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Warmwasser-Solaranlage: Staatliche Zuschüsse helfen beim Finanzieren

Wer eine thermische Solaranlage finanzieren möchte, muss anders kalkulieren als bei einer stromerzeugenden Photovoltaik-Anlage. Während Bauherren beim Finanzieren stromproduzierender Solaranlagen oft zinsverbilligte Kredite der staatlichen Förderbank KfW einsetzen, ist bei der Installation einer thermischen Solaranlage das finanzierende Geldinstitut häufig die Hausbank. Wer als Eigenheimbesitzer die notwendigen Einkommensreserven für die Zahlung der monatlichen Raten mitbringt, kann aber trotz teilweiser Kreditfinanzierung der Solaranlage unterm Strich langfristig ein Plus verbuchen. Ausschlaggebend dafür sind mehrere Gründe:

-Staatliche Zuschüsse. Es gibt Unterstützung von Vater Staat – und zwar ganz direkt. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Bis Jahresende gibt es pro Quadratmeter Kollektorfläche einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 120 Euro, ab Anfang 2012 sinkt der Zuschuss auf 90 Euro pro Quadratmeter. Voraussetzung ist, dass die Kollektorfläche mindestens 7,0 Quadratmeter bei Röhrenkollektoren oder 9,0 Quadratmeter bei Flachkollektoren beträgt, ein ausreichend großer Pufferspeicher installiert wird, die Anlage sowohl der Warmwasserbereitung wie auch der Heizungsunterstützung dient und das Haus vor dem 1.1.2009 fertiggestellt worden ist.

-Günstiger Anschaffungspreis. Während die Investitionskosten bei einer Photovoltaik-Anlage häufig bei rund 10.000 Euro liegen, kann eine thermische Solaranlage schon für die Hälfte des Geldes installiert werden.

-Heizkostenersparnis. Bei fachgerechter Auslegung und Installation können sich die Investitionskosten für thermische Solaranlagen über die eingesparten Öl- oder Gaskosten im Lauf von rund zehn Jahren amortisieren. Danach liefert die Anlage praktisch Wärme zum Nulltarif. Wird die Solaranlage fremdfinanziert, dauert die Amortisation etwas länger, weil auch die Zinsen berücksichtigt werden müssen.

Damit lohnt es sich in den allermeisten Fällen, eine Solaranlage für die Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung zu installieren. Selbst kleine Anlagen, die nur der Warmwasserbereitung dienen und daher nicht mit Zuschüssen gefördert werden, machen sich in überschaubaren Zeiträumen bezahlt.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 20.05.2011