Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Damit Sie im Bilde sind und wissen, was die Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Baudarlehen für Sie bedeuten.

von Britta Barlage in München, aktualisiert 04.11.2021

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Das Zinsniveau ist historisch günstig. Das sollten Sie nutzen - aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Sie sehen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen auf einen Blick.
Wie werden sich die Zinsen weiter entwickeln? Steigen sie, fallen sie oder bleiben sie gleich? Und wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Antworten auf die wichtigen Fragen finden Sie in unserem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer. Das Trendbarometer wird auf Basis von Expertenmeinungen erstellt.

Ihr persönlicher Top-Zins

Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer erhalten Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. So stellen Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis und sichern sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen. Es ist wichtig, dass Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen. Denn so lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.
Aktuelle Informationen: Die Nachhaltigkeit der aktuellen Inflation wird von den großen Noten- und Zentralbanken unterschiedlich bewertet: Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins und den Umfang der Anleihekäufe weiterhin unverändert, trotz deutlich steigender Inflation, um den aktuellen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Pandemie nicht zu gefährden. Die amerkanische Notenbank Fed hingegen will ihre Anleihekäufe zurückfahren. Dennoch ist es mit Blick auf die Entwicklung der Inzidenzwerte und Lieferschwierigkeiten, trotz Konjunkturbelebung und steigender Renditen, zu früh, um von einer generellen Trendwende zu sprechen.
Immobilieninteressierte mit einem konkreten Objekt im Blick und einer tragfähigen Finanzierung sollten daher nicht auf niedrigere Konditionen spekulieren. Eigentümer mit laufendem Darlehen, die zwischen 2011 und 2013 finanziert haben, sollten ein Forward-Darlehen in Betracht ziehen, falls ihre zehnjährige Zinsbindung demnächst ausläuft.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren. Im Oktober 2021 zogen sie jedoch an.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

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Sichern Sie sich die im historischen Vergleich noch immer sehr niedrigen Zinsen. Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Ein Großteil der von Interhyp befragten Experten erwartet auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen. Kurzfristig sieht die Hälfte eher ein gleichbleibendes Zinsniveau, die andere hält einen leichten Anstieg für möglich.

