
Ausbauhaus bauen: Kosten, Ausbaustufen und Vorteile
Ein Ausbauhaus verbindet die Vorteile eines professionell errichteten Rohbaus mit der Möglichkeit, den Innenausbau in Eigenregie zu gestalten. Die tragende Konstruktion sowie die Gebäudehülle werden vom Hersteller errichtet, während Sie als Bauherrin oder Bauherr den Innenausbau nach eigenen Vorstellungen übernehmen. Diese Bauweise ermöglicht es, die Baukosten durch handwerkliche Eigenleistung deutlich zu senken, ohne dabei auf die Planungssicherheit und Qualität eines Fertighauses verzichten zu müssen. Gleichzeitig behalten Sie die Gestaltungsfreiheit bei Materialwahl, Raumaufteilung und technischer Ausstattung.
Das Wichtigste im Überblick
- Definition: Ein Ausbauhaus ist ein Fertighaus mit vorinstallierter Grundstruktur und Rohinstallationen, bei dem der Innenausbau in Eigenleistung erfolgt.
- Kosten: Liegen zwischen Massivhaus und schlüsselfertigem Fertighaus – Ersparnis hängt von Eigenleistung und Ausbaustandard ab.
- Bauzeit: Rohbau wird schnell errichtet, Innenausbau dauert je nach Umfang mehrere Monate bis über ein Jahr.
- Vorteil: Individuelle Gestaltungsfreiheit bei Materialien, Ausstattung und Raumaufteilung bei gleichzeitiger Kosteneinsparung.
- Voraussetzung: Handwerkliches Geschick, ausreichend Zeit und realistische Planung sind erforderlich.
Was ist ein Ausbauhaus?
Ein Ausbauhaus ist ein Fertighaus, bei dem die Grundstruktur vom Hersteller errichtet wird und der Innenausbau in Eigenleistung erfolgt. Die tragende Konstruktion, die Gebäudehülle sowie die Rohinstallationen für Wasser, Strom und Heizung sind bereits vorinstalliert – Sie als Bauherrin oder Bauherr übernehmen dann den weiteren Ausbau nach Ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen.
Im Gegensatz zu einem schlüsselfertigen Fertighaus, das bezugsfertig übergeben wird, erhalten Sie beim Ausbauhaus einen professionell errichteten Rohbau, den Sie selbst komplettieren. Der Umfang der Eigenleistung variiert je nach gewählter Ausbaustufe – von der reinen Malerarbeit bis hin zum kompletten Innenausbau inklusive Bodenbelägen, Sanitärinstallationen und Elektroarbeiten.
Im Gegensatz zu einem schlüsselfertigen Fertighaus, das bezugsfertig übergeben wird, erhalten Sie beim Ausbauhaus einen professionell errichteten Rohbau, den Sie selbst komplettieren. Der Umfang der Eigenleistung variiert je nach gewählter Ausbaustufe – von der reinen Malerarbeit bis hin zum kompletten Innenausbau inklusive Bodenbelägen, Sanitärinstallationen und Elektroarbeiten.
Schon gewusst? Diese Ausbaustufen gibt es
- Rohbauhaus/Ausbauhaus: Der Anbieter erstellt den kompletten Rohbau und Sie übernehmen den gesamten Innenausbau. Grobe Leitungen und Heizungsanlagen können vom Anbieter bereits gelegt sein.
- Bausatzhaus/Selbsthaus: Sie bekommen Materialien und Anleitung und bauen fast alles selbst.
- Schlüsselfertiges Haus: Das Haus ist fast komplett fertig, nur kleine Restarbeiten wie beispielsweise Malern können fehlen.
- Bezugsfertiges Haus: Das Haus ist komplett fertig gestellt – Sie können sofort einziehen.
Kosten im Vergleich zu anderen Bauformen
Die Kosten für ein Ausbauhaus liegen in der Regel zwischen den Kosten für ein Massivhaus und ein Fertighaus.Da die tragende Konstruktion vom Hersteller errichtet wird, entfallen die aufwendigen Rohbauarbeiten – das spart im Vergleich zum Massivhaus Baukosten und Zeit.
Gegenüber einem schlüsselfertigen Fertighaus fallen jedoch zusätzliche Kosten für den selbst durchgeführten Innenausbau an – sowohl für Materialien als auch für Handwerkerinnen und Handwerker bei Arbeiten, die Sie nicht selbst ausführen können oder möchten. Wie viel Sie letztendlich einsparen, hängt stark von Ihrem handwerklichen Geschick, der verfügbaren Zeit und dem gewählten Ausbaustandard ab.
