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So ist die Immobilie im Winter gut gerüstet

Immobilienbesitzer sollten im Winter klug handeln, um Schäden zu vermeiden. Eingefrorene Wasserleitungen, Schimmel oder eine feuchte Wärmedämmung sind Gift für jede Immobile. Wenn der Schnee plötzlich über Nacht gekommen ist, sind Sofortmaßnahmen notwendig.

Immobilie winterfest: Besondere Aufmerksamkeit sollte der Heizung gelten.

Immobilie winterfest: Besondere Aufmerksamkeit sollte der Heizung gelten.

(München, 16.01.2017) Schneeverwehungen an Häuserwänden und weiße Dächer sehen von außen zwar schön aus, aber sie können der Bausubstanz der Immobilie schaden. So rät der Verband Privater Bauherren (VPB) in einer aktuellen Mitteilung, im Winter rasch zu handeln. Der Schnee sollte umgehend aus Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren entfernt werden, damit kein Tauwasser durch die Türen ins Haus läuft oder das Mauerwerk durchfeuchtet. Schwieriger gestaltet sich die Beseitigung des Schnees auf dem Dach. Hinzugezogene Experten wissen, wie die Wärmedämmung einer Immobilie trocken bleibt und vor Schimmel bewahrt wird. Im Außenbereich muss darüber hinaus die Beleuchtung gewartet werden, denn Licht sorgt für Sicherheit und Halt auf vereisten Böden. Auch im Garten empfiehlt sich eine Kontrolle. Sind Äste abgebrochen, die beim nächsten Sturm Schäden anrichten können? Halten die Bäume den Schneelasten stand?

Besondere Aufmerksamkeit erfordert der Heizbetrieb. Der VPB nennt als wichtigste Regel, die Immobilie immer ausreichend zu heizen. Es mag an Energieverschwendung grenzen, die Räume auch bei Abwesenheit, zum Beispiel im Winterurlaub, warm zu halten. Doch die Thermostate sollten immer auf mindestens 16 Grad stehen, um die Immobilie vor teuren Frostschäden zu bewahren. Denn bei abgestellter Heizung sinkt die Temperatur im Keller und im möglicherweise ungedämmten Dachgeschoss zu stark ab, und ungeschützte Wasserleitungen drohen einzufrieren. Während der Frostperiode lohnen sich Kontrollgänge im Innen- und Außenbereich. Sind bei Minusgraden immer alle Kellerfenster geschlossen? Eine Ausnahme gibt es für Kaminbesitzer: Wird die Sauerstoffzufuhr über ein offenes Kellerfenster gesichert, sollten Eigenheimbesitzer das Fenster nicht schließen, sondern auf die Expertise ihres Schornsteinfegers zählen.

Mit Einbruch des Winters stellen sich Eigentümer und Mieter einer Immobilie auch oft die Fragen, wer für das Räumen und Streuen verantwortlich ist und wer für etwaige Schäden aufkommt. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind für die Schnee- und Eisbeseitigung und die Reinigung der Gehwege in der Regel die Eigentümer der anliegenden Grundstücke verantwortlich. Diese übertragen die Pflicht aber oftmals per Mietvertrag auf die Mieter, die dann gegebenenfalls bei entsprechenden Wetterverhältnissen turnusmäßig den Bürgersteig und die Wege auf dem Grundstück von Schnee und Eis befreien müssen. Wann die Gehwege geräumt werden und wann gestreut werden muss, wird von den jeweiligen Kommunen festgeschrieben. In jeder Kommune gelten andere Streu- und Räumpflichten, Grundstückseigentümer und Mieter müssen sich gut informieren.


Redaktion: Kathrin Schubert