News

Neue Heizung: Im Sommer den Austausch in Angriff nehmen

Die Sommerzeit ist ideal für den Austausch der Heizung. Immobilienbesitzer sollten vor der Modernisierung wichtige Fragen klären.

Weil in der warmen Jahreszeit die Heizungsanlage oft ohnehin abgeschaltet ist, kann die Modernisierung und damit verbundene kurzzeitige Ausfall der Heizung mit vergleichsweise geringen Beeinträchtigungen der Wohnqualität erfolgen.

Viele Hausbesitzer stehen dabei vor der Frage, ob mit dem Auswechseln der Heizungsanlage auch ein Umsatteln beim Brennstoff sinnvoll ist. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, weil jeder Energieträger mit spezifischen Vor- und Nachteilen verbunden ist.

Heizöl. Wenn bereits ein Öltank, der die heutigen Sicherheitsanforderungen erfüllt, vorhanden ist, kann Heizöl als Energieträger auch weiterhin zum Einsatz kommen. Vorteilhaft ist, dass beim Auffüllen des Tanks ein Zeitpunkt gewählt werden kann, bei den die Heizölpreise möglichst günstig sind. Nachteil: Der Brennstoff muss je nach Tankinhalt über ein Jahr oder noch länger vorfinanziert werden. Befindet sich der Tank im Haus, belegt er überdies wertvollen Platz.

Gas. Eine Gasheizung ist in der Anschaffung sehr preisgünstig und benötigt wenig Raum. Gas wird nach Verbrauch abgerechnet – das spart zwar die Vorfinanzierung, doch Preiserhöhungen schlagen unmittelbar auf die Verbrauchskosten durch.

Holzpellets. Aus Abfallholz hergestellte Pellets sind ein klimaneutraler Brennstoff. Allerdings beanspruchen Heizung und Lagerraum ziemlich viel Platz und die Anschaffungskosten sind deutlich höher als bei einem Öl- oder Gasbrennwertkessel.

Strombetriebene Wärmepumpe. Wärmepumpen ziehen thermische Energie aus der Umgebung und schaffen es damit, aus einem Watt Strom bis zu vier Watt Wärme zu erzeugen. Die günstigere Variante – die dennoch meist mehr als 10.000 Euro in der Anschaffung kostet – ist eine Wärmepumpe, die ihre Energie aus der Außenluft holt. Weil diese Geräte jedoch maximal bis zu einer Außentemperatur von minus 10 Grad funktionieren, ist für besonders kalte Tage eine Zusatzheizung erforderlich. Ganzjährig betreiben lassen sich Erdwärmepumpen, bei denen jedoch hohe Kosten für die Bohrungen ins Erdreich einkalkuliert werden müssen. Weil Wärmepumpen meist bis zu einer Vorlauftemperatur von maximal 50 Grad effizient arbeiten, eignen sie sich in erster Linie für Häuser, die mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind.

Solarwärme. Mit Sonnenkollektoren kann die Heizung unterstützt werden. Allerdings sollte für bewölkte Tage eine Zusatzheizung wie beispielsweise ein Gas-Brennwertkessel vorhanden sein.

Finanzierung über KfW-Förderkredit möglich

Wenn der Heizungsaustausch im Rahmen einer energetischen Sanierung erfolgt, kann für die Finanzierung ein zinsverbilligter Kredit der KfW in Frage kommen, zum Beispiel über das Programm „Energieeffizient Sanieren“. Wenn eine KfW-Finanzierung nicht möglich ist, bietet sich ein Konsumentenkredit an, der mit relativ günstigen Zinsen verbunden ist. Für Pelletheizungen sowie Wärmepumpen und Solarkollektoren mit Heizungsunterstützung gibt es Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Tipp: Die Baufinanzierungsspezialisten von Interhyp informieren Modernisierungswillige über die Möglichkeiten der Finanzierung.

Interessenten können ein Angebot anfordern oder einen Beratungstermin vereinbaren.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 23.07.2012