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, Commerzbank, DKB, Hypovereinsbank, ING Deutschland, MünchenerHyp, Postbank, PSD RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.
Mit dem Zins-Check von Interhyp berechnen Sie ganz einfach Ihren Bauzins. Selbstverständlich sind unsere Fachleute für Sie da. Sie beraten Sie gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.
Möchten Sie bei der Zinsentwicklung für die Baufinanzierung auf dem Laufenden sein? Dann abonnieren Sie den kostenlosen Interhyp-Newsletter. Darin finden Sie Marktinformationen, aktuelle Hypothekenzinsen und viele Infos über die Bauzinsentwicklung. Nutzen Sie für Ihre Baufinanzierung den Zinsvergleich von Interhyp. Mit dem persönlichen Zinsrechner für Ihre Baufinanzierung berechnen Sie Top-Zinsen für Ihr Baugeld.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer November 2021:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Die Zinsen für Immobilienkredite sind im Oktober wie prognostiziert gestiegen. Dass Kredite etwas teurer werden, bedeutet jedoch nicht, dass Geld auf dem Sparkonto mittlerweile wieder besser aufgehoben wäre. Im Gegenteil: Durch die hohe Inflation verliert das Geld auf dem Sparkonto an Wert. Kreditnehmer indes profitieren von der Entwertung durch die Inflation. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird daran zumindest unmittelbar nichts direkt ändern. Sie hat trotz deutlich steigender Inflation bei ihrer jüngsten Sitzung vor wenigen Tagen Leitzins und Umfang der Anleihekäufe unverändert gelassen. Sie will den aktuellen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Pandemie nicht gefährden. Die US-amerikanische Notenbank Fed hat das Wirtschaftswachstum und die Inflation in ihrer jüngsten Sitzung Anfang November etwas anders beurteilt. Sie hat zwar den Leitzins ebenfalls nicht angefasst, will jedoch die monatlichen Anleihekäufe ab sofort um 15 Mrd. Dollar reduzieren. Ein Blick auf die Entwicklung der Inzidenzwerte und Lieferschwierigkeiten verdeutlicht zugleich, dass es zu früh scheint, von einer generellen Trendwende zu sprechen. Das sehen auch viele Expertinnen und Experten so, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen. Viele halten kurz- und insbesondere langfristig weiter leicht steigende Zinsen für möglich. Sie weisen jedoch auf den Spagat zwischen Preisstabilität und Konjunkturaufschwung hin, der das Aufwärtspotenzial gleichzeitig begrenzt."
Die sprunghaft gestiegene Inflation war in den vergangenen Wochen ein beherrschendes Thema. Verbraucherinnen und Verbraucher spüren den Preisschub bereits an den Zapfsäulen und beim Einkauf. Unterdessen melden sich immer mehr Fachkundige zu Wort, die die Teuerung nicht mehr für ein temporäres Phänomen halten.
Passend dazu hat die Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage hin verlauten lassen, dass jedem vierten deutschen Mieterhaushalt Armut droht. Demnach galten 2019 25,3 Prozent aller Mieterhaushalte in Deutschland als armutsgefährdet. Auch wenn das Armutsrisiko bei Eigentum ebenfalls gestiegen sei, ist die Armutsrisikoquote unter Mietenden etwa doppelt so hoch wie bei Personen mit Eigentum.
Sollte die Geldentwertung tatsächlich langfristiger anhalten, als von der EZB derzeit vermutet, wird die Frage der Altersabsicherung und des Vermögensaufbaus und -schutzes in den nächsten Monaten und Jahren noch wichtiger. Die Inflation schmälert nicht nur Kaufkraft, sondern gleichsam und dankbarerweise Schulden. Denn: Mit der Geldentwertung schrumpft der reale Wert von Forderungen. Trotzdem sollte niemand einen Hauskauf lediglich mit der aktuell gestiegenen Inflation begründen.
Es ist allerdings durchaus möglich, dass Immobilien als Sachwertanlage in Zeiten der Inflationsangst noch stärker in den Fokus geraten. Es wäre nicht das erste Mal. Die zunehmende Euroschwäche, die ebenfalls durch die Inflation verstärkt wird, könnte die Nachfrage nach Immobilien zusätzlich stützen. Auch dies wäre nicht das erste Mal - erinnern wir uns nur an die Eurokrise vor einigen Jahren.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe:
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen:
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell niedrig sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Kurz und knapp: Das sagen die Expertinnen und Experten

Die Expertinnen und Experten sind sich noch uneins, wie sie die aktuellen Inflationszahlen bewerten. Einig sind sie sich jedoch darin: Die europäischen Währungshüter befinden sich in einer Zwickmühle aus Drosselung und Stimulanz. Während kurzfristig jeweils die Hälfte der Befragten entweder von gleichbleibenden oder steigenden Zinsen ausgeht, sieht die Mehrheit langfristig eher steigende Zinsen.

Allianz

"Die Zinsen sind in den letzten 4 Wochen kontinuierlich gestiegen, aber seit einigen Tagen ist eine Seitwärtsbewegung in den USA und in Europa zu beobachten. Gleichzeitig ist der Goldpreis leicht gestiegen, was ein Indikator für Inflationserwartung ohne stark steigende Zinsen sein kann."

Deutsche Bank

"Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, die Anleihekäufe im Rahmen ihres Pandemie-Nothilfeprogramms zurückzufahren. Auch in den USA dürfte eine Entscheidung zur Reduzierung der Anleihekäufe kurz bevorstehen. Bei gleichzeitig hohen Inflationsraten und einer immer noch soliden Konjunkturentwicklung nimmt der Aufwärtsdruck bei den Renditen zu, was auch zu einer Verteuerung von Hypothekendarlehen führen sollte."

DKB Deutsche Kreditbank

"Unverändert steht die Inflation im Vordergrund der Marktdiskussionen. Die EZB hat bei ihrer Oktober-Sitzung erneut mit einer temporären Inflation argumentiert. Allerdings wird dies vom Markt immer mehr bezweifelt. Als Folge dessen hat die Volatilität am Kapitalmarkt die letzten Wochen deutlich zugenommen. Darüber hinaus wird die EZB bei der Dezember-Sitzung Einblicke über die weitere Vorgehensweise der Ankaufsprogramme geben. Die weitere Zinsentwicklung am Kapitalmarkt wird auch die nächsten Wochen stark in der Abhängigkeit der veröffentlichten Wirtschaftsdaten stehen.“

