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Werkswohnungen wieder im Trend?

Die Wohnungsknappheit und das hohe Preisniveau für Immobilien und Mietwohnungen veranlassen viele Unternehmen, Fachkräfte mit Hilfe von speziellen Wohnungsangeboten für sich zu gewinnen. Auch die Bahn springt auf den Zug auf.

Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter mit für sie angemietetem Wohnraum.

Einige Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter mit für sie angemietetem Wohnraum.

(München, 19.09.2019) Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte spielt bezahlbarer Wohnraum eine wichtige Rolle. Unternehmen bemühen sich, neue Kräfte mit Hilfe von Wohnraumangeboten zu locken. So baut die Deutsche Bahn, mit rund 200.000 inländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber Deutschlands, ihr Wohnraum-Konzept für die Beschäftigten aus. Hintergrund ist das Ziel der Bahn, in den nächsten Jahren 100.000 neue Mitarbeitende einzustellen. Als Pilotprojekt sollen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner 74 Wohnungen in München beziehen, einen entsprechenden Vertrag hat die Bahn mit dem Immobiliendienstleister GVG unterzeichnet. "Wir wollen gezielt dort Bedingungen verbessern, wo ein Mangel an verfügbaren oder bezahlbaren Angeboten herrscht", erklärte DB-Personalvorstand Martin Seiler.

In vielen Städten haben Bahnbedienstete zudem "bevorzugten Zugang zu Wohnungen von Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften". Außerdem prüft die Bahn, inwieweit eigene Flächen für den Bau neuer Wohnungen genutzt werden können. Mit dem Angebot an langfristig zu mietenden Wohnungen ergänzt die Bahn ihr bestehendes Angebot an temporär vermieteten Apartments und Wohnheimzimmern, das die Bahn in München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Mainz, Köln und Hamburg für Mitarbeitende bereithält.

Auch viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) verstärken ihre Bemühungen um neue Fachkräfte. Nach einer aktuellen Erhebung von KfW Research bietet mehr als jeder zweite KMU-Arbeitgeber finanzielle Zusatzleistungen: "Jeweils gut ein Fünftel erstattet (zumindest anteilig) Wohn- oder Fahrtkosten, ein Drittel übernimmt Umzugskosten." Auch die Hilfestellung bei der Suche nach einer Wohnung, einem Kitaplatz oder einer Arbeitsstelle für Familienangehörige gehört laut KfW Research inzwischen zum gängigen Repertoire von etlichen KMU. Vor allem städtische Unternehmen engagierten sich, da dort Wohnraum ein knapperes Gut ist als auf dem Land.


Redaktion: Joachim Hoffmann

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