Zinsen im Überblick

Zinsen machen bei einem Immobiliendarlehen einen großen Teil der Kosten aus. Dabei können minimale Unterschiede hinter dem Komma bereits über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Wir beobachten das aktuelle Zinsniveau und deren Auswirkungen auf Wohnbaufinanzierungen für Sie sehr genau. Aber wir stellen Ihnen auch Informationen zur Verfügung, damit Sie sich selbst ein Bild über die Bedeutung der Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Darlehen machen können.

von Dennis Cömert in München, aktualisiert 01.10.2020

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Die aktuellen Zinsen sind bei der Immobilienfinanzierung wichtig, denn angesichts der langen Laufzeiten bei Baudarlehen wirken sich Unterschiede hier stark auf die Kosten aus. Mit dem persönlichen Zins-Check von Interhyp vergleichen Sie anhand der aktuellen Bauzinsen die Angebote. Mit wenigen Klicks zur ersten Einschätzung!

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  • EZB-Leitzins und Kaptialmärkte: Wie sie den Bauzins beeinflussen
Aktuelle Zinsen im Überblick Die aktuelle und historische Zinsentwicklung in der Baufinanzierung: Mit den Zins-Charts von Interhyp lassen sich die aktuellen Zinsen für den Hauskauf besser einschätzen, da so ein Vergleich mit der bisherigen Entwicklung möglich wird. So können Sie sich beispielsweise bei der Anschlussfinanzierung gegebenenfalls mit einem Forward-Darlehen frühzeitig günstige Konditionen sichern.
Darüber hinaus zeigt Ihnen Interhyp auf, wie sich der Leitzins der EZB auf die aktuellen Zinsen für Immobilienkredite auswirkt - und welche weiteren Faktoren das Zinsniveau beeinflussen.

Von den marktüblichen Zinsen zur individuellen Finanzierung

Im Jahr 2016 hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Außerdem muss eine Bank mittlerweile einen gewissen Zinssatz an die Notenbank bezahlen, wenn sie dort Geld einlagern möchte. Verkehrte Welt möchte man meinen, denn bis vor wenigen Jahren war es üblich, für eine Geldanlage - also Sparen - durchaus attraktive Zinsen zu erhalten. Wenn Sparen (fast) keine Zinsen mehr erwirtschaftet, und die niedrigen Zinsen für Tagesgeld und Festgeld zeigen das deutlich, dann müssten doch auch die Zinsen für die Baufinanzierung sehr niedrig sein. Die aktuellen Zinsen für Baugeld im Jahr 2016 scheinen diesen Schluss zu bestätigen, doch so einfach ist es nicht. Die Zinsen für die Immobilienfinanzierung hängen nur zu einem gewissen Teil von der Leitzins-Entwicklung für den Euro-Raum ab.

Der Leitzins als Grundlage

Für die Bank ist der Leitzins von großer Bedeutung. In der Praxis orientiert sich eine deutsche Bank an mehr als nur einem Leitzinssatz. Im täglichen Geschäft mit Geld spielen verschiedene Zinsen eine große Rolle.
Der Leitzins der Europäischen Zentralbank beeinflusst unter anderem die Zinsen für eine Geldanlage wie Tagesgeld und Festgeld sowie kurzfristige Kredite. Er wird im Rahmen der Geldpolitik für den Euro-Raum festgelegt.
Ein weiterer wichtiger Leitzins zur Ermittlung von Zinsen ist der EURIBOR. EURIBOR steht für Euro InterBank Offered Rate. Der EURIBOR liefert den Referenzzinssatz für Termingeldgeschäfte in Euro im Handel zwischen den europäischen Banken. Grob gesagt beschreibt der EURIBOR die Zinsen, die eine Bank einer anderen in Rechnung stellt, wenn sie ihr Geld leiht. Der EURIBOR wird von vielen Banken genutzt, um den Zinssatz für variable Immobiliendarlehen festzusetzen.
Die Zinsen für Anleihen und Pfandbriefe als Geldanlage spielen eine große Rolle für die Entwicklung der angebotenen Zinsen für Baugeld. Bei diesen langfristigen Anlagen gilt: Je gefragter sie sind, desto niedriger sind deren Zinsen. Die unsichere Wirtschaftslage lässt ausländische Großinvestoren auf deutsche Anleihen und Pfandbriefe als sichere Geldanlage zurückgreifen. Im Sommer 2016 fiel die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen zum ersten Mal in der Geschichte negativ aus. Entsprechend niedrig sind die Zinsen für die Immobilienfinanzierung, denn sie orientieren sich an den Entwicklungen bei Anleihen und Pfandbriefen.

