Interhyp in der Presse

Nach Corona-Lockerungen: Immobilienkauf bleibt bei Bauzinsen unter einem Prozent weiter attraktiv

  • Geldpolitik der EZB und Unsicherheiten der Corona-Krise stützen Niedrigzinsniveau
  • Konditionen liegen bei 0,8 Prozent für zehnjährige Darlehen, Bestkonditionen darunter
  • Corona-Lockerungen: Besichtigungen von Häusern und Wohnungen wieder einfacher möglich
  • Interhyp Bauzins-Trendbarometer: Seitwärtsbewegung mit Tendenz zu leichten Steigerungen auf Jahressicht

(München, 4. Juni 2020) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms beschlossen. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken und die Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise halten die Bauzinsen derzeit weiter niedrig, berichtet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen. "Die Konditionen haben sich im Mai bei leichten Schwankungen seitwärts bewegt. Immobilienkäufer erhalten Anfang Juni Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung überwiegend zu Zinssätzen um 0,8 Prozent, bei sehr guter Bonität und hohem Eigenkapitaleinsatz sind auch noch bessere Konditionen möglich", erklärt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG. Die günstigen Zinsen führen zu einem anhaltend großen Interesse an Immobilienfinanzierungen, zumal auch Besichtigungen von Häusern und Wohnungen durch die Corona-Lockerungen wieder einfacher möglich sind, so Interhyp. Die monatlich für das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer befragten zehn deutschen Kreditinstitute sehen in den nächsten Wochen und auf Jahressicht mehrheitlich eine Seitwärtsbewegung voraus. Aufgrund der hohen Liquidität am Markt und bei einer konjunkturellen Erholung erwarten einige Experten in einigen Monaten auch wieder leicht steigende Bauzinsen.

Neben den Auswirkungen der Corona-Krise haben wieder aufflammende Spannungen zwischen den USA und China sowie die Unruhen in den USA das Marktgeschehen geprägt. Gleichzeitig zeigte sich im vergangenen Monat eine langsame Rückkehr zur neuen Normalität. "Die Auswirkungen aus Staatsverschuldung, Geldmengenwachstum, geringeren Steuereinnahmen und dem Wirtschaftseinbruch sind im Augenblick schwer abschätzbar", sagt Mirjam Mohr. Viele Anleger investieren ihr Geld angesichts der bestehenden Unsicherheiten weiterhin in deutsche Staatsanleihen. Die hohe Nachfrage hält deren Renditen tief. Sie sind zwar von rund minus 0,6 Prozent auf aktuell etwa minus 0,4 Prozent etwas gestiegen. Sie befinden sich jedoch anhaltend im negativen Bereich. "Da sich die Zinsentwicklung beim Baugeld an den Renditen der Staatsanleihen orientiert, bleibt das Aufwärtspotenzial für die Zinsen bei Immobilienkrediten begrenzt", erläutert die Expertin.

Wer im Internet sein Traumobjekt gefunden hat, kann die Immobilie nach Wochen vorwiegend virtueller Besichtigungsmöglichkeit nun zunehmend und unter Auflagen vor Ort begutachten. "Das Interesse am eigenen Zuhause ist ungebrochen, für viele geht die Rechnung Kaufen statt Mieten noch immer auf. Einen großen Anteil an der Rechnung zugunsten von Wohneigentum haben nicht zuletzt die niedrigen Zinsen für Immobiliendarlehen", erklärt Mirjam Mohr im aktuellen Interhyp-Zinsbericht.

Trotz der günstigen Zinsen sollten Immobilienkäufer darauf achten, dass die Finanzierung zur Art des Eigentumserwerbs passt. Besonders wer vom Bauträger kauft oder selbst baut, sollte Kredite auf bereitstellungszinsfreie Zeiten und die Bereitstellungszinsen hin vergleichen.

Weitere Informationen zur Zinsentwicklung, den aktuellen Zinsbericht von Mirjam Mohr und die Einschätzung finden sich in den Zins-Charts von Interhyp unter https://www.interhyp.de/zins-charts/.

Die Grafiken sind frei zur redaktionellen Verwendung unter Nennung der Quelle Interhyp.


Zinsentwicklung Juni 2020


Zinstrend Juni Interhyp