EH55-Förderung: Fördertopf nach starker Nachfrage fast leer
von Helen Linder, Teamleiterin FinanzierungsberatungDie KfW-Förderung für Neubauten im EH55-Standard hat Fahrt aufgenommen, doch die Mittel sind fast aufgebraucht. Von ursprünglich 800 Millionen Euro sind nur noch 69 Millionen Euro übrig.
Das Programm soll bereits genehmigte, aber noch nicht begonnene Bauvorhaben in die Umsetzung bringen. Genau hier liegt seit Jahren eines der großen Probleme im Wohnungsbau: Ende 2025 waren bundesweit rund 760.000 Wohnungen genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt.
Nach einem schleppenden Start ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Im Frühjahr war noch ein Großteil der Mittel verfügbar. Nach der Senkung des Förderzinses zog die Nachfrage an, im Sommer wurde zudem die Laufzeit des Programms verlängert. Inzwischen wurden 50.000 Wohnungen gefördert.
Wie es weitergeht, ist offen. Eine Aufstockung der Mittel ist nicht vorgesehen. Bauministerin Verena Hubertz hat eine Neuordnung der KfW-Förderung mit zwei zentralen Programmen für Neubau und Sanierung angekündigt, das Konzept steht jedoch noch aus. Gleichzeitig rechnet das ifo Institut für dieses Jahr mit nur 185.000 fertiggestellten Wohnungen.
Die Bereitschaft zu bauen ist vorhanden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Jetzt darf die Wirkung nicht direkt wieder verpuffen
, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. Bauvorhaben brauchen Planungssicherheit statt Förderpolitik von Topf zu Topf
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