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Interhyp Zinsupdate: Iran-Konflikt treibt Bauzinsen nach oben

Zinsentwicklung: Die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen klettern infolge der Eskalation im Nahen Osten im Schnitt auf 3,9 Prozent - ein weiterer Anstieg ist wahrscheinlich. Marktprognose: Die Meinungen im Interhyp-Bankenpanel über den kurzfristigen Kurs der Zinsen gehen auseinander. Handlungsempfehlung: Was Kaufinteressierte nun tun können.

publiziert am 02.04.2026
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Getrieben durch die geopolitischen Spannungen im Iran haben die Zinsen für 10-jährige Darlehen im Schnitt die Marke von 3,9 Prozent erreicht. Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht: Die Angst vor steigenden Energiepreisen befeuert die Inflation und sorgt für einen spürbaren Anstieg bei den Finanzierungskosten.

Bankenpanel: Gemischtes Bild

Die Unsicherheit im Nahen Osten sorgt für ein gemischtes Bild im Interhyp-Bankenpanel: Während die Hälfte der befragten Experten von kurzfristig weiter steigenden Zinsen ausgeht, rechnet die andere Hälfte mit einem gleichbleibenden oder sogar sinkenden Niveau.

Dazu eine Stimme aus dem Panel:

„Die Zinsmärkte werden kurzfristig stark von den Entwicklungen im Nahen Osten und an den Energiemärkten getrieben. Sollten sich die Aussichten auf Verhandlungen rund um eine Waffenruhe und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den Frachtverkehr konkretisieren, dürften sich die sprunghaft angestiegenen Inflations- und Leitzinserwartungen ein Stück weit normalisieren und zu einem Rückgang der Kreditzinsen führen.“

Auch beim langfristigen Blick gehen die Meinungen auseinander: Die Hälfte der Experten rechnet mit steigenden Konditionen, die andere Hälfte mit gleichbleibenden Zinsen:

„Die Verschuldungsquote vieler Staaten könnte weiter ansteigen, sofern diese fiskalische Hilfen auf den Weg bringen, um den Einfluss steigender Inflationsraten auf die Konsumentenstimmung zu begrenzen. Während die Erwartungen an Zinserhöhungen der Notenbanken eher auf die kurzfristigen Renditen wirkt, könnte das Thema Staatsverschuldung den Aufwärtsdruck auf die langlaufenden Renditen hochhalten. Dies dürfte sich vermutlich erst ändern (und dann evtl. recht schnell), wenn sich ein nachhaltiges Ende der Sperrung der Straße von Hormus abzeichnet. Der Aufwärtsdruck auf die langfristigen Renditen dürfte den Hypothekenzinsen kaum Spielraum nach unten lassen.“

Handlungsempfehlung für Kaufinteressierte

Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, sieht in der aktuellen Dynamik ein Signal für alle, die kurz vor einem Immobilienkauf stehen:

„Durch den Iran-Konflikt haben wir eine Aufwärtsbewegung bei den Bauzinsen über alle Zinsbindungen hinweg gesehen. Wir gehen davon aus, dass sich die Zinsen auch in den kommenden Wochen auf dem aktuellen Niveau bewegen werden. Wer eine passende Immobilie gefunden hat, sollte daher nicht auf sinkende Zinsen spekulieren. Gerade weil der Markt so unruhig ist, unterscheiden sich die Angebote der Banken oft deutlich. Wer individuell vergleicht und das aktuelle Zinsniveau fixiert, schafft Planungssicherheit. Das gilt übrigens nicht nur für den Erstkauf, sondern auch für alle, die in nächster Zeit eine Anschlussfinanzierung brauchen.“

Am Ende ist der Zinssatz, den Kundinnen und Kunden bekommen, immer individuell. Wer viel Eigenkapital einbringt, bekommt bessere Konditionen. Wer hingegen mit weniger Eigenkapital finanziert, hat im aktuellen Umfeld oft eine 4 vor dem Komma. Der Zinssatz ist ein wichtiger Bestandteil einer Finanzierung, daneben gibt es aber auch noch einige andere Bausteine. Auch über Tilgungsrate oder die Dauer der Zinsbindung können Kaufinteressierte die Höhe der monatlichen Rate beeinflussen. Zudem sollten Kaufinteressierte prüfen, ob mögliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können. Besonders regionale Förderungen werden häufig übersehen. Gerade in der aktuellen Situation ist eine detaillierte Beratung daher wichtig.