Interhyp in der Presse

EZB-Entscheidung: Leichter Zinsanstieg bei Immobilienkrediten wahrscheinlich

(München, 26. Oktober 2017) Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Anleihekäufe ab 2018 zu halbieren, bekommen Immobilienkäufer mit Finanzierungsbedarf in den nächsten Tagen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits leicht zu spüren. "Die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen haben im Vorfeld der erwarteten Entscheidung im Wochenverlauf auf knapp 0,5 Prozent zugelegt. Erste Bankpartner haben ihre Konditionen um bis zu 10 Basispunkte angehoben", sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe.

"Die bisherigen Ankündigungen der EZB, die Geldpolitik in Zukunft gegebenenfalls zu straffen, hatten im Jahresverlauf weder zu einem signifikanten noch zu einem nachhaltigen Anstieg des Zinsniveaus geführt. Nach einem kleinen Zinsanstieg im Sommer um rund 0,2 Prozentpunkte bewegten sich die durchschnittlichen Zinssätze für Baudarlehen in den vergangenen Wochen auf dem Niveau vom Jahresanfang. In den nächsten Tagen ist ein leichter Zinsanstieg jedoch sehr wahrscheinlich", erklärt Utecht. Für Kreditnehmer wird der Zinsvergleich umso wichtiger, da Bankpartner Konditionserhöhungen unterschiedlich schnell umsetzen.

Die Interhyp Gruppe, mit einem abgeschlossenen Finanzierungsvolumen von 18 Mrd. Euro in 2016 Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen, untersucht täglich die Finanzierungskonditionen von mehr als 400 Instituten. Die Zinsspanne für zehnjährige Darlehen variiert demnach aktuell je nach Kreditinstitut von 1,16 Prozent bei Bestanbietern bis zu 1,91 Prozent. Derzeit erhalten Immobilienkäufer nach Berechnungen von Interhyp im Schnitt für eine monatliche Kreditrate von 750 Euro einen Darlehensbetrag von 207.000 Euro – bei einer anfänglichen Tilgungsquote von 3 Prozent sowie zehnjähriger Zinsbindung. Mit 1.000 Euro Monatsrate lässt sich unter gleichen Voraussetzungen ein Kredit über rund 275.000 Euro aufnehmen.