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Trotz Corona: vdp-Index zeigt ungebrochenen Anstieg der Immobilienpreise

Auch im dritten Quartal 2020 sind die Preise für Wohnimmobilien weiter gestiegen. Allerdings ist die Preiskurve in den Metropolen flacher als im Umland - ein Trend, der sich bereits vor Corona abgezeichnet hat.

Der Immobilienmarkt trotzt der Corona-Krise und Immobilienpreise steigen weiterhin an.

(München, 19. November 2020) Von Krise keine Spur: Trotz Corona-Pandemie sind die Preise für Wohnimmobilien auf einen neuen Höchststand geklettert. Das berichtet der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), der in regelmäßigen Abständen den vdp-Immobilienpreisindex errechnet. Dessen Datenbasis liefern die im Verband organisierten Banken, die bei der Immobilienfinanzierung Informationen zu Kaufpreis, Größe, Baujahr und Lage erheben.

Im dritten Quartal 2020 stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bundesweit um durchschnittlich 7,1 Prozent. Dabei setze sich der schon vor dem Ausbruch der Pandemie erkennbare Trend fort, dass in ländlichen Regionen und im Umland der Ballungsräume die Preise stärker steigen als in den Metropolen, berichtet vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt und verweist auf die Preisentwicklung in den sieben größten deutschen Städten. Dort haben sich Wohnimmobilien nur um 3,8 Prozent verteuert. "Insgesamt konnte die COVID 19-Pandemie die seit zehneinhalb Jahren anhaltende Aufwärtsentwicklung bei den Immobilienpreisen bislang nicht stoppen," so Tolckmitts Einschätzung des Marktes.

Auch die Marktanalysten des Maklerunternehmens Engel & Völkers beobachten eine stabile Entwicklung des Immobilienmarktes. Lediglich die Anzahl der Transaktionen sei aufgrund der Pandemieeinschränkungen in diesem Jahr bislang leicht rückläufig, während die Kaufpreise vielerorts weiter gestiegen seien, heißt es in einem aktuellen Marktkommentar.

Für das kommende Jahr erwartet Engel & Völkers weiter steigende Immobilienpreise, wobei die Entwicklung je nach Standort unterschiedlich ausfallen könne. Auch in den Metropolen dürften gemäß dem Marktkommentar trotz der zuletzt abgeflachten Preiskurve die Bewertungen weiter anziehen. Als Grund nennt das Maklerunternehmen die Diskrepanz zwischen der Fertigstellung von Neubauten und der Nachfrage am Immobilienmarkt, die gerade in Ballungsgebieten auch im Jahr 2021 höher als das Angebot sein werde.

Redaktion: Thomas Hammer