Gegenüber einem schlüsselfertigen Fertighaus fallen jedoch zusätzliche Kosten für den selbst durchgeführten Innenausbau an – sowohl für Materialien als auch für Handwerkerinnen und Handwerker bei Arbeiten, die Sie nicht selbst ausführen können oder möchten. Wie viel Sie letztendlich einsparen, hängt stark von Ihrem handwerklichen Geschick, der verfügbaren Zeit und dem gewählten Ausbaustandard ab.
Wie lange dauert es, ein Ausbauhaus zu bauen?
Die Bauzeit eines Ausbauhauses setzt sich aus zwei Phasen zusammen: Die Errichtung des Rohbaus durch den Hersteller erfolgt in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen. Der anschließende Innenausbau in Eigenleistung ist zeitlich jedoch deutlich variabler und hängt maßgeblich von Ihrem zeitlichen Budget, Ihrer handwerklichen Erfahrung und dem Umfang der geplanten Arbeiten ab.
Im Vergleich zu einem Massivhaus, das komplett vor Ort gebaut wird, verkürzt sich die Gesamtbauzeit deutlich. Gegenüber einem schlüsselfertigen Fertighaus müssen Sie jedoch mit einer längeren Gesamtdauer rechnen, da Sie den Innenausbau selbst übernehmen. Planen Sie für den Eigenausbau realistisch mehrere Monate ein – je nach Umfang kann es auch über ein Jahr dauern.
Im Vergleich zu einem Massivhaus, das komplett vor Ort gebaut wird, verkürzt sich die Gesamtbauzeit deutlich. Gegenüber einem schlüsselfertigen Fertighaus müssen Sie jedoch mit einer längeren Gesamtdauer rechnen, da Sie den Innenausbau selbst übernehmen. Planen Sie für den Eigenausbau realistisch mehrere Monate ein – je nach Umfang kann es auch über ein Jahr dauern.
Das sind die Vor- und Nachteile
Vorteile
Immer top-informiert? Ganz einfach!
- Kosteneinsparung durch Eigenleistung: Durch den selbst durchgeführten Innenausbau lassen sich im Vergleich zu einem schlüsselfertigen Haus Baukosten einsparen – vorausgesetzt, Sie verfügen über handwerkliches Geschick und ausreichend Zeit.
- Individuelle Gestaltungsfreiheit: Sie entscheiden selbst über Materialien, Ausstattung und Raumgestaltung. Von der Bodenbelagswahl über die Badausstattung bis zur Elektroinstallation behalten Sie die Kontrolle über Qualität und Design.
- Energieeffizienz nach eigenen Vorstellungen: Beim Innenausbau können Sie gezielt moderne Dämmstoffe, energieeffiziente Haustechnik und erneuerbare Energien einsetzen – abgestimmt auf Ihr Budget und Ihre Nachhaltigkeitsziele.
- Schrittweiser Ausbau möglich: Der Innenausbau lässt sich oft in Etappen realisieren, sodass Sie zunächst die wichtigsten Bereiche fertigstellen und weitere Räume nach und nach ausbauen können.
Nachteile
- Hoher Zeitaufwand: Der Innenausbau in Eigenleistung kostet viel Zeit – je nach Umfang mehrere Monate bis über ein Jahr. Das verzögert den Einzug und erfordert eine realistische Zeitplanung neben Beruf und Familie.
- Handwerkliches Können erforderlich: Viele Arbeiten wie Elektroinstallationen, Sanitärarbeiten oder fachgerechte Dämmung erfordern Fachwissen. Fehler können nicht nur teuer werden, sondern im schlimmsten Fall auch die Sicherheit oder Bausubstanz gefährden.
- Körperliche und mentale Belastung: Der Eigenausbau ist physisch anstrengend und kann mental belastend sein, besonders wenn sich Arbeiten verzögern oder unerwartete Probleme auftreten.
- Versteckte Kosten möglich: Was zunächst als Kosteneinsparung geplant war, kann durch notwendige Werkzeuganschaffungen, Materialfehleinkäufe oder doch benötigte Fachhandwerker teurer werden als ursprünglich kalkuliert.
- Gewährleistungsrisiken: Bei selbst ausgeführten Arbeiten tragen Sie das volle Haftungsrisiko. Während Handwerkerbetriebe Gewährleistung bieten, haften Sie bei Eigenleistung selbst für Mängel.
Ihr Ausbauhaus optimal finanzieren
Der Bau eines Ausbauhauses ist ein wichtiger Schritt in Richtung Wohneigentum. Unsere Interhyp Finanzierungsberaterinnen und Finanzierungsberater unterstützen Sie dabei, Ihr Bauvorhaben optimal zu finanzieren – von der Kalkulation der Eigenleistung bis zur passenden Darlehensstruktur. Gemeinsam prüfen wir auch, welche Fördermittel Ihre Investition noch günstiger machen.
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