Interhyp in der Presse

EU-Leitzins wird gesenkt: Was heißt das für die Baugeldkonditionen?

(München, 5. Juli 2012) Heute hat die Europäische Zentralbank entschieden, den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,75 Prozent zu senken. Damit stellt sich für viele Immobilieninteressenten die Frage, ob sich dies auch auf die Baugeldzinsen auswirkt. Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen, erklärt, dass Erhöhungen oder Senkungen des Schlüsselzinses nicht direkt und automatisch auf die langfristigen Baugeldkonditionen durchschlagen. Für Häuslebauer und Immobilienkäufer in Deutschland ist vielmehr die Entwicklung der langfristigen Kapitalmarktzinsen entscheidend. Diese aber zeigen momentan steigende Tendenzen.

Leitzinsen beeinflussen direkt nur die kurzfristigen Marktzinsen, langfristige Konditionen wie z.B. Hypothekenzinsen entstehen durch Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt und orientieren sich an der Entwicklung der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Diese werden derzeit durch das Verhalten internationaler Großanleger bestimmt.

Die Sorgen um die zukünftigen Belastungen Deutschlands aus der Eurorettung und schwindendes Vertrauen der Marktteilnehmer führten jüngst zu einer Verteuerung der deutschen Staatsanleihen und steigenden Kapitalmarktzinsen - und damit zu erhöhten Baugeldzinsen.

"Deutsche Immobilienkäufer werden von der heutigen Leitzinssenkung nicht direkt profitieren. Seit Anfang Juni hat sich die DGZF-Pfandbriefkurve als Orientierungsgröße für Baugeldzinsen von ihrem historischen Tief gelöst und bewegt sich leicht nach oben", erklärt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Er empfiehlt: "Bevor es auch zu einer möglichen weiteren Verteuerung der Baugeldzinsen kommt, sollten Immobilieninteressenten und Anschlussfinanzierer handeln und die momentan nach wie vor sehr niedrigen Zinsen zur Absicherung eines möglichst langen Zeitraums nutzen."