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So kauften die Deutschen 2025: Die spannendsten Zahlen zum Immobilienjahr

Wie finanzierten die Deutschen 2025 ihre Immobilien? Wie unterscheiden sich die Bundesländer? Und wie entwickelten sich die Immobilienpreise und Zinsen? Wir werfen einen Blick auf Zahlen und Entwicklungen des vergangenen Immobilienjahres.

Author: Jan Gerke
von Jan Gerke in München, publiziert am 07.01.2026
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Die Grafik zeigt wie die Deutschen in 2025 Immobilien gekauft haben. Die längste Zinsbindung gab es beispielsweise in Schleswig-Holstein, wohingegen in Bayern die teuerste Immobilie finanziert wurde.
Das Jahr 2025 markierte eine Trendwende am deutschen Immobilienmarkt. Bauzinsen unterhalb der Vier-Prozent-Marke, gestiegene Reallöhne und Kaufpreise unter den Höchstständen von 2022 lockten wieder mehr Käuferinnen und Käufer an den Markt. Der angespannte Mietmarkt machte den Immobilienerwerb für viele Haushalte zur attraktiven Alternative. Erst im Herbst verlangsamte sich die Dynamik leicht: Geopolitische Unsicherheiten und ein Zinsanstieg zum Jahresende führten zu vorübergehender Zurückhaltung bei Kaufinteressentinnen und Kaufinteressenten.

Die Entwicklung verlief jedoch nicht überall gleich. Regional zeigen sich große Unterschiede – der Markt ist 2025 deutlich fragmentierter geworden. Die Kaufentscheidungen erfolgen bewusster. Es zeigt sich weniger „Standard", dafür mehr maßgeschneiderte Finanzierungslösungen, die zur regionalen Preisdynamik passen.

Bundesländer im Vergleich

Von Nord bis Süd: Wie unterschiedlich war der Immobilienkauf 2025? Wie bereits 2024 waren die Kaufpreise in Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland durchschnittlich am niedrigsten. An der Spitze liegen Hamburg und Bayern nahezu gleichauf. Hamburg führt auch erneut beim durchschnittlichen Quadratmeterpreis, die teuerste in 2025 finanzierte Immobilie steht jedoch mit rund 7,45 Millionen Euro in Bayern. Auch beim Objektalter gibt es deutliche Unterschiede: Die durchschnittlich ältesten Immobilien (Baujahr 1952) wurden in Berlin gekauft, die jüngsten (1982) in Bayern. Bei der Wohnfläche liegt Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 145 Quadratmetern vorn.

Die Grafik zeigt den durchschnittichen Eigenkapitaleinsatz in 2025 für Immobilien nach Bundesland.
Die regionalen Unterschiede zeigen sich auch bei den Finanzierungsdetails: In Schleswig-Holstein entschieden sich Käuferinnen und Käufer für die höchsten Zinsbindungen von durchschnittlich 12,2 Jahren (2024: 13,2 Jahre), während in Bayern besonders viel Eigenkapital (im Schnitt 235.000 Euro) in die Finanzierung eingebracht wurde. Entsprechend steht dieses Bundesland auch an der Spitze bei der durchschnittlichen Rate (1.900 Euro), wohingegen Sachsen-Anhalt den geringsten Wert (1.190 Euro) aufweist. Die meisten Finanzierungen erfolgten 2025 für selbstgenutzte Immobilien. Auffällig ist jedoch Sachsen: In diesem Bundesland wurde ein deutlich höherer Anteil der Objekte zur Kapitalanlage finanziert (37 %) als im bundesweiten Durchschnitt. Ebenso sticht Brandenburg heraus, denn dort wurden besonders viele Einfamilienhäuser finanziert, wohingegen in Berlin Eigentumswohnungen vorn lagen. In Berlin gab es die meisten HAUSfrauen, also Käuferinnen, die ihre Finanzierung als Alleinantragstellerinnen abschlossen.

