Aktueller Zinsbericht

INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 10. OKTOBER 2019

Interhyp-Zinsbericht

Günstiges Baugeld im goldenen Oktober

Aktuelle Zinsprognose mit Video. Diese Themen erwarten Sie:

  • Trotz leichter Korrektur nach oben bleibt Baugeld deutlich unter 1-Prozent-Marke
  • EZB hat lockere Geldpolitik bekräftigt
  • Weiterhin niedrige Zinsen mit neuen digitalen Services optimal nutzen!

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Der goldene Herbst ist für Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer die optimale Zeit, sich mit der Planung rund ums eigene Zuhause zu beschäftigen. Sei es, um den Immobilientraum bald wahr werden zu lassen oder auch, um den bestehenden Haus- oder Wohnungskredit zu optimieren. Gerade wenn es in den nächsten Tagen draußen auch einmal so stürmisch zugeht wie an den Märkten mit Blick auf Brexit und Handelskonflikte, so steht doch die eigene Immobilie bildhaft für einen soliden Vermögensaufbau mit emotionaler und finanzieller Rendite. Für ein solides Fundament sorgt die richtige Mischung aus digitaler und persönlicher Beratung bei der Immobilienfinanzierung."

Der freie Fall beim Baugeld scheint zumindest für den Augenblick gestoppt. Nachdem die Bestkonditionen bei entsprechender Bonität in den vergangenen Wochen teilweise unter 0,5 Prozent gerutscht waren, gab es Ende September eine kleine Korrektur um knapp 0,1 Prozentpunkte nach oben, um dann wieder leicht zu fallen. Das Zinsniveau bewegt sich insgesamt auf Niveau des Rekordtiefs seitwärts.

Der Sinkflug der Zinsen im Juli und August hatte zuletzt auch Spekulationen über negative Bauzinsen angeheizt. Wir halten negative Bauzinsen zum jetzigen Zeitpunkt für unwahrscheinlich. Viele Banken haben Mindestzinsen im positiven Bereich festgesetzt. Dass das Zinsniveau zuletzt wieder etwas gestiegen ist, unterstützt die These, dass das Zinsniveau in den nächsten Wochen zwischen rund 0,5 und 1 Prozent für zehnjährige Darlehen verharren wird. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die für die Entwicklung des Baugeldes eine wichtige Rolle spielt, befindet sich im negativen Bereich. Die Mehrheit der von uns befragten Experten sieht kurzfristig sowie mittel- bis langfristig ein gleichbleibend niedriges Niveau bei den Bauzinsen.

Zinstrend Oktober 2019

Sie wollen in Wohneigentum investieren? Das ist heute nicht zuletzt Dank einfacher Onlinelösungen leichter denn je. Ob klassisch per Computer, per Smartphone oder am Tablet: Digitale Helfer unterstützen Sie heute nicht mehr nur bei den ersten Schritten einer Immobilienfinanzierung, sondern erlauben Ihnen im kompletten Verlauf, verschiedene Szenarien durchzuspielen - zum Beispiel auch einmal die Eckdaten wie Darlehenssumme, Tilgung oder Laufzeit zu variieren, um die beste Lösung zu ermitteln.

Eine Baufinanzierung mit umfassenden digitalen Services zu nutzen, heißt dabei jedoch nicht, auf menschlichen Rat und die Erfahrung von Experten verzichten zu müssen. Im Gegenteil. Ergänzend und vertiefend stehen Ihnen unsere Berater während des gesamten Prozesses am Telefon oder im persönlichen Gespräch zur Verfügung. Gern möchte ich Ihnen an dieser Stelle unseren Service Interhyp Home empfehlen – Ihren persönlichen Bereich auf der Interhyp-Website. Dort können Sie ganz leicht Angebote vergleichen und Unterlagen hochladen und mit dem Finanzierungsberater abgleichen.

Finanzierung anfragen

Zins- und Marktumfeld

Wie erwartet hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), zum Ende seiner Amtszeit bei der jüngsten EZB-Sitzung am 12. September ein weiteres Maßnahmenbündel verkündet, um Konjunktur und Inflation zu befeuern. Die Währungshüter veränderten den Zinssatz für Strafzinsen von bisher minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent und beließen den Leitzins auf 0 Prozent. Zudem verkündete die EZB, ab 1. November für monatlich 20 Milliarden Euro Anleihen zu kaufen – und zwar so lange wie nötig. Gründe für diesen Schritt gibt es mehr als genug. Obwohl die Zentralbanker seit Jahren auf eine Politik des billigen Geldes setzen, bleibt die Inflation weiter hinter den Erwartungen – gerade in wichtigen Volkswirtschaften. Auch in Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im September nur um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, so das Statistische Bundesamt in einer voraussichtlichen Schätzung. Der Blick auf die Wirtschafts- und Politikseiten der Zeitungen verbreitet wenig Hoffnung auf Besserung. Seit Monaten vorherrschenden Themen sind Brexit und Handelskrieg. Einige Experten zeichnen entsprechend ein pessimistisches Bild insbesondere der deutschen Konjunktur, die lange als Fels in der Brandung im vom Krisen gezeichneten Europa gegolten hat. Besonders die Probleme der Autoindustrie, die Flaute beim Export, politische Risiken und der Brexit verdunkeln die Stimmung. Kleiner Hoffnungsschimmer für die Konjunktur: Der von GfK monatlich erstellte Konsumklimaindex legte im September erstmals seit mehr als einem halben Jahr wieder zu.

