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EH55-Förderung wird verlängert – aber die Nachfrage bleibt schwach

Auf den ersten Blick sind es gute Neuigkeiten: Die EH55-Förderung soll verlängert werden, wie Bauministerin Verena Hubertz am 19.05.2026 beim Tag der Immobilienwirtschaft (TDI) in Berlin ankündigte. Ein genauerer Blick lohnt sich jedoch.

Author: Suleika Preikschat
von Suleika Preikschat in München, publiziert am 27.05.2026
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Was wird gefördert?

Ein Kind mit einem Spielzeughaus als Symbol für die EH55 Förderung.
Gefördert werden Neubauten im Effizienzhausstandard EH55 – also Immobilien, die nur 55 % der Energie eines Standardhauses verbrauchen und deren Wärmeversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien erfolgt. Dafür stehen zinsverbilligte KfW-Kredite von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit bereit. Das Programm soll vor allem bereits geplante und genehmigte Projekte in die Umsetzung bringen.

Wie wird das Programm genutzt?

Die Verlängerung wurde nicht zuletzt nötig, weil das Programm bislang deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Mitte April waren von ursprünglich 800 Millionen Euro noch rund 550 Millionen Euro im Förderbudget vorhanden. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Anforderungen sind vergleichsweise hoch – vor allem die Pflicht, die Wärmeversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken. Hinzu kommt, dass die maximale Darlehenssumme im Vergleich zu anderen Standards wie EH40 begrenzt ist. Beides macht das Programm für viele Projekte weniger attraktiv.

Was bedeutet die Verlängerung?

Die Förderung soll nun laufen, bis die Mittel vollständig ausgeschöpft sind – und nicht mehr wie bisher bis Ende Juni 2026. Das gibt Bauherren mehr Zeit und erhöht zumindest die Chance, dass bereits geplante Projekte noch realisiert werden können.