Zins-Charts - Die Zinsentwicklung in der Baufinanzierung

Zinsentwicklung, Expertenbefragung, Prognose: Alle Zins-Infos hier für Sie!

Wie haben sich die Zinsen im historischen Vergleich entwickelt? Mit den Interhyp-Zins-Charts haben Sie den Überblick zur Entwicklung der Immobilienzinsen.

Nutzen Sie das historisch günstige Zinsniveau! Aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Wir zeigen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen im Überblick. Überzeugen Sie sich:

Wie werden sich die Zinsen für Immobilienkredite weiter entwickeln? Werden sie steigen, fallen oder eher gleich bleiben? Wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer gibt Antworten auf der Basis einer Expertenbefragung. Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer bekommen Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. Damit können Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis stellen und sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen sichern. Wenn Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen, lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.

Aktuell: Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent. Laut der Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom Oktober 2020 können Immobilienkäufer in den kommenden Wochen vergleichsweise günstige Finanzierungsbedingungen erwarten. Im Verlauf von 2020 sind für viele Zinsexperten gleichbleibende Zinsen wahrscheinlich, einige halten einen leichten Anstieg für möglich. Schwankungen sind aber aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise möglich. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen zur Baufinanzierung sind noch sehr niedrig, sie befinden sich im Oktober 2020 aber knapp über ihrem Allzeittief. Eine nachhaltige Trendwende und einen starken Zinsanstieg erwarten die Experten auf Jahressicht derzeit noch nicht. Sogar fallende Zinsen könnten möglich sein. In 2019 wurden vielfach sogar Negativzinsen diskutiert, sie sind für Bauzinsen jedoch aus Sicht von Interhyp auf breiter Front derzeit nicht wahrscheinlich, wenn auch durch Tilgungszuschüsse bei Förderkrediten bereits negative Effektivzinsen bei Förderdarlehen möglich sind.

Aktuelle Zinsen im historischen Kontext: Zins-Charts

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie heute. Im Oktober 2020 sind sie immer noch günstig und befinden sich knapp über dem Allzeittief vom März 2020.

Damit sind die Zinsen in den letzten zwölf Monaten auf einem so günstigen Niveau wie nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Früher und heute - unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich. Letztlich kann natürlich niemand genau sagen, ob die Zinsen für Baudarlehen eine Entwicklung nehmen, die günstig oder doch eher ungünstig ist. Wenn Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, sollten Sie aber nicht zu lange warten und günstige Zinsen für sich nutzen - aber die Finanzierung wohl überlegt und mit guter Beratung angehen.

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Finanzierung anfragen

Interhyp Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer Oktober 2020:

"Wer eine Immobilie erwerben möchte, stellt sich angesichts der Corona-Krise auch kritischen Fragen: Wie sicher sind die Jobs angesichts des Wirtschaftseinbruchs? Sind die hohen Preise für Immobilieneigentum gerade in den Metropolen gerechtfertigt? Wer sich für den Kauf entscheidet, sollte diesen Unsicherheiten mit einer wohlüberlegten Finanzierung begegnen. Die anhaltend niedrigen Zinsen ermöglichen hohe Tilgungen und sollten möglichst mit eher langen Zinsbindungen festgeschrieben werden. In den Sommermonaten sind die Zinsen infolge der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Niedrigzinspolitik der Notenbanken sogar noch leicht gesunken. Sie liegen Anfang Oktober nur knapp über dem Allzeittief vom März 2020. Bei entsprechender Bonität sind für zehnjährige Darlehen Zinsbestsätze um 0,5 Prozent möglich, selbst im Durchschnitt finanzieren Kreditnehmer deutlich unter einem Prozent. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, unsere monatliche Umfrage unter den Experten von zehn deutschen Kreditinstituten, geht in den kommenden Wochen und Monaten von anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen aus, ein Institut erwartet sogar fallende Zinsen. Was Familien mit Bau- oder Kaufwunsch zusätzlich freuen dürfte: Der Förderzeitraum für das Baukindergeld wurde um zunächst drei Monate bis Ende März 2021 verlängert. Pro Kind können über zehn Jahre hinweg jeweils 12.000 Euro für den Einstieg ins Wohneigentum genutzt werden."

