Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Damit Sie im Bilde sind und wissen, was die Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Baudarlehen für Sie bedeuten.

von Britta Barlage in München, aktualisiert 05.01.2022

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Das Zinsniveau ist historisch günstig. Das sollten Sie nutzen - aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Sie sehen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen auf einen Blick.

Ihr persönlicher Top-Zins

Wie werden sich die Zinsen weiter entwickeln? Steigen sie, fallen sie oder bleiben sie gleich? Und wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Antworten auf die wichtigen Fragen finden Sie in unserem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer. Das Trendbarometer wird auf Basis von Expertenmeinungen erstellt.

Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer erhalten Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. So stellen Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis und sichern sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen. Es ist wichtig, dass Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen. Denn so lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.
Aktuelle Informationen: Die Corona-Pandemie wird die Märkte dieses Jahr weiterhin beeinflussen - und damit auch bestimmen, zu welchen Konditionen Immobilieninteressierte Baudarlehen aufnehmen können. Zwar sprechen eine sich erholende Konjunktur und die hohe Inflation dafür, dass die Notenbanken ihre Finanzpolitik anpassen und die Zinsen somit steigen. Jedoch bleibt die Corona-Pandemie eine Unwägbarkeit. Das zeigt die Renditeentwicklung deutscher Staatsanleihen, die als Orientierungsgröße zur Entwicklung der Bauzinsen gilt: Investoren und Investorinnen hatten im Vormonat vermehrt die Sicherheit der Staatsanleihen gesucht. Die höhere Nachfrage hat die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen vor Weihnachten ins Minus gedrückt. Ein zunehmender Optimismus zum Jahreswechsel hat die Renditen nun aber leicht nach oben gezogen.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren. Für 2022 werden nun steigende Bauzinsen erwartet.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

Jetzt Top-Konditionen sichern!

Sichern Sie sich die im historischen Vergleich noch immer sehr niedrigen Zinsen. Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Ein Großteil der von Interhyp befragten Experten erwartet auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen. Kurzfristig sieht die ein wenig mehr als die Hälfte eher ein gleichbleibendes Zinsniveau, der andere Teil hält einen leichten Anstieg für möglich.

