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Variable, mittel- und langfristige Baudarlehen: Welche Variante ist wann sinnvoll?

Baudarlehen werden in unterschiedlichen Zinsbindungsvarianten angeboten. Was für wen sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einsatzzweck und der individuellen finanziellen Situation ab. Bei Baudarlehen ist die Bandbreite der Angebote groß. Nicht nur bei den Zinsen und Tilgungskonditionen gibt es eine Vielzahl an Varianten, sondern auch bei der Dauer der Sollzinsbindung. Die Spanne der Möglichkeiten reicht dabei vom variabel verzinsten Baudarlehen bis hin zu Langfrist-Baudarlehen mit 15 oder sogar 20 Jahren Zinsbindung. In Abhängigkeit von den Zinsbindungsfristen sind mit den Baudarlehen auch unterschiedliche Zinskonditionen verbunden. In den meisten Marktphasen gilt der Grundsatz: Je kürzer die Zinsbindung, umso niedriger sind die Zinsen. Auch in der aktuellen Niedrigzinsphase macht sich dies bemerkbar. Derzeit liegen die Zinsen für fünfjährige Baudarlehen um gut einen Prozentpunkt niedriger als die Zinsen für Baufinanzierungen mit 15 Jahren Zinsbindung. Dennoch sollten Bauherren nicht allein den Zinssatz betrachten. Ob eine kurz- oder langfristige Finanzierung in Betracht kommt, hängt davon ab, wie sie in die finanzielle Gesamtstrategie integriert werden soll.

Variable Baudarlehen eher selten

Variable Baudarlehen sind in der Praxis eher selten anzutreffen, da sich jede Erhöhung bei den Marktzinsen sofort bei der Höhe der Zins- und Tilgungsrate bemerkbar macht. Als kleinerer Baustein bei der Finanzierung können sie sinnvoll sein, um über wenige Monate hinweg nicht sofort kündbare Eigenkapitalanteile wie beispielsweise Festgelder oder Sparbriefe zwischenzufinanzieren. Vorteil dieser Darlehensform ist, dass mit kurzer Kündigungsfrist jederzeit die volle oder teilweise Rückzahlung des Darlehens möglich ist. Mittelfristige Baudarlehen mit Zinsbindungsfristen zwischen vier und sechs Jahren können in Betracht kommen, wenn aufgrund eines überdurchschnittlichen Einkommens eine besonders schnelle Tilgung erfolgen kann. Auch bietet es sich an, einen Teil der Baufinanzierung nur mittelfristig festzuschreiben, wenn dieser Anteil beispielsweise über variable Gehaltsbestandteile nach dem Auslaufen der Zinsbindungsfrist abgelöst werden kann. Baudarlehen mit langfristiger Zinsbindung fungieren in den meisten Fällen als klassisches Basisdarlehen, weil sie dem Darlehensnehmer über 10, 15 oder sogar 20 Jahre eine sichere Kalkulationsbasis bieten. Je niedriger die Marktzinsen, umso lohnenswerter ist es, eine möglichst lange Zinsbindung zu wählen.

Wie eine Finanzierung konkret ausgestaltet werden kann, lässt sich in einer kostenlosen Beratung bei einem Interhyp-Finanzierungsspezialisten ausarbeiten.

Interhyp AG, 28. August 2013