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Strompreisanstieg erwartet

Die Energiewende treibt die Stromkosten für Verbraucher auch im nächsten Jahr in die Höhe. Die Kosten für die Nutzung der Stromnetze werden zum Jahreswechsel bundesweit um durchschnittlich 3,9 Prozent steigen, wie das Verbraucherportal Verivox ermittelt hat. Bauherren können die Installation einer Photovoltaikanlage prüfen und die günstigen Förderkonditionen der KfW-Bank nutzen.

Photovoltaik

(München, 11.11.2015) Bei den Stromkosten gibt es nach den Berechnungen von Verivox große regionale Schwankungen von Bundesland zu Bundesland. Am stärksten fällt zum Beispiel die Erhöhung mit durchschnittlich 7,7 Prozent in Baden-Württemberg aus; das entspricht in einem Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) jährlichen Mehrkosten von etwa 20 Euro. Aber auch innerhalb der Länder gibt es großes Gefälle. Während die Netzkosten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart deutlich sinken, steigen sie in anderen Landesteilen um rund 16 Prozent.

Die Gründe für den erneuten Anstieg sind vielfältig. "Im Zuge der Energiewende müssen die Netzbetreiber immer häufiger eingreifen, um die Stabilität der Netze zu gewährleisten und Engpässe zu vermeiden", erläutert Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung von Verivox. "Zusätzliche Kosten entstehen dabei durch kurzfristige Änderungen des Kraftwerkseinsatzes, für die die Betreiber entsprechend entschädigt werden."

Bauherren und Hausbesitzer, die etwa eine Umschuldung planen, können die Anschaffung einer Photovoltaikanlage überlegen. Zwar ist die Einspeisevergütung in den letzten Jahren deutlich gesunken, doch mit einem optimierten Eigenverbrauch des Solarstroms lässt sich Netzstrom und Geld sparen. Außerdem sind die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage geringer geworden. Zudem gibt es von der KfW-Bank Darlehen mit niedriger Verzinsung, im Programm 274 (Erneuerbare Energien - Photovoltaik) und über das KfW-Programm 275 (Erneuerbare Energien - Speicher). Allerdings läuft die KfW-Speicherförderung nach jetzigem Stand zum 31.12.2015 aus.


Redaktion: Franziska Buß