Zinstabelle: Effektiver Jahreszins
Zinsbindung Tranche | Beleihungsauslauf <70 | Beleihungsauslauf =80 | Beleihungsauslauf >90 |
|---|---|---|---|
10 | 3,99 % | 4,11 % | 4,38 % |
15 | 4,25 % | 4,31 % | 4,58 % |
20 | 4,33 % | 4,39 % | 4,62 % |
Die Zinssätze basieren auf den Konditionsangeboten der Interhyp AG vom 07.09.2026 bis 13.09.2026. Keine Haftung für die Darstellung. Die aktuellen Zinssätze für Ihre individuelle Baufinanzierung erfahren Sie in der Beratung.
Wie hoch sind die Bauzinsen aktuell? Das Wichtigste in Kürze
- Bauzinsen aktuell (Stand: 10.09.2026): Die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen liegen aktuell bei 4,2 %.
- Kurzfristige Entwicklung (ein Monat): 50 % der Experten des Interhyp-Bankenpanels rechnen mit steigenden Bauzinsen, während die anderen 50 % von einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau ausgehen.
- Mittelfristiger Trend (6-12 Monate): Auch für den weiteren Jahresverlauf ist die Prognose uneinheitlich: Jeweils rund 33 % der Befragten erwarten steigende, gleichbleibende oder wieder fallende Zinsen.
- Marktlage: Die höheren Renditen für Staatsanleihen treiben die Bauzinsen an.
- Wie klappt aktuell der Immobilienkauf? Ein Zinsvergleich, Förderprogramme, mehr Eigenkapital und eine passende Baufinanzierung helfen Ihnen, Ihr Immobilienvorhaben zu verwirklichen.
- Was bedeutet das für Ihren Anschlusszins? Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit der Anschlussfinanzierung, dann sind Sie bei eventuellen Zinsanstiegen besser vorbereitet.
Erfahren Sie in unserer aktuellen Einschätzung, wie sich die Bauzinsen in den nächsten Monaten entwickeln könnten.
Zur Interhyp-ZinsprognoseWie finde ich beim aktuellen Zinsniveau die beste Baufinanzierung?
Marktvergleich jetzt besonders wichtig:
Gerade in einem anspruchsvollen Zinsumfeld lohnt sich ein genauer Vergleich, um den optimalen Darlehensgeber für das individuelle Finanzierungsvorhaben zu finden. Neben dem Zinssatz beeinflussen auch Faktoren wie Zinsbindung, Tilgung und staatliche Förderungen die Finanzierung. Wer klug vergleicht und sich professionelle Unterstützung holt, findet auch in diesem Zinsumfeld eine Finanzierung, die langfristig in die Lebensplanung passt.
Werden die Bauzinsen 2026 sinken? Zinseinschätzung unserer Experten
Die Entwicklung der Bauzinsen hängt von wirtschaftlichen, geopolitischen und geldpolitischen Faktoren ab. Das von Interhyp monatlich befragte Expertenpanel ordnet diese ein.

Immobilienkäufer sollten sich weniger an einzelnen EZB-Schritten als an den Entwicklungen am Anleihemarkt orientieren. Die hohen Energiepreise hatten zuletzt an den Kapitalmärkten die Sorge vor einer länger anhaltenden Inflation verstärkt. Dadurch sind die Renditen langfristiger Staatsanleihen spürbar gestiegen, was auch die Bauzinsen nach oben gezogen hat. Käuferinnen und Käufer sollten sich darauf einstellen, dass das Niveau vorerst oberhalb der 4-Prozent-Marke bleibt.

Der Anstieg der Kapitalmarktzinsen sollte in den kommenden Wochen auch die Baufi-Zinsen noch ein Stück weiter nach oben drücken. Zum Ende des Monats sollte aber die Erkenntnis zunehmen, dass die EZB maximal noch eine Zinserhöhung durchführen wird, da die Inflation zu wenig Zweitrundeneffekten führen wird. Damit sollten die langfristigen Zinsen auch wieder etwas nachgeben.
