News

Schutz gegen Einbrüche: Sicherheit ist gefragt

Die Zahl der Einbrüche ist gestiegen. Zahlreiche Hausbesitzer haben in Sicherheitsmaßnahmen investiert und fühlen sich daher trotzdem sicher. Das ergab eine Befragung von Wohneigentümern.

Einbrüche: Die meisten fühlen sich zuhause sicher.

Einbrüche: Die meisten fühlen sich zuhause sicher.

(München, 11.07.2016) Immer mehr Einbrüche in Deutschland - im Schnitt wird täglich mehr als 19-mal pro Stunde eingebrochen. Im Jahr 2015 gab es laut polizeilicher Kriminalstatistik insgesamt 167.136 gemeldete Wohnungseinbruchdiebstähle - ein Anstieg von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da verwundert es kaum, dass 53 Prozent der Umfrageteilnehmer angaben, dass bei ihnen im vergangenen Jahr in der Nachbarschaft eingebrochen wurde. 13 Prozent der Befragten waren sogar selbst schon einmal Opfer eines Einbruchs. Im Rahmen der Sicherheitsumfrage vom Verband Wohneigentum und der Firma Abus wurden 1.894 Hauseigentümer, die Mitglied im Verband Wohneigentum sind, mit Hilfe eines Online- und Papierfragebogen befragt.

Trotz der hohen Zahl von Einbrüchen fühlen sich 92 Prozent der Befragten in ihrem eigenen Heim sicher. Der Hersteller von Sicherheitstechnik Abus vermutet, dass diese positive Haltung damit zusammenhängt, dass 72 Prozent der Befragten angaben, bereits Sicherungsmaßnahmen ergriffen zu haben - etwa für Haus-, Balkon- oder Terrassentüren, Fenster und Nebeneingänge. Geht es um Informationen rund um das Thema Einbruchsicherheit, genießt die Polizei großes Vertrauen. So gaben 80 Prozent der Befragten an, sich bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen Rat holen zu wollen. Immerhin 57 Prozent setzen auf die Kompetenz des Sicherheitsfachhandels und 34 Prozent vertrauen Informationen aus dem Internet. Mehrfachnennungen waren dabei möglich. Fast jeder vierte der befragten Eigenheimbesitzer (22 Prozent) hat bereits einen Sicherheitscheck seiner vier Wände durchführen lassen. "Die Befragten zeigen eine hohe Sensibilität in Bezug auf das Thema Einbruchschutz. Das ist gut so, denn nur wer sich mit dem Thema beschäftigt, kann auch die für sich passenden Schlüsse ziehen und entsprechend handeln", resümiert Michael Bräuer, Marketing Direktor bei Abus.

Allerdings ist es mit der Investitionsbereitschaft der Befragten nicht allzu üppig bestellt. Rund jeder dritte Eigenheimbesitzer ist bereit, 500 bis 1.000 Euro für konkrete Maßnahmen in die Hand zu nehmen. Eine Investitionsbereitschaft von mehr als 1.500 Euro gaben lediglich 28 Prozent der Befragten an.

Trotz der erhöhten Einbruchszahlen herrscht bei vielen Deutschen ein lockerer Umgang mit Bargeld, das zu Hause gehortet wird. 42 Prozent der Bürger lagern Cash in den eigenen vier Wänden, durchschnittlich werden zuhause 1.115 Euro bar verwahrt. Das ergab eine Studie des Versicherungsportals www.knip.de.

Für die Untersuchung wurden bundesweit 1.080 Verbraucher befragt. Bei der Wahl ihres Geld-Verstecks sind die Deutschen laut Studie wenig kreativ. Jeder vierte Sparer lagert Banknoten im Kühlschrank (24 Prozent), im Kleiderschrank (11 Prozent), in Bett oder Matratze (10 Prozent) und in Vorratsdosen in der Küche (9 Prozent).

Häusliche Geldverstecke pflegen nicht nur Senioren (46 Prozent), sondern auch junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren. Unter den jungen Befragten bewahrt fast jeder Zweite (47 Prozent) erhebliche Summen zuhause auf.

Beim Umgang mit Geldgeheimnissen gehen Frauen und Männer offenbar unterschiedlich vor: Während zwei Drittel der Männer (62 Prozent) eine Partnerin oder Vertrauensperson in ihr Geheimnis einweihen, behält die Mehrheit der Frauen (52 Prozent) den Ort des versteckten Geldes lieber für sich.

Wer in den Einbruchschutz investieren will, kann dafür Fördermittel der staatlichen Förderbank KfW nutzen. Im Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" werden Kredite und Zuschüsse angeboten. So steht ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit bei einer Kombination von Maßnahmen zur Barrierereduzierung und Einbruchschutz zur Verfügung, ein Zuschuss bis 1.500 Euro ausschließlich für Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen.


Redaktion: Joachim Hoffmann