Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Damit Sie im Bilde sind und wissen, was die Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Baudarlehen für Sie bedeuten.

von Britta Barlage in München, aktualisiert 02.12.2021

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Das Zinsniveau ist historisch günstig. Das sollten Sie nutzen - aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Sie sehen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen auf einen Blick.

Ihr persönlicher Top-Zins

Wie werden sich die Zinsen weiter entwickeln? Steigen sie, fallen sie oder bleiben sie gleich? Und wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Antworten auf die wichtigen Fragen finden Sie in unserem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer. Das Trendbarometer wird auf Basis von Expertenmeinungen erstellt.

Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer erhalten Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. So stellen Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis und sichern sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen. Es ist wichtig, dass Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen. Denn so lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.
Aktuelle Informationen: Die vierte Welle der Corona-Krise bremst den Anstieg beim Bauzins vorerst aus. Wie schon 2020 zur Weihnachtszeit hat Corona viele Regionen und Märkte fest im Griff und trübt die Konjunkturaussichten ein. Anfang Dezember liegen die Zinsen für zehnjährige Immobilienkredite wieder bei rund 1 Prozent, nachdem die Konditionen seit September um rund 0,2 Prozentpunkte auf über 1 Prozent gestiegen waren. Für Immobilienkäufer und -käuferinnen mit Finanzierungsbedarf sind die aktuellen Reaktionen an den Märkten derzeit nur schwer kalkulierbar. Immobilieninteressierte mit einem konkreten Objekt im Blick sollten sich von schwankenden Konditionen bei Darlehen dennoch nicht verunsichern lassen. Besser setzen sie weniger auf minimale Zinsdifferenzen beim Kredit und mehr auf eine möglichst zukunftsorientiert ausgestaltete Finanzierung. Eigenkapital und Tilgungshöhe sollten so gewählt sein, dass bei Aublauf der Zinsbindung schon so viel abbezahlt ist, dass die Finanzierung auch bei einem Zinsanstieg weiterhin gut leistbar bleibt.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren. Im September und Oktober 2021 zogen sie jedoch an.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

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Sichern Sie sich die im historischen Vergleich noch immer sehr niedrigen Zinsen. Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Ein Großteil der von Interhyp befragten Experten erwartet auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen. Kurzfristig sieht die ein wenig mehr als die Hälfte eher ein gleichbleibendes Zinsniveau, der andere Teil hält einen leichten Anstieg für möglich.

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, DKB, Hypovereinsbank, ING Deutschland, MünchenerHyp, Postbank, PSD RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.
Mit dem Zins-Check von Interhyp berechnen Sie ganz einfach Ihren Bauzins. Selbstverständlich sind unsere Fachleute für Sie da. Sie beraten Sie gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.
Möchten Sie bei der Zinsentwicklung für die Baufinanzierung auf dem Laufenden sein? Dann abonnieren Sie den kostenlosen Interhyp-Newsletter. Darin finden Sie Marktinformationen, aktuelle Hypothekenzinsen und viele Infos über die Bauzinsentwicklung. Nutzen Sie für Ihre Baufinanzierung den Zinsvergleich von Interhyp. Mit dem persönlichen Zinsrechner für Ihre Baufinanzierung berechnen Sie Top-Zinsen für Ihr Baugeld.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer November 2021:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Der Zinsanstieg der vergangenen Wochen beim Baugeld scheint gestoppt - zumindest vorerst. Die vierte Welle in der Corona-Pandemie und die neue Virus-Variante Omikron schüren Unsicherheiten und trüben die Konjunkturaussichten und die Euphorie an den Aktienmärkten. Investoren und Investorinnen greifen verstärkt zu sicheren Staatsanleihen, was dämpfend auf deren Renditen und damit das Baugeld wirkt. Gleichzeitig hat die Inflation im November weiter deutlich angezogen, was den Druck auf die Zentralbanken erhöht, die expansive Geldpolitik zu drosseln. Für Immobilieninteressenten bedeutet dies im Dezember schwankende Zinskonditionen um die 1-Prozent-Marke. Die Expertinnen und Experten, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen, beurteilen die teilweise widersprüchlichen Tendenzen unterschiedlich. Einige erwarten dennoch deutliche Aussagen der Europäischen Zentralbank zum Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik, andere erwarten weiterhin ein vorsichtiges Agieren. Auf Sicht von sechs Monaten bis einem Jahr geht die deutliche Mehrheit - 90 Prozent - von steigenden Zinsen aus. Fallende Konditionen bei Baudarlehen prognostiziert keiner der Experten."
Die Europäische Zentralbank wird am 16. Dezember erneut über ihren geldpolitischen Kurs entscheiden. Die neuen Unsicherheiten der Corona-Pandemie sprechen eher für eine Aufrechterhaltung der Stützungsprogramme, die steigende Inflation spricht eher dafür, den Anfang vom Ende der lockeren Geldpolitik einzuläuten. In Deutschland liegt die Inflation im November voraussichtlich bei 5,2 Prozent, in den USA sind es bereits mehr als sechs Prozent, in der Eurozone sind es 4,9 Prozent. Die amerikanische Notenbank Fed hatte zuletzt angesichts stabiler Konjunkturdaten eine weitere Abkehr von der expansiven Geldpolitik verkündet. Die Europäische Zentralbank hadert anhaltend mit einer klareren Rhetorik.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe:
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen:
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell niedrig sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Kurz und knapp: Das sagen die Expertinnen und Experten