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, Commerzbank, DKB, Deutschen Bank, Hypovereinsbank, ING Deutschland, MünchenerHyp, PSD RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.
Mit dem Zins-Check von Interhyp berechnen Sie ganz einfach Ihren Bauzins. Selbstverständlich sind unsere Fachleute für Sie da. Sie beraten Sie gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.
Möchten Sie bei der Zinsentwicklung für die Baufinanzierung auf dem Laufenden sein? Dann abonnieren Sie den kostenlosen Interhyp-Newsletter. Darin finden Sie Marktinformationen, aktuelle Hypothekenzinsen und viele Infos über die Bauzinsentwicklung. Nutzen Sie für Ihre Baufinanzierung den Zinsvergleich von Interhyp. Mit dem persönlichen Zinsrechner für Ihre Baufinanzierung berechnen Sie Top-Zinsen für Ihr Baugeld.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer Januar 2022:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Für Immobilieninteressenten wird 2022 ein spannendes Jahr. Stand heute wird es von diesen drei Faktoren maßgeblich beeinflusst: der Zinsentwicklung, Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt sowie den politischen Ambitionen in Sachen Wohneigentum und ökologische Nachhaltigkeit. Die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen liegen Anfang Januar bei rund einem Prozent und damit rund 0,3 Prozentpunkte über den Konditionen vom Jahresanfang 2021. Mit Blick auf die Zinspolitik, Inflation und Konjunkturentwicklung halten wir 2022 einen weiteren Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen für wahrscheinlich. Auch die Expertinnen und Experten, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen, sind sich darin einig: Alle Analysten gehen von höheren Zinsen im Jahresverlauf aus. Kurzfristig erwarten wir gleichbleibende bis leicht steigende Zinsen aufgrund der Unsicherheiten der Corona-Pandemie."
Wer das neue Jahr mit dem Vorsatz eines Immobilienkaufs begonnen hat, sollte zwar die Zinsentwicklung im Blick behalten – von Zinsschwankungen sollte die grundsätzliche Entscheidung für die Immobilie aber nicht abhängig gemacht werden. Dafür gilt es vor allem, die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten hinsichtlich der Immobilie und der Finanzierung genau analysieren. Wo möchte ich wohnen? Wie groß muss meine Wohnung sein? Welche Ansprüche habe ich an die Wege zur Arbeit und die Nähe zur Stadt? Und welches Budget steht mir für den Kauf zur Verfügung, jetzt und in der Zukunft? Welche monatlichen Raten kann ich mir leisten? Diese Fragen können die Expertinnen und Experten von Interhyp im Beratungsgespräch klären – und für die passende Immobilie dann ein zinsgünstiges Angebot für eine möglichst maßgeschneiderte Finanzierung auswählen.
Unser Vorsatz bei der Interhyp AG: Wir wollen auch 2022 wieder vielen Tausend Menschen den Weg ins eigene Zuhause ermöglichen und erleichtern. Viele kostenlose Rechner und Tools, unabhängige Tipps und eine persönliche Beratung bieten wir dafür seit Jahren. Zusätzlich ermöglichen wir Immobiliensuchenden nun unter Interhyp Home, unserem Kundenportal, den gesamten Wohnimmobilienmarkt in Deutschland durch Schätzwerte noch besser zu verstehen und Objekte zu sondieren, bevor sie auf den Markt gelangen. Und wir bieten mit unserer Vorausberatung an, schon vor der Objektsuche die Frage der Finanzierung zu klären.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe:
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen:
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell niedrig sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Kurz und knapp: Das sagen die Expertinnen und Experten

Im neuen Jahr rechnen viele Experten mit einer Normalisierung der Lage. Das könnte vor allem langfristig Immobiliendarlehen verteuern.

Allianz

"Die Märkte haben technisch Ausbrüche nach oben und unten versucht. Entscheidend wird sein, ob die FED wie geplant gegen Ende des ersten Halbjahrs 2022 die Zinsen leicht anhebt."

Commerzbank

"Da die Notenbank ihre Anleihekäufe schneller zurückführt und damit den Weg für Zinserhöhungen ab dem Sommer bereitet, dürften höhere US-Treasury-Renditen im ersten Halbjahr auch die Zinsrichtung in Europa vorgeben. Angesichts fallender Inflationsraten und Wachstumssorgen im Euroraum dürften sich die Zinsen am langen Ende jedoch im zweiten Halbjahr stabilisieren."

Deutsche Bank

"Aus Sorge vor der Omikron-Corona-Variante sind die Renditen von Bundesanleihen zuletzt wieder gesunken, weil sichere Staatsanleihen stärker gefragt waren. Die Entwicklung dürfte aber nicht lange anhalten. Die konjunkturelle Erholung ist allenfalls verschoben, aber nicht aufgehoben, und große Notenbanken wie die Fed und die EZB fahren ihre Geldpolitik im kommenden Jahr zurück. Das dürfte nicht ohne Folgen für die Hypothekenzinsen bleiben, die 2022 etwas zulegen könnten."

DKB Deutsche Kreditbank

"Nachdem die EZB 2020 umfangreiche geldpolitischen Entscheidungen im Dezember getroffen hat, war sie im Dezember 2021 aufgrund des unsicheren Umfeldes noch abwartend. Dagegen hat die Bank of England die erste Zinserhöhung vollzogen und die amerikanische Notenbank FED für das Frühjahr 2022 in Aussicht gestellt. Unverändert wird die weitere Zinsentwicklung am Kapitalmarkt stark in Abhängigkeit der Inflationszahlen und der weiteren Entwicklung der Pandemie stehen, wobei tendenziell die Kapitalmarktzinsen langsam steigen werden."

