Checkliste für Kapitalanleger

Bei der Kapitalanlage sollten Sie einige wichtige Punkte beachten.

Immobilien gelten als krisensichere Altersvorsorge und gerade vor dem Hintergrund historisch günstiger Baugeldzinsen kann es sich lohnen, über eine vermietete Immobilie langfristig Vermögen aufzubauen. Auch für Anleger, die Alternativen zu den niedrigen Zinsen bei Geldanlagen suchen, sind Immobilien als Kapitalanlage mit hoher Rendite interessant. Damit das Kaufvorhaben auch auf sicherem Fundament steht, haben die Experten von Interhyp einen Ratgeber als 10-Punkte-Plan mit wertvollen Tipps erstellt.

1. Eigenkapital-Einsatz ist sinnvoll

Die immer noch oft verbreitete Haltung, man brauche beim Kauf einer Kapitalanlage-Immobilie kaum oder gar kein Eigenkapital einzusetzen, sollte man momentan unbedingt hinterfragen. Gerade in Phasen niedriger Guthabenverzinsung wie aktuell sollten Kapitalanleger — zumindest teilweise — ihr Erspartes in die Finanzierung einbringen. Denn damit ist das Sparguthaben nicht nur extrem solide investiert, Banken belohnen einen höheren Eigenkapitalanteil mit günstigeren Konditionen. Außerdem erwirtschaftet das eingesetzte Kapital bei Immobilien als Kapitalanlage in der Regel eine Rendite, auch wenn die Baufinanzierung noch läuft. Die Rendite (in Prozent) für das eingesetzte Eigenkapital berechnet sich nach der Formel "Ertrag nach Steuern" x 100 geteilt durch das in der Immobilie gebundene Eigenkapital.

2. Luft für unvorhergesehene Ausgaben haben

Beim Kauf einer Immobilie ist es nicht mit einer einmaligen Zahlung getan. Auch Eigentümer einer Immobilie, in deren Wohnungen Mieter leben, müssen mit ungeplanten Kosten für Reparaturen oder Nachzahlungen rechnen. Ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Folge- oder Mehrkosten ist daher unabdingbar, als Faustformel gelten rund 20 Prozent des Gesamtinvestitionsaufwands als Vermögensrückhalt. Generell ist es bei Immobilien als Kapitalanlage sinnvoll, konservativ zu kalkulieren. Die Finanzierung einer Kapitalanlage-Immobilie sollte so aufgebaut sein, dass der Käufer selbst einen Mietausfall von mehreren Monaten und unter Umständen bei mehreren Wohnungen im Haus mit seinem regulären Einkommen überbrücken kann.

3. Keine Hektik

Auch wenn in manchen Ballungsgebieten das Wohnraum-Angebot knapp ist — beim Immobilienkauf ist Hektik kein guter Ratgeber. Egal, wie einmalig die Gelegenheit erscheinen mag: Kapitalanleger sollten sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und keine vorschnellen Kaufentscheidungen treffen. Immobilien als Kapitalanlage erfordern eine sorgfältige Auswahl. Für ortsunkundige Kaufinteressenten ist es empfehlenswert, einen erfahrenen Ratgeber zu kontaktieren. Denn ein Haus oder eine Wohnung in einem heute noch gefragten Viertel kann in absehbarer Zukunft an Wert verlieren. Vergleichsweise viel Sicherheit bieten Immobilien in absoluten Boom-Regionen wie Berlin-Mitte, wo auch mittel- bis langfristig eine hohe Nachfrage zu erwarten ist. Hier werden Wohnungen wahrscheinlich auch in Zukunft immer teurer. Solche Immobilien kosten allerdings schon heute entsprechend viel Geld.

4. Ohne solide Marktkenntnisse geht gar nichts

Wie hoch ist die ortsübliche Miete, was zahlen andere Mieter in ähnlichen Wohnungen, ist das Viertel eine beliebte Wohngegend oder wechseln die Mieter dort sehr häufig? All diese Fragen muss der Käufer beantworten können, um die Vermietbarkeit der Immobilie realistisch einschätzen zu können. Neben einer persönlichen Begutachtung helfen offizielle Mietspiegel der Stadt, Informationen von Vermieterverbänden und vergleichbare Mietgesuche und Immobilienanzeigen in Zeitungen und im Internet auf Immobilienportalen. Ideal ist es, wenn Kaufinteressenten die Umgebung von Haus oder Wohnung selbst gut kennen. So können Sie sich ein Bild davon machen, wie sich das Viertel in Bezug auf Immobilien als Kapitalanlage in Zukunft entwickeln wird. Für das Geld, das Sie in ein Haus oder in Wohnungen als Kapitalanlage stecken, bekommen Sie zwar einen handfesten Gegenwert – doch der Wert von Immobilien kann je nach Lage fallen oder steigen. Eine kluge Auswahl der Immobilien, in die Sie Ihr Geld investieren, kann eine hohe Rendite sichern.

