ersten Quartal des letzten Jahres. Eine höhere Zahl hatte es mit 88.900 Baugenehmigungen zuletzt im ersten Quartal des Jahres 2004 gegeben. Der Zuwachs zum Vorjahr beträgt bei Neubauwohnungen, die das Gros der von Januar bis März genehmigten Wohnungen ausmachten, 28 Prozent. Noch deutlicher ist der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen: Mit 147 Prozent hat sich dieser mehr als verdoppelt. Hierzu zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte.

Zudem verzeichnet das Statistische Bundesamt im Jahr 2016 einen erhöhten Auftragseingang im Bauhauptgewerbe. Zwar war diese Zahl im März dieses Jahres im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gesunken. Dennoch war der Auftragseingang des Bauhauptgewerbes im Vergleich zum Jahr 2015 im März 2016 um 14,9 Prozent höher. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs zeichnet sich ein Anstieg von insgesamt 14,2 Prozent ab.

Auch Deutsche Bank Research hat kürzlich im Marktausblick Baufinanzierung prognostiziert, dass aufgrund der wachsenden Zahl der Baugenehmigungen sowie weiterer positiver Einflüsse im Jahr 2016 die Marke von 300.000 Fertigstellungen erstmals seit mehr als 15 Jahren übertroffen werden könnte. Denn auf dem deutschen Wohnungsmarkt besteht nach wie vor ein Nachfrageüberhang. Besonders groß ist der Bedarf an günstigem Wohnraum in Ballungsgebieten, weshalb sich die rege Bautätigkeit sich auch im laufenden Jahr fortsetzen dürfte.


Redaktion: Franziska Buß