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Selbst ist die Frau: Immobilienerwerb als attraktive Option

Frauen sollten selbstbewusst und mutig das Thema eigene Immobilie angehen. Diese inflationsgeschützte Anlageform beschert mehr finanzielle Unabhängigkeit und eine bessere Absicherung im Alter.

Author: Franziska Zolldahn
von Franziska Zolldahn in München, publiziert am 19.03.2026
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Symboldbild: Eine Frau blickt aus dem Fenster indem sich ein Haus spiegelt.
Frauen sind gegenüber Männern finanziell in verschiedenen Lebensabschnitten immer noch benachteiligt. In Deutschland verdienen Frauen laut Statistischem Bundesamt 16 % weniger als Männer („Gender Pay Gap“). Immerhin hat sich die Lücke seit 2014 (22 %) verringert. Die Benachteiligung von Frauen zeigt sich auch in einer Analyse der Paarhaushalte: In 55,8 % dieser Haushalte ist der Mann der Hauptverdiener (Anteil am gesamten Einkommen von 60 % oder mehr), hat das Statistische Bundesamt ermittelt.
Die aktuelle Studie „Female Finance 2026“ des Bundesverbands deutscher Banken unterstreicht diese Ungleichheit. Demnach stehen Frauen im Vergleich zu Männern rund 300 Euro weniger im Monat zur Verfügung. Dadurch sind Frauen auch beim regelmäßigen Sparen im Nachteil. Ein Grund für die finanzielle Benachteiligung ist auch, dass in Beziehungen der Großteil der unbezahlten Care-Arbeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung immer noch von Frauen erbracht wird. Das wiederum wirkt sich nachteilig auf die Altersabsicherung aus („Gender Pension Gap“). Laut „Female Finance 2026“ schätzen 66 % der Männer ihre finanzielle Situation im Alter als gut oder sehr gut ein, bei den Frauen hingegen sind es nur 54 %. Tatsächlich sind Frauen im Alter schlechter gestellt als Männer, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat: So beziehen Frauen im Alter ab 65 Jahren durchschnittlich eigene Bruttoalterseinkünfte in Höhe von 18.111 Euro – und damit 36,2 % weniger als Männer (28.370 Euro). Zählt man die Hinterbliebeneneinkünfte hinzu, ergibt sich immer noch ein Unterschied von 24,2 % (21.760 zu 28.719 Euro).
Um diese Situation zu ändern, sollten Frauen ihre Scheu vor Wirtschafts- und Finanzthemen überwinden. Laut Bankenverband-Studie kümmern sich in Beziehungen immer noch deutlich öfter Männer um die Finanzen als Frauen: 53 % der Männer, aber nur 31 % der Frauen geben an, hauptsächlich dafür zuständig zu sein. Baufinanzierungsvermittler Interhyp bestätigt dieses Verhaltensmuster. So haben im Jahr 2025 bei Interhyp 11 % Frauen eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen, der Anteil alleinfinanzierender Männer betrug dagegen 20 %. Mit 69 % gingen die meisten Finanzierungen auf das Konto von Paaren.
Der Bankenverband fordert Frauen auf, zu kalkulieren, wie viel Rente sie im Alter brauchen und wie viel davon sie mit gesetzlicher und privater Vorsorge abdecken können. Ergibt sich daraus eine Rentenlücke, raten die Bankfachleute Frauen, gezielt Geld zur Schließung dieser Lücke anzulegen. Dabei sollten sie – mit einem längeren zeitlichen Horizont – auch in Aktien anlegen, aber das Risiko streuen.
Die eigene Immobilie ist ein weiterer Weg, finanziell unabhängig und im Alter abgesichert zu sein: Sie stellt eine inflationsgeschützte Anlage dar und ermöglicht entweder mietfreies Wohnen oder eine zusätzliche Einnahmequelle durch Mieterträge. Interhyp begleitet Frauen auf diesem Weg – und stellt ihnen auf Wunsch eine Beraterin als Gesprächspartnerin zur Seite.