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Sanierung: Am häufigsten wird die Heizung modernisiert

Die meisten Hauseigentümer setzen bei der energetischen Sanierung auf die Erneuerung der Heizungsanlage. Sie profitieren dabei nicht nur von geringeren Energiekosten, sondern auch von staatlichen Fördermitteln.

Thermostat einer Heizung

(München, 08.08.2016) Wenn Hausbesitzer ihr Eigenheim modernisieren, ist der Austausch veralteter Heizungsanlagen gegen eine moderne und effiziente Heizung die beliebteste Maßnahme. Das berichtet die Initiative Zukunft Erdgas unter Berufung auf eine Auswertung der aktuellen Förderstatistik der staatlichen KfW-Förderbank. Der Auswertung zufolge bauten im vergangenen Jahr vier von zehn Bauherren im Rahmen der Modernisierung eine neue Heizungsanlage ein. Damit belegt diese Maßnahme den ersten Rang vor dem Anbringen einer Wärmeschutzverglasung (35 Prozent) und der Wärmedämmung des Daches (15 Prozent).

Immerhin können nach Aussage der Erdgas-Initiative Hauseigentümer mit dem Wechsel auf eine neue Brennwertheizung den Energieverbrauch um fast ein Drittel reduzieren, was je nach Größe und Zustand des Gebäudes eine jährliche Einsparung bei den Energiekosten um rund 700 Euro bringen kann. "Energiesparen beginnt im Heizungskeller", so das Fazit von Michael Oppermann, Pressesprecher der Initiative Zukunft Erdgas.

Neben der Ersparnis beim Verbrauch können Hauseigentümer bei der Sanierung ihrer Heizungsanlage von staatlichen Fördermitteln profitieren. So gewährt die KfW-Förderbank im Rahmen ihres Förderprogramms "Energieeffizient Sanieren" einen Investitionszuschuss für das Heizungs- und Lüftungspaket. Wer seine ineffiziente Altanlage gegen eine moderne Heizung austauscht und die Einstellung optimieren lässt, kann 15 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu einer Obergrenze von 7.500 Euro pro Wohneinheit erstattet bekommen.

Zusätzliche Zuschüsse können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, wenn Solarenergie, Wärmepumpen oder Pelletheizungen zum Einsatz kommen. Bei der Erstinstallation von Solarkollektoranlagen für die Heizungsunterstützung beträgt die Förderung bis zu einer Kollektorfläche von 40 Quadratmetern 140 Euro je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche, mindestens jedoch 2.000 Euro. Bei wasserführenden Pelletheizungen liegen die BAFA-Zuschüsse je nach Ausführung zwischen 2.000 und 3.500 Euro, bei förderfähigen Wärmepumpen zwischen 1.500 und 4.500 Euro.


Redaktion: Thomas Hammer