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Baugeld: Experten erwarten in naher Zukunft keine Trendwende

Wie das jüngste Interhyp-Trendbarometer zeigt, geht die Mehrheit der befragten Experten davon aus, dass die Zinsen für Immobilienkredite kurzfristig seitwärts tendieren.

zinsbericht

(München, 03.09.2015) Die Zinsentwicklung verlief in den vergangenen Wochen weitgehend seitwärts. Die Kombination aus expansiver Geldpolitik, niedriger Inflation und unsicheren Konjunkturaussichten sorgt in Deutschland für anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen. So liegen auch die Baugeldzinsen für Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung bei Bestanbietern aktuell bei rund 1,5 Prozent. Auch bei ihrer heutigen Sitzung haben die Währungshüter den historisch niedrigen Leitzins unverändert belassen. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entwicklung zumindest kurzfristig anhaltend niedrige Zinsen für Darlehen.

Glaubt man dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, könnte sich dies bald ändern. Die Mehrheit der darin befragten Experten und Analysten prognostizieren einen mittel- bis langfristigen Anstieg der Baugeldzinsen. "Mittelfristig gehen wir von einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholungstendenz im Euroraum sowie einem Anstieg der Inflationsrate aus. Dies sollte zu einem moderaten Aufwärtstrend bei den langfristigen Kapitalmarktzinsen und in der Folge auch bei den Hypothekenzinsen führen", heißt es bei der Postbank. Ein Kapitalmarktexperte der Münchener Hypothekenbank sieht dies in Verbindung mit der drohenden Zinswende in den USA ähnlich, fügt jedoch relativierend hinzu: "Ein deutlicher Zinsanstieg ist gleichwohl nicht zu erwarten, da die Inflationszahlen weiterhin sehr niedrig erwartet werden".


Redaktion: Patrizia Difonzo