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Zunehmende Überspannungsschäden bei Immobilien

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft haben im vergangenen Jahr 300.000 Blitzeinschläge bundesweit Schäden in Höhe von 250 Millionen Euro verursacht. Dennoch wird die Gefahr oft unterschätzt. Neben einer Gebäude- und Hausratversicherung sind auch bauliche Schutzmaßnahmen erforderlich.

Die zunehmende Gebäudetechnik von Immobilien erklärt den erhöhten Schaden durch Blitzeinschläge.

Die zunehmende Gebäudetechnik von Immobilien erklärt den erhöhten Schaden durch Blitzeinschläge.

(München, 23.08.2018) Hochwertige Ausstattung von Immobilien mit Heizungs- und Rollladensteuerung, Haushaltsgeräte, Fernseher – wenn ein Blitz in ein Haus einschlägt, werden solche Geräte schnell zerstört. Wenn dann nicht der Stecker gezogen ist, kommt es meist zum Totalschaden. So zeigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass in den letzten Jahren trotz rückgängiger Zahlen bei den Blitzeinschlägen gleichbleibend hohe Schäden entstanden sind. Betrug die Schadenssumme im Jahr 2013 pro Vorfall noch 580 Euro, so waren es 2017 schon 840 Euro und damit rund 45 Prozent mehr.

Bei der Frage, welche Versicherung greift, unterscheidet der GDV zwischen fest installierten Einrichtungen wie etwa die Heizung und deren Steuerung und mobilen Geräten wie Fernseher oder Computer. Bei festen Installationen und allen Teilen der Immobilie wie Dach oder Wänden kommt die Gebäudeversicherung für Schäden auf, bei Geräten greift die Hausratversicherung. Der GDV weist auch darauf hin, dass in einigen Haushalten kein Versicherungsschutz besteht: "85 Prozent der rund 17 Millionen Wohngebäude in Deutschland sind gegen Blitz und Überspannung versichert. Von den 26 Millionen Hausratversicherungsverträgen beinhalten rund 83 Prozent diesen Schutz." Bei neuen Policen seien Überspannungsschäden in der Regel abgedeckt, bei älteren Verträgen sollte dieser Schutz ergänzt werden.

Die Brancheninitiative Elektro+ erklärt, dass bei einer Überspannung statt der üblichen 230 Volt Spannung für kurze Zeit mehrere zehntausend Volt auf der ins Haus führenden Stromleitung liegen und rät zur ausreichenden Vorsorge. "Mit einem äußeren Blitzschutz, dem Blitzableiter, ist es leider nicht getan", sagt Elektro+ Experte Oliver Born. "Denn der Schutz der Elektroinstallation und -geräte vor Überspannungen ist damit noch nicht gegeben. Hierfür ist zwingend ein innerer Blitzschutz, also der Überspannungsschutz, erforderlich, der für Neubauten im Übrigen jetzt vorgeschrieben ist". In Bestandsgebäuden sei eine Nachrüstung empfehlenswert. Wichtig sei, dass auch die empfindlichen Telekommunikations- und Datenleitungen, die ins Haus gelangen, geschützt würden.


Redaktion: Joachim Hoffmann

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