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Neue Studie zu Immobilien als Kapitalanlage

Family Offices verwalten das Vermögen reicher Familien. Immer mehr Vermögensverwalter setzen dabei einer aktuellen Umfrage zufolge auf Immobilien als Kapitalanlage.

Immobilien als Kapitalanlage

(München, 17.03.2016) Um die Vermögensverwaltung zu bündeln, richten Familien mit großem Vermögen häufig ein sogenanntes Family Office ein, in dem ein angestellter oder externer Verwalter das Kapital möglichst gewinnbringend anlegt. In diesem traditionell oft konservativ anlegenden Segment spielen Immobilien als Kapitalanlage mittlerweile die erste Geige. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage, die vom Immobilienberater und Vermögensverwalter Famos unter deutschen Family Offices durchgeführt wurde.

Mit einem Anteil von durchschnittlich 36 Prozent bilden Immobilien die wichtigste Anlageklasse im Gesamtportfolio. Besonders stark angestiegen ist dabei der Anteil an Wohnimmobilien, der sich innerhalb des Immobiliensegmentes von 39 Prozent im Jahr 2012 auf nunmehr 44 Prozent erhöht hat. Erst mit großem Abstand folgen Büroimmobilien mit einem Anteil von 18 Prozent, gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshäuser mit 16 Prozent und Einzelhandelsflächen mit 15 Prozent. Sonstige Immobilien wie Logistik- oder Hotelgebäude spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Nicht zuletzt aufgrund der stark gestiegenen Kaufpreise sind unterdessen die Renditeerwartungen der Family-Office-Verwalter rückläufig. Bei vermieteten Wohnimmobilien gehen vier von zehn Befragten von einer anfänglichen Bruttorendite von weniger als drei Prozent aus. Allerdings steht bei dieser Investorengruppe die Renditemaximierung nicht an vorderster Stelle: 90 Prozent der Verwalter nennen Inflationsschutz und Vermögenserhalt als wichtigstes Anlageziel, während die Renditeoptimierung in der Rangliste der Anlageziele nur den achten Platz belegt.

Damit unterscheiden sich die im Familienauftrag agierenden Vermögensverwalter stark von institutionellen Investoren wie Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen. Dort ergab jüngst eine Umfrage, dass unter deutschen Großinvestoren die Bereitschaft wächst, eine möglichst hohe Immobilienrendite mit steigenden Risiken zu erkaufen.


Redaktion: Magdalena Lindner