Das Video gibt die Zinseinschätzung von Interhyp zum Jahresstart wieder, von Anfang Januar 2020.

Die Corona-Pandemie hat Prioritäten vielfach neu geordnet. Bei aller Flexibilität und Mobilität zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Familie und Freunde sind – und ein Ort, an dem das Leben stattfinden kann. Das zeigt sich vielerorts an der Nachfrage nach Wohneigentum. Ungeachtet der von der Corona-Pandemie ausgelösten Rezession sind die Preise für Wohneigentum in den vergangenen Monaten weiter gestiegen. Auch die hohe Nachfrage nach Baufinanzierungen bei Interhyp verdeutlicht, dass Eigennutzer und Kapitalanleger weiterhin nach der Immobilie streben. Ein Argument können dabei die niedrigen Zinsen für Immobiliendarlehen sein. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen sind im Verlauf des Julis um rund 0,1 Prozentpunkte gefallen auf rund 0,7 Prozent pro Jahr. Bei entsprechender Bonität liegen die Bestsätze aktuell bei rund 0,6 Prozent und damit nahe dem Allzeittief im März 2020.

Zins- und Marktumfeld

Viele Ökonomen und Institute haben sich überrascht gezeigt von der schnellen konjunkturellen Erholung im dritten Quartal. Das gilt insbesondere für Deutschland. Das Ifo-Institut hob seine Prognose an. In 2020 dürfte die Wirtschaft durch die Corona-Krise demnach um 5,2 Prozent schrumpfen. Bisher war man von einem Rückgang von 6,7 Prozent ausgegangen. Auch andere Indikatoren lassen Zuversicht zu. So setzte sich am US-Arbeitsmarkt im September die Erholung fort. Auch in China entwickelten sich Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze zuletzt besser als erwartet.

Es scheint, als ob die milliardenschweren Hilfsprogramme der Regierungen eine noch schlimmere Rezession verhindern konnten. Wie unberechenbar der Pandemieverlauf auf die weltweite Konjunktur ist, verdeutlichen steigende Infektionszahlen und die traurige Nachricht, dass weltweit bereits mehr als eine Millionen Menschen dem Virus zum Opfer gefallen sind. Nun wurden auch der US-Präsident und einige weitere hochrangige Politiker aus dem Weißen Haus positiv auf das Virus getestet. Das führte auch zu Reaktionen an den Börsen. An den Handelsplätzen, wo auf die Zukunft gewettet wird, wird einmal mehr deutlich: Die Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung allein reicht nicht, wenn die Pandemie die Realität einholt.

Die Zentralbanken halten derzeit an ihrer extrem expansiven Geldpolitik fest. Marktbeobachter halten es sogar für möglich, dass die Europäische Zentralbank EZB ihr Anleiheankaufprogramm zum Jahresende aufstockt. Die US-Notenbank Fed hat bei ihrer jüngsten Sitzung Mitte September ihre Nullzinspolitik angesichts der Corona-Krise bestätigt. Der Leitzins liegt zwischen 0 und 0,25 Prozent.

Wie schwierig die Wahl der richtigen Instrumentarien bei der beschriebenen Gemengelage ist, zeigt exemplarisch der zuletzt gegenüber dem Dollar erstarkte Euro. Die Euro-Aufwertung verteuert die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen aus der EU, was wiederum die europäische Wirtschaftsentwicklung dämpfen könnte.

Als Konstante erweisen sich für Investoren seit Jahren deutsche Staatsanleihen, von denen sie sich Sicherheit versprechen. Die Nachfrage nach zehnjährigen Bundesanleihen ist so hoch, dass die Renditen derzeit bei rund minus 0,5 Prozent liegen. Das wirkt sich auf die Zinsen für Immobilienkredite aus, die sich unter anderem an den Staatsanleihen orientieren.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Bauzins-Trend im Oktober 2020

* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, der Commerzbank, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar und der Sparkasse Hannover zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.

In Österreich haben wir die Erste Bank und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark befragt. Die Aussagen haben wir nicht in die Grafik einberechnet.