Wie entwickeln sich die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen? Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Experten-Panel: Uneinheitliche Prognose bei der Zinsentwicklung
Die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen liegen aktuell bei 4,1 %. Während die Europäische Zentralbank (EZB) am 10. September die Leitzinsen wie vom Markt erwartet angehoben hat, haben die Bauzinsen bereits in den Wochen zuvor kontinuierlich angezogen. (Stand: 10.09.2026)
Das aktuelle Interhyp-Bankenpanel spiegelt die Volatilität der Finanzmärkte wider. Bei der kurzfristigen Prognose (nächste ein bis zwei Monate) sind die Experten unentschieden: 50 % rechnen mit weiter steigenden Notierungen, während die anderen 50 % von einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau ausgehen.
Mit Blick auf das Jahresende zeigt sich folgendes Bild: Das Panel ist exakt gedrittelt. Jeweils rund 33 % der Befragten erwarten steigende, gleichbleibende oder wieder fallende Zinsen. Diese Uneinigkeit unterstreicht, wie sehr die künftige Entwicklung von externen Faktoren wie der Inflation und geopolitischen Spannungen abhängt.
Fokus auf Kapitalmarkt und Geopolitik
Die Konditionen für Immobilienkredite orientieren sich primär an den Renditen der Staatsanleihen, die zuletzt deutlich gestiegen sind. Diese stehen weiterhin unter Aufwärtsdruck, getrieben von der Kombination aus dem Iran-Konflikt, der EZB-Zinserhöhung und den globalen Fiskalprogrammen.
Sparkasse Hannover

Kurzfristig: gleichbleibend
Langfristig: gleichbleibend
Kurzfristig bestimmt weiterhin die Lage im Nahen Osten die Zinsentwicklung. Derweil hat sich die Konjunkturstimmung in diesem Monat weiter verbessert und die Sorgen vor einer Rezession werden trotz erhöhter Energiepreise zurückgedrängt. Die EZB dürfte die Leitzinsen im September nochmal anheben, was die Kreditzinsen aber nicht mehr signifikant beeinflussen sollte.
Commerzbank

Kurzfristig: gleichbleibend
Langfristig: fallend
Die EZB dürfte die Zinsen wegen der Inflationsrisiken ein weiteres Mal anheben. Wenn die Inflation 2027 wieder fällt, wird sie den Leitzins wohl wieder auf 2 % senken, das Niveau vor dem Iran-Krieg.
Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen und damit die Baufi-Zinsen sollten nach einem Ende des Konflikts am Persischen Golf wieder fallen. Schließlich dürften sich zunehmend Leitzinssenkungen abzeichnen, die ab Mitte 2027 auch erfolgen sollten. Allerdings wird der in vielen Ländern wegen großer Haushaltsdefizite weiterhin hohe Kapitalbedarf den Rückgang der Renditen bremsen.
Deutsche Bank

Kurzfristig: leicht steigend
Langfristig: steigend
Während zuletzt die kurzfristigen Renditen in den USA eher etwas nachgaben, stiegen die der langfristigen US-Staatsanleihen deutlich an, für 30-jährige US-Treasuries gar auf das höchste Niveau seit 2007 - oberhalb von 5,3 %. Auch die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte mit 3,27 % ein zyklisches Hoch, nämlich das höchste Niveau seit 2011. Zunehmend verlangten die Finanzmärkte zuletzt eine höhere Risikoprämie für langlaufende Staatsanleihen, welche eine aufkeimende Besorgnis vor den rund um den Globus weiterhin robust wachsenden Staatsschulden und potenziell anhaltend hohen Inflationsraten aufgrund des Ausbleibens einer nachhaltigen Deeskalation im Nahostkonflikt ausdrückt. Zwar konnte US-Finanzminister Scott Bessent durch die Ankündigung verstärkter Rückkäufe von langlaufenden US-Staatsanleihen den Renditeanstieg bremsen – wie nachhaltig dies ist, werden die kommenden Wochen zeigen. Die Renditebewegungen an den Märkten für US-Staatsanleihen strahlen auch auf die europäischen Anleihemärkte aus, welche die Bewegungen oft mehr oder weniger stark nachvollziehen. Auch für die Länder der Eurozone warnten zuletzt viele Analysten- und Medienkommentare vor anhaltendem Aufwärtsdruck auf die Marktzinsen aufgrund expansiver Fiskalpolitik. Dieser Druck dürfte sich vermutlich auch bis Ende September nicht wesentlich abschwächen.