5. Lieber nah als fern

Gerade noch in der Kapitalanlage unerfahrene Privatkunden sollten eher nach Immobilien Ausschau halten, die vom eigenen Wohnort höchstens 100 Kilometer entfernt sind. Damit ist es für diese nicht nur einfacher, sich eine solide und aktuelle Markteinschätzung anzueignen. Wenn die Entfernung zur Immobilie gering ist, minimieren sie auch so ihren zeitlichen Aufwand bei einem Mieterwechsel und können im Bedarfsfall Probleme persönlich klären. Selbstverständlich gibt es Hausverwaltungen und Hausmeister-Services, die dem Hausbesitzer viele Aufgaben abnehmen. Aber gerade Privatkunden, die in ein Haus oder eine Wohnung als Kapitalanlage investieren, sollten die Verwaltung selbst übernehmen. Denn die Ausgaben für die Hausverwaltung kosten bares Geld, da eine Umlage auf die Betriebskosten der Mieter nicht erlaubt ist. Eigentümer einer oder weniger Wohnungen investieren eine relativ hohe Summe in Euro aus eigener Tasche und schmälern damit die Rendite der Immobilien, wenn sie die Verwaltung auslagern.

6. Immobilien-Rendite ist nicht alles

Keine Investition ohne vorherige Renditenkalkulation. Doch Vorsicht, wenn die Rendite-Versprechungen allzu vollmundig sind. Werden Renditen von acht Prozent und mehr versprochen, sollten auch beim Immobilienanleger die Alarmglocken schrillen. Hohe Rendite steht für hohes Risiko, darüber sollten sich Kapitalanleger auch bei Immobilien bewusst sein. Statt auf die Höhe der Rendite zu schielen, sollte man daher besser prüfen, worauf die Berechnungen basieren und ob die Annahmen auch langfristig gelten. Können Zweifel nicht hundertprozentig durch den Makler oder Verkäufer ausgeräumt werden, sollte man über Alternativen nachdenken.

7. Mieteinnahmen-Prüfung wichtig

Papier ist geduldig, das gilt auch für manche Mieteinnahmen-Auflistungen. Kluge Kapitalanleger lassen sich nicht nur bisherige Mietverträge zur Prüfung aushändigen, sondern lassen sich auch den regelmäßigen Mieteingang bescheinigen, indem sie z. B. Einsicht in die Kontoauszüge des Vorbesitzers bekommen. Was nützen vermeintlich attraktive Mieten, wenn die Mieter mit den Zahlungen in Verzug sind? Zudem ist es sinnvoll, die Mieten von Haus oder Wohnung als Kapitalanlage mit dem örtlichen Mietspiegel zu vergleichen und festzustellen, wann die letzte Mieterhöhung stattgefunden hat. Viele Immobilien bieten die Möglichkeit, über eine Erhöhung der Mieten die Rendite zu optimieren.

8. Protokolle der Eigentümerversammlung einsehen

Damit es keine bösen und vor allem teuren Überraschungen gibt, ist es empfehlenswert, sich mindestens die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen aushändigen zu lassen. Aus diesen geht hervor, welche Maßnahmen geplant sind oder anstehen und welche Kosten auf den neuen Eigentümer zukommen können. Sie erfahren auch, welche Interessen die anderen Eigentümer haben und welche Projekte diese gern durchsetzen würden. Achten Sie auch darauf, dass alle Eigentümer der Immobilie das Hausgeld (die Nebenkosten bei Eigentumswohnungen) pünktlich bezahlen. Behalten einige Eigentümer das Geld ein, tragen oft alle anderen die Kosten, weil es kurzfristig keine andere Lösung gibt. Wenn Sie eine Wohnung in einer Immobilie kaufen, achten Sie sorgfältig auf seriöse und zuverlässige Mitbesitzer. Mehrkosten durch säumige Mieter oder Eigentümer senken die Rendite von Immobilien für Sie als Anleger.

9. Nicht allein wegen Steuervorteilen kaufen

Oft werden die Steuervorteile angepriesen, die sich bei einer Kapitalanlage in Immobilien ergeben. Dieses Argument sollte aber niemals kaufentscheidend sein, sondern lediglich als netter Nebeneffekt gewertet werden. Steuerlich besonders attraktiv sind Immobilien als Kapitalanlage nur in der Anfangszeit, insbesondere, wenn die Baufinanzierung noch läuft. Mit den richtigen Tipps können Sie die Steuervorteile voll ausnutzen. Aber die Steuerlast allein ist kein gutes Argument, um eine Immobilie zu kaufen. Deutlich wichtiger sind ein angemessener Kaufpreis und eine solide Finanzierung.

10. Finanzierungsprofis helfen bei der Realisierung

Die Mehrzahl der Banken unterscheidet, ob Sie die Immobilie zum Zwecke der Eigennutzung oder zur Kapitalanlage kaufen. Dementsprechend wichtig ist es, einen versierten Finanzierungsberater an der Seite zu haben, der nicht nur weiß, worauf es den Anbietern besonders ankommt, sondern der durch seine Erfahrung auch manchen Kniff und Trick kennt, der das Vorhaben günstig und schnell wahr werden lässt.

Die Interhyp-Finanzierungsberater helfen Ihnen bei Ihren Fragen rund um die Finanzierung der Immobilie als Kapitalanlage gerne weiter und stehen Ihnen mit guter Beratung und vielfältiger Information zur Seite. Die Finanzierungsexperten kennen den regionalen Immobilienmarkt und helfen Ihnen, das Potenzial einer Immobilie einzuschätzen. Schon vor dem Kauf beraten unsere erfahrenen Mitarbeiter Sie gern. Gemeinsam mit Ihnen finden sie die passende Baufinanzierung mit günstigen Zinsen und passgenauen Konditionen. Vereinbaren Sie jetzt kostenlos und unverbindlich einen Termin!

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