Interhyp-Expertenrat

Trotz niedriger Zinsen und möglicher Fördermittel sollte bei der Finanzierung auf eine zukunftsorientierte und wohlüberlegte Planung geachtet werden, um sich gegen Risiken besser zu wappnen. Wie Sie wohlüberlegt finanzieren, erklärt Interhyp-Finanzierungsexperte Dominik Wensker im aktuellen Video auf YouTube:

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die von uns befragten Experten prognostizieren angesichts der Pandemie und weiteren Unsicherheiten – wie dem Ausgang der US-Wahl – kurzfristig ein gleichbleibendes Zinsniveau, ein Institut hält sogar sinkende Zinsen für möglich. Auf Halbjahres- oder Jahressicht halten einige Institute etwas höhere Zinsen für wahrscheinlich, besonders wenn ein Impfstoff gefunden wird und eine breite wirtschaftliche Erholung einsetzt.

Allianz: "Aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus und der hohen Staatsverschuldungen sind Zinsschwankungen zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Mit geringer Wahrscheinlichkeit könnten jedoch äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Spannungen zwischen China und USA zu einem kräftigen Zinsanstieg führen."

Commerzbank: "Die wirtschaftliche Erholung bleibt holprig und die Inflationserwartungen niedrig. Zudem stehen mit der US-Wahl und dem Brexit weitere Risikoereignisse an, die die Sicherheitsnachfrage zunächst stützen dürften. Die EZB dürfte die Zinsen auf absehbare Zeit im negativen Bereich halten und zusammen mit den Anleihekäufen einen merklichen Anstieg der Zinskurve verhindern. Dadurch bleiben die Bundrenditen weiter auf den niedrigen Niveaus verankert. Da der Markt bereits eine weitere Zinssenkung der EZB um 10 Basispunkte bis Sommer nächsten Jahres einpreist, dürfte die Luft für weiter nachhaltig fallende Renditen dünn bleiben."

Deutsche Apotheker- und Ärztebank: "Die konzertierten Aktionen von Regierungen und Zentralbanken haben den realwirtschaftlichen Einbruch gebremst und die Finanzmärkte stabilisiert. Die EZB führt ihre expansive Geldpolitik unvermindert fort und zeigt sich bereit, gegebenenfalls noch weiter nachzulegen. Selbst in einem Umfeld mit Inflationsraten leicht oberhalb der 2-Prozent-Marke rechnen wir derzeit nicht mit einem sofortigen geldpolitischen Richtungswechsel der Notenbank."

HypoVereinsbank: "Die Zentralbanken sowohl in der Eurozone als auch in den USA haben ihr Instrumentarium so ausgerichtet, dass die Zinsstrukturkurven stabil auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden. Schon seit Monaten präsentieren sich die Rentenmärkte dadurch sehr schwankungsarm und weitgehend immun gegenüber konjunkturellen Entwicklungen und allgemeinen Stimmungsschwankungen. Wir gehen davon aus, dass die Zentralbanken ihre Politik auf absehbare Zeit unverändert beibehalten werden. Die Renditen dürften daher weiterhin auf ihren derzeitigen niedrigen (negativen) Niveaus verharren."

ING Deutschland: "Konjunktur und Märkte befinden sich in einer Zwischenphase. Während die harten Konjunkturdaten für das dritte Quartal positiv sein sollten, nimmt die Angst vor einer Abflachung der Konjunktur und sogar einem möglichen Double Dip im vierten Quartal zu. Das beste Konjunkturprogramm bleibt weiterhin ein Impfstoff. Erst wenn der gefunden ist, wird es mit Zinsen und Konjunktur nachhaltig wieder bergauf gehen."

MünchenerHyp: "Nach der überraschend schnellen Erholung der Wirtschaft im 3. Quartal dürfte die weitere Erholung im 4. Quartal 2020 deutlich langsamer verlaufen. Die aktuell wieder steigenden Infektionszahlen und das Auslaufen von staatlichen Stützungsmaßnahmen dürften sich hier bemerkbar machen. An der Zinsfront rechnen wir nicht mit großen Bewegungen. Die EZB wird weiter ihre expansive Geldpolitik fortführen und aufgrund gleichbleibender Inflationsraten ist eine Änderung der Geldpolitik nicht zu erwarten. Die Zinsen für Hypothekendarlehen sollten daher weiter auf äußerst günstigem Niveau verharren. Falls sich die Pandemie- und Wirtschaftsentwicklung günstiger als erwartet darstellen, könnten die Zinsen im langen Laufzeitbereich etwas ansteigen."