HypoVereinsbank

"Die Markterwartungen zur Entwicklung der Leitzinsen sind in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Dies erfolgte unter dem Eindruck hartnäckig hoher Inflationsraten und geldpolitischer Wendemanöver verschiedener anderer Notenbanken rund um den Globus. Wir erwarten einen sehr deutlichen Rückgang der Inflationsraten im kommenden Jahr und betrachten die Erwartung von Zinsanhebungen seitens der Europäischen Zentralbank für unangemessen. Unter starken Schwankungen sollten sich die Kapitalmarktrenditen in den kommenden Wochen und Monaten insgesamt seitwärts entwickeln."

ING Deutschland

"Weltweit bewegen sich die Notenbanken vorsichtig Richtung Ausgang aus der extrem lockeren Geldpolitik. Auch die edFed macht mit und die EZB wird sich dem Trend auch nicht mehr lange entziehen können. Der Abbau der Anleihekäufe sollte die langfristigen Zinsen steigen lassen. Leitzinserhöhungen stehen allerdings noch nicht auf dem Programm."

Münchner Hyp

"Die hohen Inflationsraten sorgen an den Zinsmärkten für starke Verunsicherung und Erwartungen höherer Zinsen. Weltweit verabschieden sich inzwischen mehrere Notenbanken (edFed, BoC, BoE) von der sehr lockeren Geldpolitik. Die EZB sieht den aktuellen Inflationsanstieg als temporär und dürfte nur sehr langsam aus der sehr lockeren Geldpolitik aussteigen. In 2022 sollten die Zinssätze für 10-jährigen Hypothekenkredite daher weiter leicht ansteigen."

PSD Bank RheinNeckarSaar

"Wir gehen nicht von einer temporären, höheren Preissteigerungsrate aus, sondern dass sie länger anhält und deutlich über der ursprünglichen Zielmarke der EZB von 2% liegen wird. Insbesondere das in den letzten anderthalb Jahren extrem beschleunigte Geldmengenwachstum sollte sich langfristig negativ auf die Preise auswirken, spätestens dann, wenn die Umlaufgeschwindigkeit wieder zunimmt. Des Weiteren können Lieferengpässe bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen weitere Preisschübe auslösen. Auch die Entwicklung bei Lebensmittelpreisen und bei den Frachtraten von Containerschiffen stimmen eher negativ. Demzufolge sollte der Druck für steigende Zinsen gegeben sein. Für die EZB könnte dies ein sehr herausforderndes Szenario darstellen, weil sie restriktive geldpolitischen Maßnahmen schwerlich treffen kann, ohne die finanzielle Stabilität der EU-Länder zu gefährden. Demzufolge sollten die Zinsen steigen, aber immer noch in moderater Form."

Santander

"Die merklich gestiegenen Inflationsraten bleiben auch in den kommenden Monaten das Megathema an den Finanzmärkten. Der für kommendes Jahr erwartete Rückgang, zu dem auch das allmähliche Auslaufen von Basiseffekten beitragen sollte, wird voraussichtlich mehr Zeit brauchen als vor wenigen Monaten noch erwartet. Zudem beginnt mit der amerikanischen Notenbank jetzt voraussichtlich auch die größte und wichtigste Zentralbank, den Fuß etwas vom geldpolitischen Gaspedal zu nehmen. Daher ist damit zu rechnen, dass sich der moderate Anstieg der Kapitalmarktzinsen fortsetzen wird."

Sparkasse Hannover

"Die Entwicklung der Inflationsrate ist durch Nachholeffekte und überwiegend als transitorisch einzustufende Preissteigerungen erklärbar, auch wenn ein Ende der Lieferengpässe schwer absehbar ist. Auch mit der derzeitigen Abkühlung der Konjunkturerwartungen im Euroraum hat die EZB gute Gründe, eine Straffung der geldpolitischen Maßnahmen weiter zu verschieben. Marktspekulationen auf einen ersten Leitzinsanstieg Ende 2022 halten wir daher für übertrieben."