Die Expertinnen und Experten tun sich schwer, die Lage eindeutig zu beurteilen. Solange die Volkswirtschaften so stark auf Corona reagieren, werden die Zentralbanken die Geldpolitik trotz der deutlichen Inflation sehr vorsichtig anpassen. Mittel- bis langfristig sieht die große Mehrheit eine Steigerung der Bauzinsen voraus.

Allianz

"Die steigende Inflation ist in der Vergangenheit ein Treiber für steigende Zinsen gewesen. Derzeit besteht jedoch auf Grund der neuen Corona-Welle Unsicherheit, wie sich die Konjunktur und damit die Inflation 2022 entwickelt."

Deutsche Bank

"Wegen der neuen Omikron-Variante ist die Unsicherheit an den Märkten gestiegen, so dass als relativ angesehene Staatsanleihen gefragt waren. Der Rückgang der Kapitalmarktrenditen sollte aber nur kurz anhalten. Angesichts anhaltend hoher Inflationsraten steigt der Druck auf die Notenbanken, die Geldpolitik zu straffen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir perspektivisch wieder höhere Renditen, was sich auch bei den Hypothekenzinsen bemerkbar machen dürfte."

DKB Deutsche Kreditbank

"Der November war erneut geprägt durch eine hohe Volatilität am Kapitalmarkt. Neben der Inflationsangst ist jetzt auch wieder Covid 19 in Vordergrund getreten. Dies könnte zur Folge haben, dass die EZB bei ihrer Dezember Sitzung unverändert vorsichtig agieren wird und Entscheidungen zu den langfristigen Refinanzierungsgeschäften und Anleiheprogrammen auf das nächste Jahr verschieben wird. Die weitere Zinsentwicklung am Kapitalmarkt wird auch die nächsten Wochen stark in Abhängigkeit der veröffentlichten Inflationszahlen und der weiteren Entwicklung der Pandemie stehen."

HypoVereinsbank

"Die Anleger sind vorsichtiger geworden und erwarten eine Leitzinsanhebung durch die EZB nun nicht vor dem Jahr 2023. Auch wir glauben, dass die Notenbank unter dem Eindruck einer sich in 2022 rasch zurückbildenden Inflationsrate keine zinspolitische Straffung anvisieren wird. Über den Jahreswechsel dürften die Kapitalmarktrenditen unter starken Schwankungen insgesamt seitwärts tendieren, um im Laufe des kommenden Jahres von einem niedrigen Niveau kommend einen sehr sanften Aufwärtstrend einzuschlagen."

ING Deutschland

"Die vierte Corona-Welle und die neue Omikron Variante haben die Märkte etwas verunsichert und das sichere-Hafen-Phänomen kurzzeitig zurückgebracht. Trotz alledem wird die EZB wohl auf ihrem Dezember-Treffen den langsamen Einstieg in den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik ankündigen und damit die Kapitalmarktzinsen nach oben drücken. Mit dem weltwirtschaftlichen Aufschwung ab dem Frühjahr und einem weiteren Abbau der lockeren Geldpolitik aller Notenbanken sollten sich die Zinsen im Laufe des Jahres 2022 noch weiter nach oben bewegen."

Münchner Hyp

"Die Notenbanken weltweit beenden zunehmend ihre expansive Geldpolitik. Auch die EZB wird sich mit etwas Verzögerung diesem Trend nicht entziehen können. Kurzfristig könnte die 4. Corona-Welle noch für etwas Unsicherheit sorgen, aber für das Frühjahr stehen die Konjunkturampeln auf Grün. Aufgrund der gestiegenen Inflation und höheren Inflationsgefahren und der weniger expansiven Geldpolitik dürften die Zinsen leicht nach oben tendieren."