Allianz

Kurzfristig: steigend
Langfristig: gleichbleibend
Die Kombination aus dem Iran-Konflikt, der EZB-Zinserhöhung vom Juni und den globalen Fiskalprogrammen – insbesondere die europäische Aufrüstung – hält den Aufwärtsdruck auf die langfristigen Renditen aufrecht. Die 10-Jahres-Hypothekenzinsen dürften bis Ende September moderat steigen, da der jüngste Bund-Renditeanstieg noch nicht vollständig in die Konditionen eingepreist ist. Erst ein nachhaltiger Waffenstillstand im Nahen Osten oder ein deutlicher Konjunktureinbruch würde die Zinswende nach unten einleiten – beides ist kurzfristig nicht absehbar.
Zinsentwicklung: Wie Pfandbriefe die Bauzinsen beeinflussen
Die Höhe der Bauzinsen wird vor allem durch die Entwicklung am Kapitalmarkt bestimmt. Einen direkten Einfluss haben die Zinsen für Pfandbriefe, während der Leitzins der Europäischen Zentralbank die Bauzinsen eher indirekt beeinflusst.

Warum Bauzinsen nicht primär am EZB-Leitzins hängen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 10.09. die Leitzinsen wie vom Markt erwartet angehoben.
Da Bauzinsen zu den langfristigen Zinsen zählen, werden sie von der EZB nicht unmittelbar beeinflusst. Vielmehr orientieren sich Bauzinsen an den Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe und Pfandbriefe. Der Grund: Finanzierungspartner müssen ihre Vergabe von Immobiliendarlehen gegenfinanzieren – dies geschieht meist über Pfandbriefe. Steigen oder sinken nun die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen, beeinflusst dies die Zinsen für Pfandbriefe und gleichermaßen die Bauzinsen.
Die Renditen von Pfandbriefen und zehnjährigen Staatsanleihen sind demnach wichtige Kennziffern, um die Entwicklung der langfristigen Bauzinsen einzuschätzen. Der Leitzins der EZB hingegen gibt Hinweise auf die kurzfristige Zinsentwicklung: Er zeigt an, zu welchen Konditionen Banken aktuell am Markt Geld handeln können und gibt Impulse für die Inflations- und Wirtschaftsentwicklung.
Wie erhalten Sie günstige Zinsen für Ihren Immobilienkredit?
Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt. So ist es beim Tagesgeld, bei Festgeld und auch beim Girokonto. Oft bieten Ihnen Banken gute Zinsen an. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist es etwas anders. Denn viele Faktoren beeinflussen die Hypothekenzinsen aktuell. Das wäre zum einen der aktuelle Marktzins, zum anderen fließen noch weitere Faktoren in die Berechnung ein:
- Bonität: Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Zinsen zu Top-Konditionen.
- Wohnort: Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie bei einer Finanzierungsanfrage die Postleitzahl der Immobilie angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region sind. Denn manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sich dafür eine Käuferin oder ein Käufer. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
- Höhe des Darlehens: Viele Banken vergeben Immobilienzinsen zu Top-Konditionen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind sehr gute Zinssätze zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
- Eigenkapital: Wie viel eigenes Geld Sie einbringen in die Finanzierung einer Immobilie, beeinflusst die Höhe der Darlehenszinsen. Denn je mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
- Sollzinsbindung: Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. In Niedrigzinsphasen empfiehlt es sich aber trotz Aufschlag, sich die günstigen Zinssätze für möglichst viele Jahre zu sichern.
- Tilgungshöhe: Wenn Sie bereits am Anfang Ihres Darlehens viel zurückzahlen, zahlen Sie insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit besseren Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen, dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch dadurch können Sie sich Darlehenszinsen aktuell zu besseren Konditionen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
- Sondervereinbarungen: Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen, kostenlose Sondertilgungen oder die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten und auch die Konditionen für den aktuellen Bauzins können stark schwanken. Vergleichen Sie möglichst viele Angebote. Dann können Sie sich ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Hypothekenzinsen zu Top-Konditionen sichern. - Beruf: Sind Sie als Darlehensnehmerin oder Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert, sehen Banken darin ein geringes Risiko für Ausfälle bei der Rückzahlung. Daher erhalten Beamtinnen und Beamte oft Top-Konditionen für Immobilienzinsen. Dagegen müssen Selbstständige oder Rentnerinnen und Rentner mit einem höheren Zinssatz rechnen.
