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Rauchmelder: Neue Regeln in mehreren Bundesländern

In Berlin sind Rauchmelder seit Januar 2017 in Neubauten Pflicht, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen auch in bestehenden Wohnungen. Welche aktuellen Änderungen und Übergangsfristen Käufer und Eigentümer beachten sollten.

In Berlin sind seit Januar 2017 wie in vielen anderen Bundesländern Rauchmelder in Neubauten Pflicht - bis 31. Dezember 2020 müssen auch bestehende Wohnungen ausgestattet sein.

(München, 03.03.2017) Immobilienkäufer und Eigentümer müssen neue Regeln bei Rauchwarnmeldern in mehreren Bundesländern beachten. Seit Januar 2017 sind diese in Berlin für Wohnungen in allen Neubauten Pflicht – viele andere Bundesländer haben bereits entsprechende Vorschriften. Für bestehende Wohnungen gelten aber je nach Bundesland noch Übergangsfristen. Hier ein kleiner Überblick:

Seit dem ersten Januar 2017 sind Rauchmelder im Saarland und in Nordrhein-Westfalen in bestehenden Wohnungen und Wohnhäusern Pflicht. Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, müssen in Wohnungen mindestens je einen Rauchmelder haben.

Bis zum 31. Dezember 2017 müssen Eigentümer auch in Bayern bestehende Wohnungen und Wohnhäuser mit Rauchwarnmeldern entsprechend nachrüsten.

Längere Übergangsfristen gelten für bestehende Wohnungen in Thüringen, Brandenburg und Berlin. So müssen in Thüringen erst bis zum 31. Dezember 2018 Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die als Rettungswege dienen, mit je einem Rauchmelder nachgerüstet werden. In Berlin und Brandenburg haben Eigentümer dafür bis zum 31. Dezember 2020 Zeit. In beiden Bundesländern gilt dabei die Besonderheit, dass Rauchmelder in allen Aufenthaltsräumen – ohne Küchen – eingebaut werden müssen.

Für die Wartung und Betriebsbereitschaft sind je nach Bauordnung der Länder meist die Bewohner oder Mieter zuständig, für den Einbau in der Regel die Eigentümer. Wer seine Wohnung demnächst nachrüsten muss, sollte sich nicht abschrecken lassen. Man findet im Handel zwar Rauchmelder, die etwa 100 Euro kosten, jedoch sind gute Rauchmelder laut Stiftung Warentest bereits ab 20 bis 50 Euro erhältlich. Mit einer im Test von den Herstellern angegebene Einsatzdauer von mindestens 10 Jahren zahlt man als Mieter also nur 2 Euro pro Jahr. Als Vorteile der langen Lebensdauer führt Stiftung Warentest das Ausbleiben von schrillen Piepstönen an, die bevorzugt mitten in der Nacht eine leere Batterie signalisieren. Das bleibt den Käufern von Rauchmeldern mit einer längeren Lebensdauer erspart.


Redaktion: Sharon Schießler