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Studien halten Preiskorrekturen auf dem Immobilienmarkt für möglich

Der Immobilienboom international und in Deutschland könnte sich aktuellen Untersuchungen zum Immobilienmarkt zufolge dem Ende neigen. München und Frankfurt am Main gehören laut Experten zu den Städten mit Gefahr einer Immobilienblase.

Frankfurt und München: Experten sehen Preisübertreibungen

Frankfurt und München: Experten sehen Preisübertreibungen

(München, 04.10.2019) Seit Jahren steigen die Immobilienpreise an. Schon seit Längerem sieht die Deutsche Bundesbank in Teilen Übertreibungen am Immobilienmarkt. Der neueste "Globale Immobilienblasen-Index" der Schweizer Großbank UBS sieht weltweit sieben gefährdete Großstädte, darunter zwei deutsche Metropolen: München und Frankfurt am Main. Weitere Hotspots sind Paris und Amsterdam, außerhalb Europas Hong Kong, Vancouver und Toronto.

Insgesamt stellen die Autoren der Studie weltweit zwar eine Abkühlung am Immobilienmarkt fest. Doch gebe es immer noch Citys mit Übertreibungen. So trage das Niedrigzinsniveau in Teilen der Eurozone dazu bei, dass die Immobilienbewertungen das Blasenrisiko erreichen, gibt Mark Haefele, Chief Investment Officer des UBS Global Wealth Management, zu bedenken.

Verglichen mit Hong Kong, wo eine ausgebildete Fachkraft im Dienstleistungssektor 21 Jahreseinkommen für den Kauf einer Immobilie aufbringen muss, stehen München (8 Jahreseinkommen) und Franfurt (6) zwar vergleichsweise gut da. Anders sieht es jedoch aus beim Verhältnis von Miete zu Kaufpreis. In München brauche es 37 Jahresmieten, um den Kaufpreis zu erwirtschaften.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft IW Köln erkennt für Deutschland aufgrund neuester Erhebungen den Anfang vom Ende des Immobilienbooms. Zwar sei die Geschäftslage der deutschen nach wie vor sehr gut, doch "die Erwartungen der Immobilienunternehmen drehen ins Minus", erklärt das Institut. Das Immobilienklima sei nun dreimal in Folge gesunken. "Der Abschwung hat demnach begonnen." Damit folge der Immobilienmarkt der Gesamtstimmung der deutschen Wirtschaft nach dem Ifo-Geschäftsklima-Index.


Redaktion: Joachim Hoffmann