- Marge der Bank: Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit deckt sie ihre Kosten und erwirtschaftet ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ein maßgeschneidertes Finanzierungsangebot zu besten Konditionen. Ganz unverbindlich und ohne Extrakosten. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote und Immobilienzinsen von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Topzins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt. Damit sich Ihr Traum von der eigenen Immobilie erfüllt.
Wichtig
Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise der Bauzins sich aktuell in einem noch stabilen Korridor befinden – schließen Sie nichts voreilig ab. Gehen Sie Ihr Immobiliendarlehen wohlüberlegt an. Dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.
Immobilienzinsen: Nicht der Markt allein bestimmt den Zinssatz
Welcher Zinssatz von Banken für einen Immobilienkredit angeboten wird, hängt von vielen Faktoren ab. Einige davon können Sie selbst beeinflussen, andere dagegen nicht. Über den Zinssatz zahlen Sie auch für die Aufwendungen der Bank. Denn die Beratung, die Prüfung Ihrer Bonität und weitere Arbeiten der Bank kosten Geld. Ein wenig Gewinn muss die Bank über die Zinsen ebenfalls generieren können. Doch auch das macht nur einen kleinen Teil des Zinssatzes aus, der Ihnen für Ihre Immobilienfinanzierung angeboten wird.
Der Leitzins als Grundlage
Für die Bank ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank von großer Bedeutung. Er beeinflusst unter anderem die Zinsen für eine Geldanlage wie Tagesgeld und Festgeld sowie kurzfristige Kredite. Festgelegt wird der Leitzins im Rahmen der Geldpolitik für den Euro-Raum.
Ein weiterer wichtiger Leitzins zur Ermittlung von Zinsen ist der EURIBOR. EURIBOR steht für Euro InterBank Offered Rate. Der EURIBOR liefert den Referenzzinssatz für Termingeldgeschäfte in Euro im Handel zwischen den europäischen Banken. Grob gesagt beschreibt der EURIBOR die Zinsen, die eine Bank einer anderen in Rechnung stellt, wenn sie ihr Geld leiht. Der EURIBOR wird von vielen Banken genutzt, um den Zinssatz für variable Immobiliendarlehen festzusetzen.
Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?
Darlehenszinsen können Sie relativ einfach berechnen. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz der Bank. Auf dieser Basis können Sie die zu zahlenden Zinsen aktuell berechnen. Auch die monatliche Kreditrate können Sie so ermitteln.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn bei einem Hypothekenkredit werden die aktuellen Zinsen nur auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Bei einem solchen Darlehen bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich – nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt sich. Mit dem Finanzierungsrechner von Interhyp können Sie berechnen, wie sich Zinssatz und Tilgungshöhe auf Ihre Immobilienfinanzierung auswirken.
Häufig gestellte Fragen zu den Zinsen
Wieso sind die Bauzinsen trotz EZB-Zinssenkung gleichbleibend oder sogar steigend?
Der EZB-Leitzins steht für das allgemeine Zinsniveau im Euroraum. Dieses wirkt sich auch auf die Entwicklung der Bauzinsen aus. Allerdings ist dieser Zusammenhang nicht unmittelbar, da die Bauzinsen zu den langfristigen Kapitalmarktzinsen zählen. Denn Immobilienkredite sind in der Regel auf einen Zeitraum von zehn Jahren und mehr ausgelegt.
Die Entwicklung der Bauzinsen wird nicht direkt von den Leitzinsen beeinflusst. Die Bauzinsen orientieren sich vielmehr an der Entwicklung der Pfandbriefrenditen. Diese werden wiederum von der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe beeinflusst. Sinken oder steigen etwa die Renditen für Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit, hat diese Entwicklung auch Auswirkungen auf die Zinsen von Pfandbriefen. Denn über diese gegenfinanzieren Banken häufig die von ihnen vergebenen Immobiliendarlehen. Steigen etwa die Zinsen der deutschen Bundesanleihen, steigen auch die Zinsen für die Pfandbriefe. Und damit auch die Bauzinsen. Die Banken folgen bei der Preisgestaltung also sehr genau der Zinsstrukturkurve der Pfandbriefe und lassen die Entwicklung in ihre Preisgestaltung einfließen. Die genaue Konditionsgestaltung liegt in der Verantwortung der Banken. Hier spielen beispielsweise auch Faktoren wie interne Risikovorgaben eine Rolle.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EZB-Zinsentscheidungen durchaus spannend für Immobilieninteressierte sind. Denn sie geben meist auch die Zinsrichtung vor. Da die Bauzinsen aber von deutlich mehr Faktoren beeinflusst werden, folgen sie nicht immer der gleichen Kurve wie der Leitzins.
