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Wohnkosten machen über ein Drittel des Budgets aus

Laut einer aktuellen Auswertung des Statistischen Bundesamtes betragen die Wohnkosten 35 Prozent der privaten Konsumausgaben. Damit ist das Wohnen der größte Posten im Budget.

Ausgaben fürs Wohnen betragen ein Drittel des Konsums

(München, 14.09.2015) Mit monatlich durchschnittlich 845 Euro für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung gaben die Deutschen im betrachteten Zeitraum deutlich mehr aus als für andere Anschaffungen oder Dienstleistungen. So betrug der Anteil für Lebensmittel und Bekleidung 19 Prozent, der für Verkehr, Post und Telekommunikation 17 Prozent und für Freizeit, Unterhaltung und Kultur 16 Prozent. Für andere Waren und Dienstleistungen, etwa Möbel oder Haushaltsgeräte, gaben die Deutschen noch 14 Prozent des Budgets aus. Insgesamt verwendeten die deutschen Haushalte im Monat durchschnittlich 2.448 Euro für den privaten Konsum. Das Statistische Bundesamt hat diese Auswertung nun auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013 vorgelegt.

Für die Wohnkosten wurden bei Mietern die Kosten für die Miete betrachtet. Bei Eigentümern wurde laut Auskunft des Statistischen Bundesamt eine unterstellte Miete angesetzt, die von den Eigentümern für ihr Haus oder ihre Wohnung gezahlt werden müsste. Dieser fiktive Wert soll der Durchschnittsmiete nach Wohnungsgröße und -ausstattung vergleichbarer Mietwohnungen entsprechen. Dies ermöglicht die gemeinsame Betrachtung der Ausgaben von Mietern und Eigentümern.

Eigentümer müssen in der Regel eine Baufinanzierung abschließen, um einen Kauf zu finanzieren, bringen häufig aber auch Eigenkapital ein. Viele Eigentümer haben eine vormals bestehende Immobilienfinanzierung bereits abbezahlt.


Redaktion: Patrizia Difonzo