Nicht der Markt allein bestimmt den Zinssatz

Welcher Zinssatz Kunden von Banken für einen Kredit angeboten wird, das hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Einige davon können Sie selbst beeinflussen, auf andere dagegen können Sie nicht einwirken. Über den Zinssatz zahlen Sie auch für die Aufwendungen der Bank. Schließlich kosten die Beratung, die Prüfung Ihrer Bonität und weitere Arbeiten der Bank Geld. Ein wenig Gewinn muss die Bank über die Zinsen ebenfalls generieren können. Doch auch das macht nur einen kleinen Teil des Zinssatzes aus, der Ihnen für Ihre Immobilienfinanzierung angeboten wird.
Einen großen Einfluss auf den Zinssatz hat die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung für die Zukunft. Erwartet die Bank in den nächsten Jahren deutlich steigende Zinssätze, fällt der Aufschlag für eine lange Zinsbindungsfrist, wie sie bei Annuitätendarlehen üblich ist, höher aus als in Wirtschaftsphasen, in denen stagnierende oder fallende Zinsen zu erwarten sind. Dabei haben auch die Entwicklungen in anderen Ländern einen hohen Stellenwert. Der Geldmarkt ist international.

Lage, Lage, Lage - das gilt nicht nur für Makler

Tatsächlich beeinflussen auch die Wahl des Grundstücks und die Art der Immobilie den Zinssatz für die Baufinanzierung. Das hat einen einfachen Grund: Ist ein Objekt generell schwer verkäuflich, weil in der Region Interessenten fehlen oder die Lage sehr ungünstig ist, ist das Risiko für die Bank höher. Können Sie als Kreditnehmer die Raten nicht mehr leisten, ist es für die Bank schwierig bis unmöglich, bei einer möglichen Zwangsversteigerung den Darlehensbetrag zu erzielen. Dieses höhere Risiko im Falle eines Kreditausfalls gibt die Bank über die Zinsen an Sie weiter. In einer begehrten Lage dagegen ist es viel einfacher, einen Käufer zu finden, der einen hohen Preis zahlt. Das Risiko für die Bank fällt niedriger aus.

Die Bonität ist wichtig

Ein wichtiger Faktor für den von der Bank offerierten Zinssatz ist Ihre individuelle Bonität. Dabei kommt es unter anderem auf Ihr Zahlverhalten an. Selbstverständlich sind zuverlässige Kunden, die ihre Schulden pünktlich und wie vereinbart tilgen, gern gesehen. Doch auch andere Informationen beeinflussen in den Augen des Kreditgebers Ihre Bonität.
Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis oder eine Verbeamtung auf Lebenszeit liefern gute Anhaltspunkte dafür, dass Kunden ihren Kredit langfristig bedienen können. Selbstständige Kunden und Arbeitnehmer mit befristetem Arbeitsvertrag oder in der Probezeit haben kein so sicheres Einkommen.
Das Einkommen muss zur gewünschten Darlehenssumme passen. Daher bestimmt nicht Ihr Einkommen allein die Bonität, die regelmäßigen Ausgaben müssen ebenfalls betrachtet werden. Mit einem Haushaltsrechner ermitteln Sie einfach, wie viel Geld Ihnen monatlich für eine Finanzierung zur Verfügung steht.

Günstige Zinsen sichern

Eine Immobilienfinanzierung bindet Sie über viele Jahre. Deshalb können bereits geringe Unterschiede bei den Zinsen die Gesamtkosten für den Kredit deutlich beeinflussen. Um einen möglichst günstigen Kredit für das Eigenheim zu finden, ist es sinnvoll, mit einem Kreditrechner die verschiedenen Angebote zu vergleichen. So ermitteln Sie den Anbieter, der Ihnen die günstigsten Konditionen gewährt. In absoluten Niedrigzinsphasen ist es empfehlenswert, die Zinsbindungsfrist möglichst lang zu vereinbaren. Erwarten Sie dagegen fallende Zinssätze, kann zum Beispiel eine Zinsbindung von fünf Jahren eine Option sein.
Bei einer Anschlussfinanzierung lohnt es sich, die Zinsentwicklung bereits einige Jahre vor dem Ablauf der Zinsbindung des aktuellen Kredits zu beobachten. Zeichnen sich steigende Zinsen ab, können Sie sich die aktuell günstigen Zinsen mit einem Forward-Darlehen für die Zukunft sichern. Sie zahlen lediglich einen kleinen Aufschlag an die Bank. Allerdings besteht das Risiko, dass Sie bei fallenden Zinssätzen mehr als nötig für die Finanzierung zahlen. Deshalb lassen Sie sich bei der Auswahl der Immobilienfinanzierung immer fachkundig beraten. Im Vergleich zu einer Geldanlage wie Tagesgeld oder Festgeld legen Sie sich mit einem Darlehen für das Eigenheim deutlich länger fest.
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