Santander

"Die neue Corona-Variante Omikron sorgt kurzfristig für neue Unsicherheit. Dies sollte in den kommenden Wochen die Rentenmärkte stützen. Mittelfristig dürfte die konjunkturelle Erholung vor allem auch im Euroraum und insbesondere Deutschland neuen Schwung gewinnen und in Verbindung mit ersten Zinserhöhungen in den USA im Laufe des kommenden Jahres dazu beitragen, dass sich der moderate Anstieg der Kapitalmarktzinsen 2022 fortsetzen wird."

Sparkasse Hannover

"Der deutlich an Schwung verlierende konjunkturelle Aufschwung droht bedingt durch die verschärfte Corona-Lage mit steigenden Belastungen insbesondere für kontaktintensive Wirtschaftsbereiche gänzlich zum Erliegen zu kommen. Damit wird die EZB trotz steigender Inflationsraten in ihrer expansiven Geldpolitik bestärkt und die Zinsen dürften vorerst niedrig bleiben. Im nächsten Jahr sollte die Konjunktur wieder deutlich an Fahrt gewinnen und zu leicht steigenden Zinsen führen."

Zins- und Marktumfeld

Wie im vergangenen Jahr zur Weihnachtszeit hat Corona viele Regionen und Märkte fest im Griff. Die vierte Welle der Pandemie hat vor allem die Länder erfasst, die bei der Impfquote nicht vorn mit dabei sind. Die Omikron-Mutation hat die Börsen Ende November kurzzeitig auf Talfahrt geschickt. Insgesamt zeigt sich ein differenziertes Bild. Lieferengpässe und eine nachlassende Konsumlaune setzen insbesondere der deutschen Wirtschaft zu. Nach dem Aufschwung im Sommer droht nun sogar ein Nullwachstum zum Jahresende. Deutschland – über alle Krisen des letzten Jahrzehnts (Immobilienkrise, Griechenlandkrise, Eurokrise, Finanzkrise) hinweg stets Musterschüler – bildet nun in der Eurozone plötzlich das Schlusslicht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich zum fünften Mal in Folge eingetrübt. In den USA indes sieht es positiver aus. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, allerdings sehen Experten auch dort in der Omikron-Variante ein Risiko für das Wirtschaftswachstum. Dazu kommen die global steigenden Energiepreise, Lieferengpässe und Nachholeffekte der Kaufkraft der Währungen – und die steigenden Inflationszahlen.
Der Markt befindet sich damit auch im Dezember auf Richtungssuche. Angesichts der Pandemieentwicklung suchen Investoren und Investorinnen vermehrt die Sicherheit von (deutschen) Staatsanleihen. Hatten sich deren Renditen im Oktober unter Schwankungen von rund minus 0,2 Prozent auf rund minus 0,1 Prozent nach oben bewegt, sind sie Ende November wieder auf unter minus 0,3 Prozent gefallen. Das hat die Baugeldkonditionen nach dem Zinsanstieg im Herbst etwas bröckeln lassen.

Interhyp-Expertenrat

Aktuell sind die Reaktionen an den Märkten nur schwer kalkulierbar. Interessentinnen und Interessenten mit einer konkreten Immobilie im Auge sollten sich von schwankenden Konditionen bei Darlehen nicht verunsichern lassen. Natürlich ist es reizvoll, eine Zinsdelle für den Abschluss des Darlehensvertrages zu nutzen. Selbst kleine Zinsdifferenzen bedeuten auf die Gesamtlaufzeit des Kredits gerechnet schließlich Mehrkosten oder Ersparnisse von mehreren Tausend Euro. Das aktuelle Zinsumfeld bietet dafür durchaus Chancen. Gleichzeitig relativiert sich der Kreditzins in Anbetracht der Grundsatzentscheidung für oder gegen Wohneigentum. Wie beim Aktienerwerb gibt es bei der Immobilienanlage selten den perfekten Einstiegszeitpunkt. Stattdessen zählt vielmehr die Qualität der Immobilie selbst. Handelt es sich um ein solides Haus oder eine wertbeständige Wohnung? Welche Renovierungskosten stehen an? Wie ist es um die Energieeffizienz bestellt? Wie ist die Lage für Kaufende von heute und von morgen? Und – für Eigennutzer: Ist dies die Immobilie, die ich mir gewünscht habe und in der ich Jahre und Jahrzehnte gerne leben möchte? Wer diese Fragen sicher zu beantworten weiß und die Finanzierung über den Zinssatz hinaus auf seine Bedürfnisse zuschneidet, wird die Entscheidung auch unabhängig von kleinen Zinsunterschieden guten Gewissens treffen können.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise zehn, elf oder sogar zwölf Prozent. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.
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