HypoVereinsbank

"Die Kernfrage 2022 lautet: Wird die Inflationsrate zurückgehen? Sollte dies eintreten (wie wir es erwarten), dann wird die EZB keinen Anlass haben, über Leitzinsanhebungen zu diskutieren. Das allgemeine Renditeniveau bliebe damit niedrig, wenngleich die abnehmenden Anleihekäufe über den Jahresverlauf hinweg zu einem leichten Aufwärtsdrift führen dürften."

ING Deutschland

"Die langsame Zinswende der großen Notenbanken wird 2022 weitergehen. Nach dem langsamen Einstieg in den Ausstieg zu Jahresende und dem Abbau der Anleihenkäufe wird es in 2022 die ersten Leitzinserhöhungen in den USA geben. Selbst in der Eurozone werden die Spekulationen über erste Zinsschritte in der zweiten Jahreshälfte lauter werden."

Münchner Hyp

"Die schnelle Verbreitung der Omikron-Variante dürfte kurzfristig für etwas Stabilität am Rentenmarkt und eher gleichbleibende Zinsen sorgen. Mittelfristig dürften die Inflationsraten zwar wieder etwas sinken, jedoch auf einem höheren Niveau von ca. zwei Prozent verharren. Ein besserer Impffortschritt, gute Wirtschaftsdaten und höhere Löhne (Mindestlohn) dürfte für etwas steigende Zinsen in 2022 sorgen."

PSD Bank RheinNeckarSaar

"Die rasch steigenden und hohen Preissteigerungsraten sind unseres Erachtens nicht temporär. Insbesondere dann nicht, wenn man die historische Korrelation zwischen Geldmengenwachstum und Preissteigerung betrachtet. Unabhängig welches Geldmengenaggregat untersucht wird, die Zuwachsraten bilden einen exponentiellen Verlauf ab. Das gilt auch in ähnlicher Weise für die Bilanzsummen der Notenbanken weltweit. Des Weiteren kommt es unverändert zu Lieferengpässen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Auch der FAO Food Price Index (Internationaler Index für Lebensmittelpreise) klettert sukzessive. Alles zusammen bildet eine gefährliche Kombination für die Zinslandschaft. Insofern sollten die Zinsen eher kräftiger steigen."

PSD Bank Rhein-Ruhr

"Irgendwann werden die Zinsen der Inflation folgen müssen, somit erwarten wir – wenn auch leicht – steigende Zinsen 2022."

Santander

"Zu Jahresbeginn dürfte die reichliche Liquidität – auch aus Fälligkeiten und Kuponzahlungen – dazu beitragen, dass die Kapitalmarktzinsen auf den aktuell sehr niedrigen Niveaus verharren. Mit dem von den Notenbanken eingeleiteten vorsichtigen Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik sollten die Renditen an den Anleihemärkten anschließend moderat ansteigen."

Sparkasse Hannover

"Die Zeichen sprechen gegen einen deutlichen Anstieg der Zinsen im Jahr 2022: Die Konjunktur dürfte über große Teile des neuen Jahres im Würgegriff der Corona-Pandemie verbleiben, auch wenn es zwischenzeitlich zu einer deutlichen Entspannung und kräftigen Nachholeffekten kommt. Parallel dazu gehen die Preissteigerungsraten wieder in den Sinkflug über, bleiben aber im Euroraum noch einige Zeit über dem 2-Prozent-Inflationsziel der EZB. Insgesamt dürften die Bedingungen für eine Zinswende auch 2022 nicht erfüllt sein."

