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Öltanks müssen richtig installiert und gewartet werden

Besitzer und Betreiber von Ölheizungen sind für den ordnungsgemäßen Zustand ihrer Öltanks verantwortlich. Eine neue Verordnung des Bundesumweltministeriums und das Hochwasserschutzgesetz regeln die Pflichten je nach Tankgröße und Standort.

Wer mit Heizöl heizt, sollte die Regelungen für Heizöltanks kennen.

Wer im Eigenheim mit Heizöl heizt, sollte die neuen Regelungen für Heizöltanks kennen.

(München, 17.01.2018) Damit der Betrieb der Ölheizung während der Heizsaison problemlos ablaufen kann, sollten nicht nur die Emissionswerte stimmen, sondern auch die Lagerbehälter sicher installiert sein. Denn das am 5. Januar 2018 in Kraft getretene Hochwasserschutzgesetz II schreibt vor, wie neue Heizöltanks ab sofort zu sichern sind und welche Nachrüstpflichten für Bestandsgebäude gelten. Und die "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (AwSV) des Bundesumweltministeriums regelt die Prüfpflichten für die Lagerung von extra leichtem Heizöl (Heizöl EL). Es seien sowohl einmalige als auch wiederkehrende Prüfungen durch Sachverständige vorgeschrieben, erklärt hierzu das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO).

Die Pflichten für Bauherren und Immobilienbesitzer hängen im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Wichtig ist zum einen der Standort: Steht die Immobilie innerhalb oder außerhalb eines Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebietes? Das sollten Eigentümer bei der zuständigen Behörde in Erfahrung bringen. Und: Ist die Tankanlage ober- oder unterirdisch aufgestellt? Wichtig zu wissen: Als oberirdisch gilt auch die Aufstellung im Keller. Lediglich wenn die Tanks teilweise oder ganz von Erdreich umgeben sind, werden sie als unterirdisch eingestuft.

Jeder Heizöltank, der zum Stichtag 5. Januar 2018 in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet bereits installiert war, muss bis zum 5. Januar 2023 vor Hochwasser geschützt werden. Darauf verweist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Was bedeutet das für Hausbesitzer? "Entweder muss der Aufstellraum gegen eindringendes Wasser gesichert oder der Tank so fest verankert sein, dass eindringendes Wasser ihn nicht anheben kann." In Gebieten, die als "überschwemmungsgefährdet" eingestuft sind, gilt eine um zehn Jahre längere Frist.

Nach der Installation der Tanks geht die Sorgfaltspflicht weiter. "Es gilt eine wiederkehrende Prüfpflicht für alle unterirdischen Tanks, für oberirdische Anlagen größer als 1.000 Liter in Schutzgebieten sowie für alle Tanks mit mehr als 10.000 Litern Volumen", betont das IWO. Beispiel: Der Eigentümer eines Einfamilienhauses, der außerhalb eines Schutzgebietes wohnt, hat bei Zugehörigkeit zur Gruppe B (1.000 bis 10.000 Liter oberirdisches Lagervolumen) bei der Inbetriebnahme der Anlage oder bei wesentlichen Änderungen den Zustand der Heizöltanks überprüfen zu lassen. Steht das Eigenheim innerhalb einer Schutzzone, kommt noch die wiederkehrende Prüfung im Fünf-Jahres-Rhythmus hinzu.

Relevant sind die neuen Vorschriften vor allem für Besitzer oder Käufer von Bestandsimmobilien. Denn Heizöllagerbehälter aus Kunststoffen "sind für einen sicheren Betrieb von 30 Jahren, dem Zeitraum der Produkthaftung, ausgelegt", erklärt der Bundesverband Lagerbehälter, der schätzt, dass in Deutschland mindestens 2,6 Millionen Heizöl-Tankanlagen betrieben werden, die bereits mehr als 30 Jahre Laufzeit hinter sich haben. "Zuzüglich einer Million Tanks, welche auf jeden Fall schon die 40 Jahre überschritten haben", wie Wolfram Krause vom Bundesverband ergänzt.


Redaktion: Joachim Hoffmann