Zins- und Marktumfeld

An den Märkten geht es anhaltend turbulent zu. Auf der einen Seite befreit sich die Wirtschaft mit teilweise beachtlichen Wachstumsraten aus dem Corona-Krisenmodus und die Arbeitslosigkeit sinkt wie zuletzt in Deutschland auf 2,37 Millionen Erwerbslose. Auf der anderen Seite wird der Konjunkturaufschwung gebremst. Entweder durch Lieferengpässe, die als Nachwehen der Pandemie Produzenten wie Händlern gleichermaßen zu schaffen machen. Oder von steigenden Inzidenzwerten und der Angst vor einer neuen Corona-Welle.
Überlagert wird diese Entwicklung von der Inflation, die von den Zentralbanken über Jahre hinweg in einer Größenordnung von rund zwei Prozent herbeigesehnt wurde. Die Geldentwertung schreitet nun aber überdeutlich voran und wird bei Weitem nicht nur durch eine hohe Nachfrage ausgelöst. In Deutschland ist sie im Oktober auf 4,5 Prozent gestiegen. Expertinnen und Experten halten im November sogar 5 Prozent für möglich. In den USA liegt sie bereits über 5 Prozent, in der Eurozone bei 4,1 Prozent. Der Kaufkraftverlust summiert sich Berechnungen zufolge für den Einzelnen auf mehr als 1.000 Euro pro Jahr, das gesamte Privatvermögen in Deutschland schrumpft um Milliarden.
Den Aktienmärkten, die bereits seit mehr als einem Jahr kräftig gestiegen sind, fließt weitere Liquidität zu. Der Goldpreis steigt bereits wieder kräftig. Die Notenbanken stehen vor einem Dilemma. Einerseits haben sie sich der Preisstabilität verschrieben. Andererseits dürfen sie den wirtschaftlichen Aufschwung durch eine zu rasche Abkehr von der Politik des billigen Geldes nicht gefährden. Während die US-amerikanische Notenbank Fed am langsamen Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik festhält und die Anleihekäufe zurückfährt, hat die EZB bei ihrer jüngsten Geldpolitik kein Ende der Geldschwemme in Aussicht gestellt. Investorinnen und Investoren beobachten das Geschehen genau. Der Euro-Währung trauen sie aktuell weniger zu als dem US-Dollar, der seit vergangenem Sommer deutlich aufgewertet hat.
Der Markt befindet sich zweifelsohne auf Richtungssuche, was auch an den Renditen der Staatsanleihen sichtbar wird. Diese haben sich im Oktober unter Schwankungen von rund minus 0,2 Prozent auf rund minus 0,1 Prozent weiter nach oben bewegt - und mit ihnen die Baugeldkonditionen nach oben gezogen.

Interhyp-Expertenrat

Der aktuelle Zinsanstieg mutet im historischen Kontext betrachtet zwar gering an, für den einzelnen Kaufenden mit Finanzierungsbedarf ist er jedoch durchaus zu spüren. Das gilt besonders dann, wenn die Konditionen weiter steigen sollten, wie nachfolgendes Rechenbeispiel verdeutlicht. Aktuell liegt die durchschnittliche Höhe eines Darlehens für den Bau oder Kauf einer Immobilie bei etwa 350.000 Euro. Bei einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent beträgt die monatliche Kreditrate beim aktuellen Zinssatz von knapp 1 Prozent 1.167 Euro. Bei einem Zinsanstieg um nur 0,2 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent würde die monatliche Kreditrate auf 1.225 Euro klettern. Das erhöht die Zinskosten innerhalb der Zinsbindung von zehn Jahren um 5.681 Euro. Ein Zinssprung um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent bedeutet sogar Mehrkosten von rund 14.500 Euro. Immobilieninteressierte mit einem konkreten Objekt im Blick und einer tragfähigen Finanzierung sollten nicht auf niedrigere Konditionen spekulieren – und im ungünstigsten Fall einen teureren Kredit riskieren. Das Szenario steigender Zinsen ist insbesondere für Eigentümer mit laufenden Darlehen interessant, die zwischen 2011 und 2013 finanziert haben, falls ihre zehnjährige Zinsbindung demnächst ausläuft. Sie sollten Forward-Darlehen in Betracht ziehen. Gegen geringe Zinsaufschläge lässt sich so bereits heute die Anschlussfinanzierung regeln, die in den nächsten Monaten oder Jahren ansteht. Wir beraten Interessierte gern.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise zehn, elf oder sogar zwölf Prozent. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.
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