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Sanierung: Bundeswirtschaftsministerium fördert Heizungsoptimierung

Immobilienbesitzer profitieren bei der Sanierung ihrer Heizung seit August von einem neuen Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums. Damit reagiert der Staat auch auf den Trend zum Energiesparen beim Bauen.

Sanierung der Heizung: Eigenheimbesitzer können Fördermittel nutzen.

Sanierung der Heizung: Eigenheimbesitzer können Fördermittel nutzen.

(München, 01.09.2016) Bei etwa 75 Prozent aller Heizungen in Deutschland lässt die veraltete Technik und nicht aufeinander abgestimmte Anlagenteile den Energieverbrauch beim Heizen in die Höhe schnellen. Viele Hausbesitzer schrecken vor einer Sanierung zurück, weil sie hohe Kosten scheuen. Diese Sorge ist oft jedoch unbegründet: Mit relativ geringen Investitionen kann die Effizienz einer Heizung deutlich verbessert und somit langfristig gespart werden. "Der Einbau einer neuen Pumpe kostet im Einfamilienhaus rund 350 Euro, sorgt aber für eine jährliche Ersparnis von bis zu 150 Euro", erklärt Michael Herma, Geschäftsführer des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ).

Zudem können Immobilienbesitzer jetzt über die neu eingeführte Förderung bei der Sanierung ihrer Heizungsanlage und beim Einbau effizienter Pumpen mit 30 Prozent der verauslagten Kosten bezuschusst werden. "Durch den Zuschuss amortisiert sich der Pumpentausch noch schneller als bisher", so Herma. Die Förderung wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt.

Nicht grundlos fördert der Staat den Wechsel von mindestens zwei Jahre alten Heizungspumpen zu Hocheffizienzpumpen: Mit den aktuellen Modellen lässt sich bis zu 80 Prozent Energie einsparen, so das VdZ. Auch weitere Investitionen in energiesparende Technologien, wie voreinstellbare Thermostatventile, moderne Pufferspeicher oder Strangventile, intelligente Regelungen sowie die professionelle Einstellung der Heizkurve, werden mit 30 Prozent bezuschusst. "Experten empfehlen, den Einbau einer neuen Heizungspumpe mit diesen Maßnahmen zu kombinieren. Das reduziert den jährlichen Energieverbrauch erheblich und sorgt durch eine Abstimmung der einzelnen Anlagenkomponenten für gleichmäßig warme Räume", erklärt der VdZ.

Auch beim Thema Bauen spielt Energieeffizienz derzeit eine wichtige Rolle. Wie im vergangenen Jahr steht auch 2016 für jeden zweiten deutschen Architekten fest, dass Energieeffizienz und Energieeinsparung der dominierende Branchentrend dieses Jahres sein wird, heißt es in einer Mitteilung der BauInfoConsult. Die Befragung von 180 deutschen Architekten ist Teil der Jahresanalyse 2016/2017, einer Branchenstudie zum deutschen Baugeschehen von BauInfoConsult. Hier steht für über die Hälfte der Befragten die Energieeinsparung unangefochten an erster Stelle der aktuellen Trends. 27 Prozent sehen auch das artverwandte Thema, die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV), mit ihren schärferen Bestimmungen als zentralen Punkt. Insgesamt 36 Prozent der Bauexperten stellen dieses Mal auch den Aspekt der Nachhaltigkeit in den Vordergrund.


Redaktion: Sharon Schießler