Zins- und Marktumfeld

Die Corona-Pandemie wird aller Voraussicht nach auch im neuen Jahr die Märkte wie kaum ein anderes Thema beeinflussen. So wie Corona-Wellen die Wirtschaftsleistung in 2021 mehrfach ausgebremst haben, hängt die Erholung im neuen Jahr von möglichen Lockdowns, Beschränkungen, Produktionsstörungen und Lieferengpässen ab. Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihren Prognosen für 2022 nach unten korrigiert, gehen aber meist noch von einem Wachstum in 2022 von rund 3,5 bis 4 % aus.
Ein zweites Augenmerk verdient im neuen Jahr die Inflation. Die Teuerungsrate in der Eurozone beträgt aktuell 4,9 %. Sie ist damit mehr als doppelt so hoch wie von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebt. Es wird erwartet, dass die Inflation in den ersten Monaten des neuen Jahres hoch bleibt. Etliche Experten gehen allerdings noch immer davon aus, dass die hohe Inflation vorübergehender Natur ist und es sich auch um Kompensationseffekte handelt.
Die Notenbanken führen ihre Zinspolitik bereits langsam an das Szenario einer erstarkenden Wirtschaft heran. Die EZB hatte bei der letzten Sitzung im Dezember angekündigt, das Corona-Notkaufprogramm für Anleihen im kommenden Jahr auslaufen zu lassen, eine Leitzinsanhebung in 2022 jedoch als unwahrscheinlich eingestuft. Andere Währungshüter beurteilen die Lage entschlossener. So hat die Bank of England als erste große Zentralbank seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie den Leitzins um 0,15 Prozentpunkte erhöht und damit auf die hohe Inflationsrate reagiert. Auch die amerikanische Notenbank Fed hat in der letzten Sitzung des Jahres die erwartete Wende in der Geldpolitik eingeleitet. Sie beendet das Anleihekaufprogramm früher und reduziert bereits ab Januar die monatlichen Käufe von Staatsanleihen und staatlich besicherten Hypothekenanleihen. Der Leitzins bleibt zwar unangetastet in der Spanne von 0 bis 0,25 %, soll jedoch angehoben werden, sobald sich der Arbeitsmarkt weiter erholt.
Die Unwägbarkeiten spiegeln sich in der Renditeentwicklung deutscher Staatsanleihen wider, die als Orientierungsgröße für die Entwicklung der Bauzinsen gilt. Angesichts der Omikron-Pandemieentwicklung hatten Investoren und Investorinnen im Dezember vermehrt die Sicherheit von deutschen Staatsanleihen gesucht. Die höhere Nachfrage hat die Rendite auf etwa minus 0,35 % gedrückt und damit für leicht sinkende Konditionen bei Immobilienkrediten gesorgt. Zum Jahreswechsel hat ein zunehmender Optimismus die Konditionen wieder leicht nach oben gezogen. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich zeigen, wann die Zuversicht für eine nachhaltige Trendwende am Zinsmarkt sorgen wird.

Interhyp-Expertenrat

Der Jahresbeginn ist die perfekte Zeit, die Finanzen zu ordnen. Das gilt sowohl für Immobilieninteressenten als auch für Eigentümer und Eigentümerinnen mit laufenden Krediten. Interessenten können in der individuellen Beratung feststellen, wie viel Geld ihnen für eine Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht – und welcher maximal mögliche Immobilienkaufpreis sich daraus ergibt. Das geht mit der Interhyp-Vorausberatung schon vor der Immobiliensuche. Als Ergebnis erhalten Sie ein Finanzierungszertifikat, mit dem wir Ihnen bescheinigen, zu welchem Betrag wir die Finanzierung für realisierbar halten. Damit erhalten Sie leichter den Zuschlag beim Kauf.
Wer eine laufende Finanzierung hat, sollte sich mit Blick auf möglicherweise steigende Zinsen mit dem Thema Anschlussfinanzierung beschäftigen. Je nachdem, wie lange die Zinsbindung noch läuft, können Forward-Darlehen eine interessante Option sein, die weitere Finanzierung gegen steigende Zinsen abzusichern beziehungsweise sogar die momentane Zinsbelastung zu senken.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise zehn, elf oder sogar zwölf Prozent. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.
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