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Öl und Sonne im Duett

Thermische Solaranlagen können weiter ein stabiles Wachstum verzeichnen. Bei der Heizungsmodernisierung zählt die Kombination von Solaranlagen mit effizienten Ölbrennern zu den besonders beliebten Varianten.

Solarenergie und Öl

(München, 27.04.2016) Wenn die Heizungsanlage in älteren Wohnhäusern modernisiert wird, installieren viele Eigentümer eine thermische Solaranlage, die für die Erwärmung des Brauchwassers und oftmals auch noch für die Unterstützung der Heizung zum Einsatz kommt. Besonders beliebt ist laut einer Umfrage des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) die Sonnenwärme bei Bauherren, die ihre in die Jahre gekommene Ölheizung modernisieren. Im vergangenen Jahr ließ jeder dritte Bauherr, der eine Brennwert-Ölheizung installierte, gleich noch eine Solaranlage mit einbauen. Weitaus geringer ist die solare Begeisterung offenbar bei Betreibern von Gasheizungen: Dort kombinierte bei der Heizungsmodernisierung nur jeder Fünfte den neuen Brenner mit der Solarthermie.

Gerade in Ein- und Zweifamilienhäusern, wo Ölheizungen häufig anzutreffen sind, sehen die IWO-Experten gute Voraussetzungen für die Kombination der Wärmeträger Öl und Sonne. "Solche Häuser verfügen oft über ausreichend Dachfläche für die Solarkollektoren und haben genügend Platz im Heizungsraum für den Wärmespeicher", sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

Insgesamt blicken die Hersteller von thermischen Solaranlagen auf ein gutes Geschäft zurück. So meldet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) für den Zeitraum von November 2015 bis März 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Absatzanstieg bei Solarkollektoren von sieben Prozent. Insgesamt waren demnach Ende 2015 bundesweit 2,1 Millionen Solaranlagen installiert.

Weiteres Potenzial sieht man beim Solarverband vor allem in der Sanierung des Heizungsbestands. "Angesichts des Modernisierungsstaus in unseren Heizkellern ist es höchste Zeit für eine echte Wärmewende", fordert BSW-Solar-Geschäftsführer Jörg Mayer. Er weist darauf hin, dass durch die Erhöhungen der Zuschüsse beim Marktanreizprogramm und dem Anreizprogramm Energieeffizienz für Bauherren ein attraktives Förderumfeld entstanden ist. Wer in die Kombination aus neuer Solaranlage und neuem Brennwertgerät investiere, könne in der Regel mindestens 3.600 Euro an Zuschüssen erwarten.


Redaktion: Britta Barlage