Die wichtigsten Finanzierungskennzahlen aus 2025 im Überblick

Quelle: Interhyp AG, basierend auf abgeschlossenen Baufinanzierungen in 2025, Durchschnittswerte gerundet.
Die Daten zeigen: Die typische Immobilienkäuferin oder den typischen Immobilienkäufer gibt es nicht. Die Prioritäten unterscheiden sich je nach Region deutlich – beeinflusst auch durch die lokale Erschwinglichkeit von Immobilien.

Wie entwickelten sich die Zinsen 2025?

Die Grafik zeigt die Bauzinsentwicklung für 2025.
Die Zinsen für 10-jährige Sollzinsbindungen starteten mit 3,24 Prozent ins Jahr, stiegen im Frühjahr leicht an und pendelten sich über die Sommermonate bei rund 3,6 Prozent ein. Zum Jahresende zogen sie dann nochmals an und erreichten im Dezember 3,85 Prozent. Aber wie sahen die Durchschnittszinsen 2025 bei anderen Zinsbindungen aus? Und welchen Einfluss hatte der Beleihungsauslauf? Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:
Quelle: Die Zinssätze basieren auf den Konditionsangeboten vom 01.01. bis 31.12.2025 der Interhyp AG. Keine Haftung für die Darstellung. Die aktuellen Zinssätze für Ihre individuelle Baufinanzierung erfahren Sie in der Beratung.

Immobilienpreisentwicklung

Die Grafik zeigt den durchschnittlichen Kaufpreis in 2025 für Immobilien nach Bundesland.
Im Verlauf des Jahres 2025 zogen die Immobilienpreise kontinuierlich an, erreichten jedoch in vielen Städten noch nicht die Höchststände von 2022. Besonders gefragt waren Bestandsimmobilien, was zu spürbaren Preissteigerungen führte. Auch wenn sich die Nachfrage zum Jahresende leicht abschwächte, bleibt das Interesse am Eigenheim hoch – der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Deutschen weiterhin stark ausgeprägt.

Der Immobilienpreisindex zeigt deutliche Wertzuwächse: Häuser verteuerten sich im Durchschnitt um 3,7 Prozent, Wohnungen um 3,1 Prozent. Während die Preise in den Ballungszentren für viele Haushalte an Erschwinglichkeitsgrenzen stoßen, profitieren mittlere Städte und ländliche Gebiete von dieser Entwicklung – dort ist die Nachfrage spürbar gestiegen.

Was erwartet Käuferinnen und Käufer in 2026?

Der Immobilienmarkt startet voraussichtlich verhalten ins neue Jahr. In den ersten Monaten 2026 dürften sich die Kaufpreise zunächst seitwärts bewegen. Ab dem Frühjahr wird dann wieder mit steigender Marktdynamik gerechnet – allerdings verhaltener als im ersten Halbjahr 2025.
Das Interesse am Eigenheim bleibt stark. Besonders in Großstädten und Ballungsräumen dürften die Kaufpreise aufgrund des knappen Wohnungsangebots weiter steigen – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Mittelfristig sprechen der bundesweite Mangel an mehreren Hunderttausend Wohnungen und die anhaltende Nachfrage für moderat steigende Werte. Jährliche Wertzuwächse zwischen zwei und vier Prozent könnten zum Standard werden. In vielen Regionen bewegen sich die Preise bereits wieder auf die Spitzenwerte von 2022 zu.
Für Baudarlehen mit zehn Jahren Laufzeit könnte die Vier-Prozent-Marke wieder in Sichtweite rücken. Treiber sind hier vor allem steigende Renditen am Kapitalmarkt sowie höhere staatliche Investitionen.
Für Kaufinteressierte bedeutet das: 2026 erfordert eine sorgfältige Planung und realistische Kalkulation. Wer seine Finanzierung solide aufstellt und gezielt nach passenden Objekten sucht, findet jedoch weiterhin attraktive Gelegenheiten am Markt.