News

Umfrage: Mehrheit möchte ein "Smart Home"

Mehr als die Hälfte der Deutschen kann mit dem Begriff "Smart Home" etwas anfangen und denkt über eine Investition in vernetzte Haustechnik nach. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage von ImmobilienScout24. Eine andere Erhebung von Siemens Hausgeräte und dem Zukunftsinstitut, Frankfurt am Main, belegt zudem, dass auch ältere Menschen vernetzten Haushaltsgeräten gegenüber aufgeschlossen sind.

Beim Wohnen ist Smart Home im Trend

(München, 20.10.2015) Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) können sich laut ImmobilienScout24 ganz genau oder zumindest grob etwas unter dem Begriff "Smart Home" vorstellen. 74 Prozent der Befragten hätten bereits in vernetzte Technik investiert oder darüber nachgedacht, das Vorhaben aber noch nicht umgesetzt. Lediglich knapp jeder Vierte habe kein Interesse an dieser Technik.

Im vernetzten Zuhause sind verschiedene Technikfunktionen über eine Datenleitung oder über Funksignale miteinander verknüpft, zum Beispiel Beleuchtung, Rollläden und Jalousien, Heizung oder Multiroom-Beschallung. Auch Haushaltsgeräte wie Backofen, Geschirrspüler und Kühlschrank lassen sich vernetzen. Alle Daten laufen auf einem Server zusammen. Dort werden die Signale ausgewertet und gegebenenfalls in Befehle umgesetzt. Beispiel: Wird ein mit einem Kontakt ausgestattetes Fenster geöffnet, regelt sich der intelligente Thermostat automatisch ab. Via Internet lassen sich die vernetzten Funktionen per App vom Smartphone, Tabletcomputer oder Notebook auch von unterwegs aus steuern. Klingelt die Putzfrau an der Haustür, kann man sie per Knopfdruck ins Haus lassen, auch wenn man selbst noch im Büro sitzt.

Zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen die beiden Umfragen hinsichtlich der Bereitschaft, in ein Smart Home zu investieren. Laut ImmobilienScout24 ist "jedem zweiten Deutschen (56 Prozent) die Anschaffung und Installation noch zu teuer". Tatsächlich liegen High-End-Installationen bei 30.000 bis 50.000 Euro. Es gibt aber auch kleinere Lösungen für 5.000 bis 10.000 Euro. Wer es sich zutraut, kann auch auf Do-it-yourself-Systeme zurückgreifen, die es als Einsteigerpakete schon ab zirka 200 bis 300 Euro gibt.

Die Siemens-Umfrage hat eine solide Investitionsbereitschaft in puncto smarter Technik ermittelt. Auf die Frage der Forscher, ob man bereit sei, für intelligente Haushaltsgeräte mehr auszugeben, erklärten in der Altersgruppe "55 plus" immerhin 44 Prozent, dass sie willens wären, 10 bis 20 Prozent Mehrkosten zu akzeptieren. In der sogenannten Generation "Rush Hour" (36 bis 54 Jahre) waren es 41 Prozent und bei den "Millennials" (16 bis 34 Jahre) 52 Prozent.

Möglichkeiten der Finanzierung größerer Investitionen in "Smart Home" - zum Beispiel im Rahmen einer Modernisierung - sind neben vorhandenem Eigenkapital zum Beispiel Wohn- oder Konsumentenkredite.

Für die Untersuchung von ImmobilienScout24 befragte das Marktforschungsinstitut Innofact 1.039 Personen. Die Befragung wurde im August 2015 durchgeführt und ist repräsentativ hinsichtlich der Altersgruppe 18 bis 65 Jahren und Geschlecht der Umfrageteilnehmer. Für die Umfrage von Siemens Hausgeräte wurden im Juni 2015 in einer bundesweiten repräsentativen Umfrage 1.049 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt.


Redaktion: Franziska Buß