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Zinsen: Trendwende vorerst nicht in Sicht

Baugeld bleibt günstig - eine Trendwende hin zu etwas höheren Zinsen ist derzeit nicht absehbar. In einer aktuellen Umfrage unter zehn Kreditinstituten gehen alle Experten von gleichbleibenden Konditionen aus. Mittel- bis langfristig gesehen, halten Analysten jedoch steigende Zinsen für möglich.

Eine Trendwende hin zu etwas höhreren Zinsen ist  derzeit nicht in Sicht. .

Eine Trendwende hin zu etwas höhreren Zinsen ist derzeit nicht in Sicht.

(München, 03.11.2016) Die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigte bei ihrer jüngsten Sitzung Mitte Oktober die expansive Geldpolitik und hält Zinsen damit weiterhin tief. Somit zeichnet sich eine signifikante Trendwende hin zu etwas höheren Zinsen vorerst nicht ab. Immobilienkäufer finden vor diesem Hintergrund Anfang November dieselben Finanzierungsbedingungen vor wie in den vergangenen Wochen: Die Konditionen für eine Baufinanzierung bewegen sich derzeit weiter auf einem historisch niedrigen Niveau: Für zehnjährige Baudarlehen liegen die Konditionen vielfach bei gerade einmal rund 1,2 Prozent, bei bester Bonität sind sogar Konditionen unter 1 Prozent möglich.

"Gegen merklich anziehende Zinsen sprechen ebenso die zaghafter gewordene Rhetorik der US-Notenbank sowie die insgesamt noch immer schwache Konjunktur- und Inflationsentwicklung", erklärt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Eine aktuelle Umfrage unter Experten von zehn deutschen Kreditinstituten zeigt, dass eine Trendwende hin zu etwas höheren Zinsen noch auf sich warten lässt. Laut dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer erwarten alle befragten Analysten unisono in den nächsten vier Wochen gleichbleibend niedrige Zinsen. Ein Marktbeobachter der Allianz erklärt: "Bis zum Jahreswechsel sind starke Zinsbewegungen unwahrscheinlich."

Für die langfristige Zinsentwicklung hält jeder zweite Analyst jedoch eine leichte Trendwende nach oben für wahrscheinlich. Ein Experte der HypoVereinsbank sieht frühestens im Jahr 2017 eine Trendwende am Zinsmarkt: "Auch der allmähliche Anstieg in den Inflationsraten dürfte sich wohl erst bei positivem Lauf der Dinge und dann im Jahr 2017 in Form steigender Renditen in den Rentenmärkten niederschlagen."


Redaktion: Sharon Schießler