Immobilienpreise steigen so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr
Der Interhyp-Immobilienpreisindex verzeichnet für März einen deutlichen Anstieg: Die Preise legten bundesweit im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent zu – der stärkste Anstieg seit zwei Jahren.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Preise in den großen Städten: Hamburg führt mit einem Plus von 1,5 Prozent, gefolgt von Leipzig (+1,1 %) und Köln (+1,0 %). Auch in München (+0,8 %), Frankfurt (+0,4 %) und Berlin (+0,2 %) zeigt die Kurve nach oben. Einzig Stuttgart verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent.
Aufschlussreich ist der Blick auf die Baujahre: Objekte, die vor 1990 errichtet wurden, verteuerten sich um 1,0 Prozent – nachdem sich ihre Preise seit August 2025 weitgehend seitwärts bewegt hatten. Neuere Immobilien ab Baujahr 2010 hingegen gaben leicht nach (−0,2 %). Ob sich hier eine Trendwende abzeichnet, werden die kommenden Monate zeigen.
Hintergrund der Preisentwicklung ist ein Zinsanstieg, der durch den Iran-Konflikt ausgelöst wurde. Die Reaktion der Käuferinnen und Käufer war dabei gegenläufig zur Erwartung: Die gestiegenen Zinsen haben die Nachfrage befeuert statt gebremst – ein Effekt, der sich nun in den Märzpreisen niederschlägt.
Derzeit liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei rund 4 Prozent. Mit einem spürbaren Rückgang ist in den kommenden Wochen nicht zu rechnen. Wer ein passendes Objekt und eine solide Finanzierung hat, für den spricht die aktuelle Lage eher für eine aktive Kaufentscheidung als für strategisches Abwarten.