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Weltverbrauchertag 2017: Neue Fakten zu Wohnkosten in Deutschland

Zum Anlass des heutigen Weltverbrauchertages am 15. März 2017 legte das Statistische Bundesamt im Vorfeld neue Daten für Wohnkosten vor. Wohnen macht den Großteil der Ausgaben aus. Eine weitere aktuelle Studie zeigt: Neben Gesundheit und Familie zählt das Wohnen zu den wichtigsten Dingen im Leben.

Am heutigen Weltverbrauchertag 2017 lohnt sich ein Blick auf die Wohnkosten.

Am heutigen Weltverbrauchertag 2017 lohnt sich ein Blick auf die Wohnkosten.

(München, 15.03.2017) Die Wohnkosten sowie die Ausgaben für Energie und Wohnungsinstandhaltung bildeten im Jahr 2015 weiterhin das Gros der Ausgaben privater Haushalte in Deutschland - zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Auswertung anlässlich des heutigen Weltverbrauchertages. Durchschnittlich flossen 859 Euro pro Monat – und damit 36 Prozent des Konsumbudgets der privaten Haushalte – in diese Ausgabenkategorie.

Außerdem teilte das Statistische Bundesamt mit, dass der Anteil der Wohnkosten mit einer steigenden Größe des Privathaushaltes abnähme: Während Einpersonenhaushalte im Jahr 2015 durchschnittlich 628 Euro (41 Prozent) ihres Konsumbudgets für das Wohnen ausgaben, investierten Zweipersonenhaushalte 961 Euro (35 Prozent). Bei Haushalten mit mehr als vier Personen lag der Ausgabenanteil für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung bei 1.256 Euro, was lediglich 31 Prozent der Pro-Kopf-Ausgaben ausmacht.

Gefolgt von den Wohnkosten als Hauptausgabequelle privater Haushalte ermittelte das Statistische Bundesamt die Bereiche Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent, für Verkehr mit 13 Prozent sowie für Freizeit, Unterhaltung und Kultur mit 11 Prozent des Konsumbudgets. "Im Durchschnitt beliefen sich die monatlichen Konsumausgaben eines privaten Haushalts im Jahr 2015 auf 2 391 Euro", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung anlässlich des Weltverbrauchertags 2017 des Statistischen Bundesamts.

Neben hoher Wohnkosten könnte man außerdem auf eine Investitionsbereitschaft der Deutschen beim Wohnen schließen. So kommt die aktuelle Wohntraumstudie der Interhyp AG zu dem Ergebnis, dass ein schönes Zuhause für die über 2.000 Befragten neben Gesundheit zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört. Erst im Anschluss an das Wohnen folgen für die Befragten Themen wie Familie, Sicherheit im Alter und eine harmonische Partnerschaft. Diese Rangordnung weist erneut auf die Wichtigkeit des Wohnens in der deutschen Gesellschaft hin. Neben dem beliebten Ausstattungsmerkmal eines Balkons beziehungsweise einer Terrasse gehört für jeweils 46 Prozent der Befragten auch eine moderne Einbauküche und ein Garten zum Wohnerlebnis. Nur wenige Deutsche investieren ihr Geld im Bereich Wohnen in Luxusgüter wie Pools (3 Prozent) oder Saunen (2 Prozent).


Redaktion: Sharon Schießler