Was beeinflusst Bauzinsen?
Die allgemeine Entwicklung der Bauzinsen hängt von mehreren Faktoren der Wirtschafts- und Finanzmärkte ab. Dazu zählen:
- EZB Leitzins: Der Leitzins bezeichnet den Zinssatz, zu dem sich Banken und Finanzinstitute bei der Zentralbank Geld leihen. Unsere Zentralbank ist die EZB, die Europäische Zentralbank. Sie legt den Leitzins für Deutschland und alle weiteren Länder im Euroraum in den EZB-Zinssitzungen fest.
- Staatsanleihen und Pfandbriefe: Die 10jährige Staatsanleihe gilt als Grundlage für den Pfandbriefzins. Da Darlehensgeber den Kredit für eine Baufinanzierung über Pfandbriefe refinanzieren, ist die Zinsentwicklung für Staatsanleihen und Pfandbriefe ein verlässlicher Indikator für die Entwicklung der Bauzinsen.
- Inflation: Die Inflations- oder auch Teuerungsrate spielt eine wichtige Rolle für die Entscheidungen von Investoren. Damit beeinflusst sie die Nachfrage nach Baufinanzierungen wesentlich, was sich auch auf die Zinsentwicklung auswirkt.
Den Zinssatz für Ihre Baufinanzierung beeinflussen zudem zahlreiche individuelle Faktoren wie beispielsweise: Eigenkapital, Beleihungsauslauf, Darlehenshöhe, Länge der Zinsbindung, Tilgungshöhe, Immobilienwert, Bonität, Sicherheiten und noch weitere. Welche Faktoren die Konditionen auf welche Weise beeinflussen und wie Sie die günstigsten Zinsen für Ihr individuelles Vorhaben bekommen können, klären unsere Expertinnen und Experten gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihnen.
Wie entwickeln sich die Bauzinsen 2026?
Zuletzt haben wir bei den Bauzinsen einen Anstieg auf knapp 4 % für zehnjährige Darlehen gesehen. Mittelfristig gehen wir von einer Seitwärtsbewegung auf diesem Niveau aus. Geopolitische Unsicherheiten und eine potentielle Neuverschuldung des Bundes können die Kapitalmarktzinsen beeinflussen und im weiteren Jahresverlauf zu einem Anstieg führen.
Welche Bank hat aktuell die günstigsten Bauzinsen?
Um die besten Konditionen für Ihr individuelles Vorhaben zu finden, lohnt es sich, die Angebote verschiedener Darlehensgeber zu vergleichen.
Sie könnten selbst viele verschiedenen Kreditinstitute anfragen, um die Angebote anschließend in Eigenregie auszuwerten. Dieser Prozess ist extrem arbeits- und zeitintensiv, zudem sind die Angebote häufig nicht 1:1 vergleichbar. Deshalb lohnt es sich, die Beratung durch einen renommierten Finanzierungsvermittler in Anspruch zu nehmen.
Als Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen vergleichen wir für Sie die Konditionen von mehr als 500 Darlehensgebern. So finden wir die aktuell günstigsten Bauzinsen für Ihr Vorhaben und entwickeln eine maßgeschneiderte Finanzierungslösung, die perfekt auf Sie abgestimmt ist.
Die Frage nach den günstigsten Bauzinsen lässt sich nicht pauschal beantworten. Neben den Zinsvorgaben der jeweiligen Finanzierungspartner hängt dies auch von Ihrem Vorhaben ab. Die Höhe der Finanzierungssumme, der Anteil an Eigenkapital, vorhandene Sicherheiten und vieles mehr sind wichtige Faktoren, die das Zinsangebot für Ihr individuelles Projekt beeinflussen. In einem umfassenden Beratungsgespräch finden unsere Finanzierungsberaterinnen und -berater gemeinsam mit Ihnen die optimale Finanzierungslösung zu den besten Konditionen.
Ihre Frage war nicht dabei? Wir sind persönlich für Sie da und gehen auf Ihre individuellen Fragen ein.
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