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Auswertung: Wohneigentümer bauen mehr Vermögen auf als Mieter

Eine Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes im Auftrag der LBS zeigt, dass Eigentümer bis zu ihrem 60. Lebensjahr fast sechsmal so viel Vermögen aufbauen wie vergleichbare Mieter.

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(München, 09.09.2015) Der Untersuchung zufolge verfügen Wohneigentümer zum Zeitpunkt des Ruhestands über den Wert ihrer Immobilie von durchschnittlich 152.000 Euro, beziehungsweise 121.000 Euro nach Abzug noch nicht getilgter Baukredite. Außerdem besitzen sie ein Geldvermögen von 45.000 Euro. Mieterhaushalte mit einem vergleichbaren Einkommen verfügen dagegen über ein geringeres Geldvermögen von durchschnittlich 24.000 Euro. Hinzu kommen 6.000 Euro an Immobilienvermögen, wobei es sich um den Wert vermieteter Objekte handelt. Nur ein geringer Teil von Mietern besitzt Immobilien als Kapitalanlage, so erklärt sich der geringe Wert. Insgesamt bauen Wohneigentümer bis zum 60. Lebensjahr fast sechsmal so viel Vermögen auf wie Menschen, die zur Miete wohnen.

Die Analyse wurde vom Forschungsinstitut Empirica in Zusammenarbeit mit LBS Research auf Basis der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes durchgeführt.

Eigentümer sparen mehr

Das höhere Geldvermögen der Eigentümer erklären die Forscher mit einem unterschiedlichen Sparverhalten. Wer die eigenen vier Wände erwerbe, sei "offenbar immun gegen den Reiz größerer Anschaffungen oder Konsumausgaben", so die Experten. Zwar nehmen die laufenden Kosten für die Baufinanzierung mit der Zeit ab. Dennoch behalten Eigentümer, so die Studie, die höhere Sparneigung auch später noch bei.

Auch eine frühere Auswertung der deutschen Bundesbank zeigt, dass Immobilienbesitzer ein höheres Vermögen aufweisen als Mieter und folglich Menschen in Ländern mit hohen Wohneigentumsquoten entsprechend höhere Vermögen besitzen. Deutschland liegt mit einer Wohneigentumsquote von 43 Prozent im EU-Vergleich im unteren Bereich.


Redaktion: Britta Barlage