Postbank: "Angesichts einer hohen Unsicherheit im Hinblick auf steigende Neuinfektionen in vielen EU-Ländern und den Ausgang der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen bleiben Bundesanleihen als sicherer Hafen für Anleger auf kurze Sicht gefragt. Die Kapitalmarktrenditen bleiben dementsprechend niedrig, so dass sich auch die Konditionen für Hypothekendarlehen kaum von ihren historischen Tiefständen entfernen dürften. Angesichts einer anhaltenden Konjunkturerholung und Fortschritten in der Bekämpfung der Corona-Pandemie dürfte die Unsicherheit im kommenden Jahr abnehmen, was zu moderat höheren Renditen und Hypothekenzinsen führen sollte."

PSD Bank RheinNeckarSaar: "Sollten weitere restriktive Maßnahmen im Zusammenhang mit den jeweiligen Corona-Verordnungen in Kraft treten, werden die Zinsen nochmals sinken. Eine bereits geschwächte Wirtschaft würde nochmals weiter an Produktivität verlieren. Nach wie vor stehen dem Konjunkturpakete, Hilfskredite und Liquiditätsmaßnahmen - sprich Schuldenerhöhungen gegenüber. Dies sollte zumindest das Potential nach unten limitieren. Kurzfristig erwarten wir ein Nachgeben der Kapitalmarktzinsen, während sie sich auf Halbjahressicht seitwärts bewegen könnten. Bei einer zunehmenden Materialisierung von Ausfallrisiken, insbesondere im gewerblichen Bereich, sind sowohl Spreadausweitungen als auch höhere Zinsen zu erwarten."

Sparkasse Hannover: "Zunehmende wirtschaftliche Belastungen durch den Wiederanstieg der Corona-Neuinfektionen sowie die sehr schwache Preisentwicklung sprechen derzeit gegen einen Zinsanstieg. Bis zum Ende nächsten Jahres sehen wir bei fortschreitender Erholung und verbessertem Inflationsausblick jedoch Raum für Renditeanstiege, die allerdings durch eine anhaltend expansive Geldpolitik stark begrenzt sein werden."

Wir haben auch zwei Österreichische Kreditinstitute befragt. Sie erwarten kurzfistig und mittel- bis langfristig gleichbleibende Zinsen.

Die Einschätzung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark: Die EZB wird ihre Zinspolitik erst nach Bewältigung der aktuellen Krise ändern und dann auch nur sehr langsam den Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik suchen. Somit sehen wir aus heutiger Sicht kaum Potential für große Änderungen gegeben. Aktuell mehren sich Marktmeinungen, dass die EZB das Ankaufsprogramm sogar ausweiten könnte.

Auf der Grundlage des Bauzins-Trendbarometers erstellen wir eine Prognose zur Entwicklung der Zinsen für Baudarlehen. Damit können Sie sich einen ersten Eindruck über die Lage am Markt verschaffen und entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist. Selbstverständlich beraten Sie unsere Fachleute auch jederzeit gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.

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Hypothekenzinsen - Entwicklung: Was Sie noch wissen sollten.

Steht der Bau oder der Kauf einer Immobilie an, ist der Hypothekenzins für Sie von besonderem Interesse, denn in der Regel wird das Darlehen mit einem Grundpfandrecht an der entsprechenden Immobilie abgesichert. Sie sollten wissen: Der Kreditgeber erhält durch das Grundpfandrecht eine Sicherheit. Da die Immobilie als Sicherheit dient, sollten Sie bei der Budgetberechnung für das Darlehen besonders genau rechnen. Sie sollten sich gut informieren, denn beim Vergleich der Angebote für eine Baufinanzierung können Sie mit einem günstigen Angebot oft von einem Zinsvorteil profitieren. Grundsätzlich bewegt sich der Hypothekenzins beziehungsweise der Bauzins derzeit auf einem niedrigen Niveau. Nichtsdestotrotz sollten Sie bei den verschiedenen Angeboten die Zinsen für Baudarlehen genau vergleichen, denn bei diesen fallen die Nachkommastellen angesichts fünf- oder sechsstelliger Finanzierungssummen entscheidend ins Gewicht. Bei einer großen Anschaffung wie einer Immobilie sind Ruhe und eine durchdachte Planung unbedingt erforderlich.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Beim Vergleich von Tagesgeld oder Festgeld als Geldanlage oder beim Girokonto sind die Konditionen klar umrissen. Hier finden Sie leicht Banken, die Ihnen Top-Zinsen bieten. Bei der Baufinanzierung sieht das anders aus. Denn der Zinssatz wird von vielen Faktoren beeinflusst. Neben dem aktuellen Marktzins fließen unter anderem folgende Punkte in die Berechnung der Zinsen ein:

  • Art des Beschäftigungsverhältnisses: Beamte als Kreditnehmer bedeuten für Banken ein besonders geringes Risiko. Diese Berufsgruppe erhält deshalb oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner müssen mit einem höheren Zinssatz rechnen.
  • Bonität: Hier prüfen die Banken die Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort: Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb ist die Angabe der Postleitzahl unerlässlich. Zusätzlich prüfen die Banken wie Angebot und Nachfrage in der Region sind. Für gefragte Immobilien, die schnell einen Käufer finden, sind Top-Zinsen erhältlich, weil das Risiko für Banken bei einem Zahlungsausfall gering ist.
  • Höhe des Darlehens: Viele Banken vergeben eine Immobilienfinanzierung zu Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital: Als Faustregel gilt, je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Viel Eigenkapital hält den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung: Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. In einem Niedrigzinsumfeld ist es trotz Aufschlag in der Regel empfehlenswert, sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre zu sichern.
  • Tilgungshöhe: Kreditnehmer, die eine hohe Anfangstilgung wählen, zahlen das Darlehen schneller zurück. Das mindert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen, erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen für Ihr Immobiliendarlehen sichern. Ein Vergleich verschiedener Darlehensarten für die Baufinanzierung ist sehr empfehlenswert.
  • Sondervereinbarungen: Für eine maßgeschneiderte Baufinanzierung kann es sinnvoll sein, eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen, kostenlose Sondertilgungen oder die Möglichkeit zur Anpassung der Tilgungshöhe zu vereinbaren. Nicht jeder Kreditgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur der Vergleich vieler Angebote sichert Ihnen ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen.
  • Marge der Bank: Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz, um ihre Kosten zu decken und Gewinn zu erwirtschaften. Der Vergleich der Angebote vieler Banken führt zum günstigsten Zinsangebot.

Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 400 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.

Lassen Sie sich von den aktuellen niedrigen Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen nicht voreilig zum Abschluss eines schlecht kalkulierten Darlehensvertrags verleiten, sondern planen Sie Ihre Baufinanzierung wohlüberlegt. Verzichten Sie auch nicht auf den Vergleich der Angebote der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um stets auf dem Laufenden zu bleiben, und lassen Sie sich umfassend von unseren Experten zum Hypothekenzins und zu den möglichen Darlehensvarianten beraten und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Das Thema Darlehenszinsen ist aktuell ein großes, denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen, sondern beispielsweise auch Ratenkredite erhalten Sie aktuell zu sehr niedrigen Zinssätzen. Generell gibt es einige wichtige Informationen zum Thema Darlehenszinsen, die Sie vor der Aufnahme eines Kredites kennen sollten.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:

  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten

Interessant ist zum Beispiel, dass die Darlehenszinsen in nicht unerheblichen Umfang von der Kreditart abhängen. Zahlen Sie beispielsweise für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites auch 2020 noch Zinssätze von teilweise 10, 11 oder sogar 12 Prozent, erhalten Sie einen Ratenkredit im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind natürlich Immobilienkredite, denn diese werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Die Berechnung der Darlehenszinsen ist relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie natürlich den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie nicht nur den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, sondern ebenso die monatliche Kreditrate. Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu, dass die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen im Laufe der Jahre abnimmt. Dies geschieht durch die - meistens monatlich stattfindende - Tilgungsverrechnung.

Diese bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Da die Darlehenszinsen bei einem Hypothekenkredit jedoch ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt werden, wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Dafür erhöht sich auf der anderen Seite die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.