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So sicher sind Ersparnisse

Wer den Bau oder Kauf einer Immobilie anstrebt, hat in der Regel einiges Geld auf der hohen Kante. Doch wie sicher sind die Ersparnisse, falls die Bank in Schieflage gerät? Dank der gesetzlichen Einlagensicherung besteht für die meisten kein Grund zur Sorge.

Wie sicher sind Ersparnisse?

(München, 04.02.2016) Wenn Bankkunden in der letzten Zeit in ihren Briefkasten schauten, fanden sie oft ein Schreiben ihrer Bank vor, das sie über die gesetzliche Einlagensicherung informiert. Kein Grund zur Panik, so der Bundesverband deutscher Banken, der für die privaten Banken in Deutschland spricht: "Grund für die Zusendung ist nicht etwa eine Änderung des Schutzniveaus, Banken sind lediglich seit diesem Jahr gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden einmal jährlich über die gesetzliche Einlagensicherung zu informieren."

Die Kundenmitteilung enthält grundsätzliche Informationen über das für die Bank zuständige Einlagensicherungssystem. Aufgeführt wird zunächst die Sicherungsobergrenze. Diese liegt bei 100.000 Euro pro Person (in Ausnahmefällen bei 500.000 Euro), bei Gemeinschaftskonten, etwa von Eheleuten, sind 200.000 Euro abgesichert. Bis zu dieser Höhe garantiert der Staat bei einer Bankenpleite die Erstattung von Guthaben in bestimmter Form. "Dies sind zum Beispiel Tagesgelder, Festgelder, Sparbücher und viele Sparverträge, nicht aber Aktien oder Anleihen", erklärt der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Seit Juli 2015 haben es Sparer einfacher, im Falle eines Falles, also wenn die Einlagensicherung einspringen muss, an ihre Ersparnisse zu kommen. Sie werden automatisch entschädigt, ohne eigens einen Antrag stellen zu müssen. Momentan ist das Geld spätestens nach 20 Tagen wieder verfügbar, ab dem 1. Juni 2016 sogar schon nach sieben Tagen. Zudem werden jetzt auch Guthaben in Nicht-EU-Währungen, also zum Beispiel Franken oder Dollar, erstattet - allerdings werden die Beträge in Euro umgerechnet. Auch Einlagen, die wegen höherer Zinsen bei einer ausländischen Bank deponiert wurden, werden jetzt über das deutsche Sicherungssystem entschädigt.

In den nächsten Jahren soll die Einlagensicherung noch stärker auf EU-Ebene geregelt werden. Die Umsetzung wird jedoch noch einige Jahre in Anspruch nehmen und ist auf Grund der unterschiedlichen Interessenlage der Mitgliedsländer umstritten.


Redaktion: Britta Barlage