News

Wohnen in der Zukunft: digital und flexibel

Beim Wohnen spielen in Zukunft Digitalisierung, Smart Living sowie der Wunsch nach flexiblen Formen eine große Rolle - zu dieser Erkenntnis kommt die GdW-Studie Wohntrends 2035.

Trends beim Wohnen: Smart Home und weitere Technologien scheinen zunehmend beliebter.

Trends beim Wohnen: Smart Home und weitere Technologien scheinen zunehmend beliebter.

(München, 19.02.2019) Die Digitalisierung wird das Wohnen der Zukunft entscheidend verändern. Das ergab die im Auftrag des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) vom wissenschaftlichen Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung GmbH (InWIS) erstellte Studie "Wohntrends 2035". Axel Gedaschko, Präsident des GdW, erklärte bei der Präsentation der Trendstudie: "Die digitale Revolution ist der Motor für die Zukunft des Wohnens in Deutschland". Nach der letzten Ausgabe der Zukunftsstudie vor fünf Jahren haben sich die Rahmenbedingungen demnach geändert.

Hinsichtlich der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten steigen die Ansprüche der Eigenheimbesitzer und Mieter. "Die Anforderungen an den Vermieter der Zukunft steigen mit der fortschreitenden Digitalisierung weiter. Um die Chancen bestmöglich zu nutzen und den Risiken wirkungsvoll vorzubeugen, brauchen die Wohnungsunternehmen zügig ganzheitliche Digitalisierungsperspektiven", präzisierte der GdW-Chef.

Smartes Leben im Stadtviertel

Bei der Entwicklung und Verbreitung neuer smarter Informations- und Kommunikationstechnologien in Bereichen wie Verkehr, Mobilität und Energie kann die Wohnungswirtschaft eine wichtige Rolle einnehmen. Das betonte auch der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) im Rahmen einer Diskussion über integrierte Quartierslösungen der Energieerzeugung und -einsparung: "Ausschlaggebend sind die Eigentumsverhältnisse, die Baustruktur, das Alter und der Zustand der Gebäude, ebenso wie die Energieinfrastruktur sowie die Möglichkeiten, erneuerbare Energien einzusetzen."

Flexible Wohnformen und Chatbots

Die digitale Kommunikation und Organisation vereinfachen schon jetzt den Dialog zwischen Vermietern und Mietern bei der Wohnungssuche. Apps und Chatbots haben sich in der Wohnungswirtschaft bereits etabliert. Sowohl Interessenten als auch Wohnungsunternehmen sollen von Online-Services Antworten auf ihre Fragen erhalten.

Fragen gibt es viele, denn Wohnen wird vielfältiger: Die Nachfrage nach flexiblen Wohnformen wie Wohnen auf Zeit oder gemeinschaftlichem Wohnen sowie der Wunsch nach Mitgestaltung steigen. Bei anhaltendem Zuzug in die Städte nimmt die Anzahl an kleinen Haushalten zu, Immobilienunternehmen bieten Mikrowohnungen, Tiny-Houses und Serviced-Apartments an. Zusatzausstattungen wie barrierearme Wohnräume sind mittlerweile Normalität und die komfortable digitale Grundausstattung von Innenräumen wird selbstverständlich für Mieter.


Redaktion: Kathrin Schubert