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Smart Home: Wunsch nach mehr Energieeffizienz und Sicherheit

Beim Kauf von Smart-Home-Produkten steht für viele Nutzer neben der Verbesserung der Energieeffizienz auch der Schutz des Eigenheims im Fokus. Doch Experten warnen vor gefährlichen Lücken.

Smart-Home: Intelligente Haustechnik hilft zum Beispiel beim Energiesparen.

Smart Home: Intelligente Haustechnik hilft zum Beispiel beim Energiesparen.

(München, 29.12.2016) Die intelligente Steuerung von technischen Funktionen im Eigenheim, unter dem Begriff "Smart Home" zusammengefasst, kommt immer mehr in Mode. Eine wachsende Zahl an Eigenheimbesitzern nutzt so genannte Smart-Home-Produkte, um die Heizung und andere technische Einrichtungen im Haus zu automatisieren oder aus der Ferne per Smartphone-App zu steuern.

Wichtigste Motivation für den Einsatz intelligenter Haustechnik im Smart Home sei die Verbesserung der Energieeffizienz, berichtet die LBS Bausparkasse unter Berufung auf die Ergebnisse einer GfK-Studie. Demnach ist die Einsparung von Energie für 51 Prozent der Smart-Home-Nutzer der Hauptgrund für den Einsatz digitaler Technik im Haus. "Erhebliches Einsparpotenzial bieten zum Beispiel Heizthermostate, die die Temperatur einzelner Räume regeln, oder intelligente Stromzähler", berichtet Sabine Schmitt von der LBS.

Jeweils gut ein Drittel wollen aus der Ferne oder mit automatisierten Abläufen ihre Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Trockner steuern. Knapp die Hälfte der Befragten hat beim Einsatz von Smart-Home-Produkten die Sicherheit in Form von Überwachung, Alarmsystemen und Einbruchsprävention im Blick.

Doch gerade bei der Sicherheit können Smart-Home-Lösungen auch zum Risikofaktor werden, warnt das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). "Noch immer hängen unzählige Überwachungskameras am Netz, die ihre Bilder nicht nur dem Besitzer, sondern jedem interessierten Internet-Nutzer zur Verfügung stellen", führen die Datenschützer als Beispiel an.

Verantwortlich für Sicherheitslücken sind nicht nur offene Hintertüren bei manchen Produkten fürs Smart Home, sondern auch Nachlässigkeiten bei Installation und Verwaltung. Das ULD empfiehlt nicht nur die Wahl sicherer Passwörter, sondern auch die Überprüfung des gesamten Heimnetzwerks auf mögliche Sicherheitsprobleme. Nach der Ersteinrichtung gelte es, die Software der eingesetzten Geräte stets auf dem aktuellen Stand zu halten, empfehlen die ULD-Sicherheitsexperten: "Um Hinweise auf Updates und etwaige Sicherheitslücken nicht zu verpassen, ist es notwendig, die Hersteller-Webseite fortan regelmäßig zu besuchen und Updates einzuspielen."


Redaktion: Thomas Hammer