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Smart Home wird immer beliebter

Das Interesse an Smart Home ist groß, auch wenn der ganz große Boom noch auf sich warten lässt. Einer aktuellen Studie zufolge versprechen sich viele Verbraucher von der smarten Technologie mehr Wohnkomfort und Sicherheit. Es gibt aber auch Bedenken beim Datenschutz.

Smart Home: Verbraucher haben großes Interesse.

Smart Home: Verbraucher haben großes Interesse.

(München, 02.05.2018) Smart Home ist Trend: Etwa jeder fünfte Eigenheimbesitzer in Deutschland nutzt Smart-Home-Produkte, um Wohnkomfort und Sicherheit zu erhöhen oder den Energieverbrauch zu senken. Das ergab eine aktuelle Marktstudie des Beratungsunternehmens Deloitte. Am höchsten ist der Anteil an Smart-Home-Nutzern mit 22 Prozent bei Hauseigentümern, während er bei Wohnungseigentümern mit 19 Prozent etwas niedriger ausfällt. Von den Wohnungsmietern nutzen nur 12 Prozent die digitalen Helfer bei der Haustechnik.

Als Grund für den Kauf von Produkten für Smart Home nennt mehr als die Hälfte der Befragten die Erhöhung des Wohnkomforts, 49 Prozent wollen damit die Sicherheit des Eigenheims verbessern. An dritter Stelle rangiert mit 38 Prozent der möglichen Mehrfachnennungen die Senkung der Heizkosten. Allerdings gibt es auch noch Vorbehalte: Vier von zehn Umfrageteilnehmern halten die Produkte noch für zu teuer, und ein Drittel hat Bedenken bei Datenschutz und -sicherheit.

Die Skepsis gegenüber dem Umgang mit persönlichen Daten bestätigt auch eine Leserumfrage der Stiftung Warentest. Knapp 30 Prozent der Umfrageteilnehmer standen dem Thema Smart Home ablehnend oder skeptisch gegenüber. Wichtigster Grund dafür waren Bedenken hinsichtlich der Speicherung persönlicher Daten. "Diese Skepsis ist gesund", meinen die Experten der Stiftung Warentest. Immerhin seien die Prüfer in Tests auf Alarmanlagen mit unzureichendem Schutz gegen Hackerangriffe und WLAN-Kameras mit Sicherheitslücken bei der Videoübertragung gestoßen.

Gering ist der Deloitte-Studie zufolge auch die Bereitschaft, die Nutzungsdaten mit dem Smart-Home-Anbieter zu teilen: Nur einer von sieben Befragten ist grundsätzlich zur Weitergabe von Daten bereit.

Trotz dieser Vorbehalte sehen die Marktforscher Smart Home im Aufwind, wenngleich sich der Markt noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet. "Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht," sagt Gunther Wagner, Direktor für Technologie bei Deloitte. Wichtig für den weiteren Markterfolg sei vor allem die Verbesserung des Datenschutzes, so Wagner: "Hier müssen vor allem die Internetunternehmen Vertrauen schaffen."


Redaktion: Thomas Hammer

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