Zinsentwicklung bis September 2019

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die Mehrheit der von uns befragten Experten sieht kurzfristig gleichbleibend niedrige Zinsen. Auch langfristig überwiegt diese Einschätzung. Die Antworten im Detail:

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Seitens der Notenbanken sind derzeit keine neuen Anreize möglich. Die Konjunktur scheint sich zu verschlechtern, was tendenziell sinkende Swapzinsen und steigende Risikospreads bedeutet. Somit sollte der Zins für grundschuldbesicherte Darlehen konstant bleiben."

  • HypoVereinsbank: "Die schwache Konjunktur in der Eurozone, Zeichen für sich abschwächenden Wachstums in den USA und allgemein geringer Inflationsdruck lassen keinen Spielraum für Leitzinsanhebungen durch die EZB. Die Kapitalmarktrenditen dürften daher noch auf längere Sicht tief im negativen Bereich verharren. Eine Auflösung der Hauptsorgenthemen Brexit und Handelskonflikt US-China könnte im Verlauf des Jahres 2020 dann etwas Entspannung für die Rentenmärkte bringen."

  • ING Deutschland: "Die Zinsen dürften kurz- und mittelfristig auf ihren jetzigen Niveaus verharren. Die EZB unter Lagarde wird erst einmal von weiterer geldpolitischer Lockerung absehen. Nur im Falle eines ungeordneten Brexits und von Strafzöllen auf europäische Autos sind weitere Zinssenkungen nicht auszuschließen."

  • MünchenerHyp: "Trotz schwacher Konjunktur- und Inflationsdaten sollten die langfristigen Zinsen in Europa kaum noch fallen. Möglicherweise könnte eine positive Entwicklung im Handelskonflikt die Zinsen sogar leicht nach oben bewegen. Insgesamt dürfte die expansive Geldpolitik der EZB und die gedämpften Konjunkturerwartungen das Zinsniveau auf dem erreichten Niveau seitwärts tendieren lassen."

  • Postbank: "Die EZB hat durch ihre Entscheidungen im September – und anderem Senkung des Einlagensatzes, neue Forward Guidance und Wiederaufnahme der Netto-Anleiheankäufe – auf absehbare Zeit das Niedrigzinsumfeld im Euroraum zementiert. Entscheidend ist vor allem, dass die Währungshüter nun eine nachhaltige Erreichung ihres Inflationsziels explizit zur Bedingung für steigende Leitzinsen gemacht haben. Angesichts einer abflauenden Konjunktur, anhaltender (geo-)politischer Konflikte und der Tatsache, dass die EZB sich mit ihren jüngsten Entscheidungen international in guter Gesellschaft befindet, ist perspektivisch nicht mit signifikant steigenden Kapitalmarktrenditen zu rechnen. Die Zinsen für Hypothekendarlehen dürften sich damit weiterhin auf sehr niedrigen Niveaus bewegen."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Die Konjunkturrisiken haben zugenommen und sind noch nicht vollständig in der Geldpolitik reflektiert. Eine Rezession ist nicht unwahrscheinlich. Und das Arsenal an geldpolitischen Maßnahmen ist definiert und noch nicht ausgereizt. Dies geht einher mit politischem Druck die Zinsen weiter unten zu halten bzw. noch tiefer zu setzen. Nur so sind die laufenden Haushalte als auch die Gesamtverschuldung der EU-Staaten noch zu finanzieren."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Nach der jüngsten Eskalation im Handelskonflikt USA - China und einem wahrscheinlicher werdenden No-Deal-Brexit nehmen die Rezessionsbefürchtungen immer mehr zu. Beim Treffen der Vertreter der größten Notenbanken gab es Aussagen, dass die Notenbanken sich nicht in der Lage sehen, umfangreichere konjunkturelle Verwerfungen ausgleichen zu können. Von daher ist aktuell keine Tendenz zu steigenden Zinsen in Sicht. Grundsätzlich halten wir Negativzinsen für denkbar."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,79% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,79% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre 8 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 631,67 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 78.300,4 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.587,34 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend bis leicht steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

0,79%/0,79% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2019)

Interhyp wurde bereits zum vierzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.